Somalischer Pirat verklagt Deutschland

Dimu

Well-known member
Hallo Leute,

habe hier ein heikles Thema gefunden,

Seeräuber am Horn von Afrika - Somalischer Pirat verklagt Deutschland - Politik, Artikel, Nachrichten ? MSN Nachrichten - Nachrichten

Ich stelle mal das hier zur Diskussion. Also für mich, ich könnte mich darüber
bis zum Herzinfarkt aufregen. Diese gelinde gesagt "Leuts" haben schon soviel Geld das sie in der Lage sind einen Staat zu verklagen.
Wo macht die Weltgemeinschaft was falsch?
Wird mit diesen Leuten zu human umgegangen?
Was würdet ihr zur Lösung diese Problem unternehmen?

Hoffe ihr beteiligt Euch an der Diskussion rege!

Beste Grüße aus Weißenfels an der Saale.

DIMU
 
Hallo,
vielleicht wäre es den verhafteten mutmaßlichen Piraten lieber gewesen,man hätte sie nach Deutschland ausgeliefert und ihnen hier den Prozess gemacht,aber ich finde es trotzdem besser,wenn dies alles "ortsnah" von Statten geht.
Ich würde zwar auch ein deutsches Gefängnis einem kenianischen vorziehen,aber aussuchen können sie es sich leider nicht.Vielleicht hätten sie sich mal früher von einem Anwalt über den Weg der Strafverfolgung informieren lassen,dann wäre ihnen dises Schlamassel erspart geblieben.
Aber warum sie nun plötzlich gar keine Piraten mehr sein wollen,verstehe ich nicht.
Sollte sich die deutsche Marine geirrt haben und die Besatzung eines harmlosen Fischerbootes mit bösen Piraten verwechseln?Wohl kaum.

Trotzdem haben diese Leute das Recht auf einen Strafverteidiger,was in Kenia anscheinend nicht ganz ernst genommen wird.

Gruß,jarvis.
 
Na ja,
nicht aufregen Dimu :D

DAS ist nur ein weiterer Fehler unserer ach so arbeitsscheuen Regierung :D

Das Manko liegt hier ja nicht bei den Verantwortlichen auf der beteiligten Fregatte, sondern im Fehlen rechtsverbindlicher Vorschriften im Umgang mit Gefangenen, die von deutschem Militär an andere Staaten ausgeliefert werden.

Von daher ist es ein rechtlich zulässiger Schritt,
herzu auch Grauzonen der Rechtslage voll auszuschöpfen.

Nur bitter, dass letztlich die Steuerzahler auch für hierbei entstehende Kosten wieder zur Kasse gebeten werden.

Zudem...
Dies ist doch auch nur ein Beispiel unter Vielen,
wo Menschen, die sich guten anwaltlichen Beistand leisten können,
immer wieder Rechsmittel finden,
um Prozesse, Verurteilungen oder die Wege dorthin reichlich be- oder verhindern können.

Verkehrte Welt halt.

Was man dagegen tun kann :D
Unfähige Politiker bzw. deren Parteien einfach nicht mehr wählen :D
Hierfür mal zuständig:
Die CDU mit ihrem Verteidigungsminister Jung ;)

so far :D
muesli
 
Kleiner Denkanstoß !!

Ich kann mich nur vage entsinnen, das eine indische Fregatte
somalische Piraten versenkt hat.

Ist das der richtige und einzige Weg?

Ich finde ja, nur so kann man dieser Lage Herr werden, so arm diese Menschen
im Hintergrund auch sind.

Diese Piraten sind in ihren Heimatland schon zu Helden mutiert.
Ob der Armut in diesen Land verständlich, aber denkt man an die
Opfer, die um ihr Leben bangen, nicht zu verstehen.
Es ist und bleibt unrecht was diese "Piraten" da tun und das muß mit allen
Mitteln der Staatengemeinschaft bestraft bzw. bekämpft werden.

DIMU
 
Ich habe mir mal den obigen Link-Beitrag durchgelesen, auch einen Teil der Kommentare.
Klar, das sind auch Menschen und diese haben eben auch Beweggründe, solcherlei Handeln an den Tag zu legen. Was ich jedoch nicht einsehe, ist das Abwälzen der Kosten auf Deutschland, nur weil "wir" die gefangen haben. Ich sehe das dann als so eine Art Rache desjenigen an, um demjenigen dann noch zu schaden.

In den Kommentaren stand was von "vogelfrei erklären". Nun, das wäre sicherlich ´ne Möglichkeit, jedoch würde das letztendlich dazu führen, daß die ganze Seefahrt generell bewaffnet werden müßte und man eigentlich Angast haben müßte mit seinem Schiff über den Ozean zu schippern. (Es gibt immer einen größeres Schiff und somit immer einen Unterlegenen.) Auch wurde die Meinung vertreten "einfach abschießen, einsammeln und anklagen", der ich in soweit zustimme, daß man dies im Verteidigungsfall tun kann. (Ich betone ausdrücklich: kann.) Aber was bringt das alles ??? Im Grunde genommen doch das gleiche Scenario wie eben geschrieben. Man wäre nicht mehr sicher. Mal ganz davon abgesehen, daß beim Aufsammeln man sozusagen die Verantwortung für den Schiffbrüchigen übernimmt. (Da ja gewisse Verträge bestehen, gilt diese Verantwortung eben nur zeitlich begrenzt.)
Wie also mit solchen Subjekten, schuldig oder unschuldig, umgehen ???

Ich denke im Zeitalter der Entdeckung mit der Segelschiffahrt und den diversen Kriegen zu Land und See wußte man, wie man mit Piraten umgeht. Heute ist sowas leider nicht mehr möglich. Irgendwie schade, finde ich...
 
Da die Beklagten aber um die Zustände im betreffenden Gefängnis gewusst hätten, hätten sie rechtswidrig und schuldhaft gehandelt und somit ihre Amtspflichten verletzt

Man kann es ja auch rumdrehen und sagen die wussten das doch auch warum haben sie dann erst versucht ein Schiff zu kappern.

Und wenn man es mal von einer ganz anderen Seite betrachtet fragt man sich wie ein einfacher Fischer denn auf die Idee kommt das man die Regierung der BRD verklagen koennte
 
Ich habe mit Jura nix zu tun und kann daher über die (Völker-)rechtlichen Aspekte nichts sagen.
Auch die menschliche Komponente - wieso kommt es überhaupt dazu, dass jemand "Pirat" wird - lasse ich absichtlich mal beiseite.

Aber ich denke mit einem "normalen" Rechtsempfinden ist die Situation einfach absurd!!!
 
Der liebe Herr RA Wallasch sollte sich meiner Meinung nach schämen. Das Einzige, was den Interessiert, ist die Publicity, mehr nicht. Wenn man sich so anschaut, wen der saubere Rechtsanwalt in letzter Zeit vertreten hat, bekommt man das kalte ******.

Das Studium dieses Herren hat der deutsche Steuerzahler bezahlt, und jetzt fällt dieser geltungsgeile Schmierlappen Deutschland in einer politisch heiklen Situation in den Rücken.

Zitat:
"Genau dieses Recht versuchen etliche Staaten mit ihrer Marine im Seegebiet vor Somalia wieder herzustellen. Unsere Soldaten und auch die Seeleute befinden sich in permanenter Lebensgefahr während sich deutsche sog. Strafverteidiger Gedanken um die landesüblichen Haftbedingungen auf frischer Tat ertappter Seeräuber sorgen."

Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ein somalischer Pirat das know-how und die Mittel hat, sich einfach so nen deutschen Anwalt zu nehmen? Ich bitte euch!
Natürlich hat sich Wallasch angeboten und mit blumigen Worten geschildert, wie viel Kohle man aus Deutschland pressen kann. Und denen von euch, die auf ihrem hohen deutschen Ross hocken kann ich nur sagen:
Klar, wenn ihr in Somalia groß geworden wärt, Hunger und Armut tagtäglich erleidet und sogar kriminell werden müsst, um euch über Wasser zu halten;
Wenn dann ein deutscher RA auf euch zukommt und euch das blaue vom Himmel erzählt, werdet ihr natürlich die Ehre, politische Weitsicht oder wasauchimmer besitzen, statt die Aussicht auf immens viel Kohle lieber einfach nach der Haft in euer Dreckskaff zurückzukehren, weil ihr euch sorgt, was die deutsche Gemeinschaft von euch hält?
Da lachen ja die Hühner!

Der Pirat ist Mittel zum Zweck für Herrn Wallasch. Mehr nicht. Wenn ihr jemanden anklagen wollt, dann diesen Winkeladvokaten.
 
Ich kann verstehen, dass der geklagt hat, wer hat schon Lust auf ein ken. Gefängnis, hoffentlich gewinnt der :D
hier gib's noch ein Interview mit den Anwalt:
Interview mit Oliver Wallasch: "Haftbedingungen unmenschlich" | Frankfurter Rundschau - Politik

Dund jetzt fällt dieser geltungsgeile Schmierlappen Deutschland in einer politisch heiklen Situation in den Rücken.
schlimm, sollte verboten werden, dass Anwälte einfach so klagen und dann auch noch gegen ihr eigenes Land :rolleyes:
 
Die Haftbedingungen da unten sind nach dort üblichem Standart normal, wenn nicht besser als auf dem letzten Arbeitsplatz dieses "Opfers" am Piratenschiff.

Es ist nicht einzusehen, dass ausgerechnet ein Schwerverbrecher in ein deutsches Gefängnis darf und so einen höheren Standart als die Mittelschicht dort unten genießt.

Das der Verbrecher Lust auf Deutschen Standart hat, Gier nach diesem Wohlstand empfindet ist zwar für ihn selbst logisch bleibt aber verwerflich.

Das nächste mal sollen sie halt auf Piratenjagt mit dem BRD-Kutter hinten als Sicherungsschiff in Einsatzschussweite abwarten und die Locals nach vorne schicken. Kann ja nicht so schwer sein zu verhindern, daß solche jemals ein deutsches Schiff betreten.

Die für diese jetzige Situation verantwortlichen Beamten und Soldaten sollten für den Schaden persönlich haftbar gemacht werden,
 
Es ist nicht einzusehen, dass ausgerechnet ein Schwerverbrecher in ein deutsches Gefängnis darf und so einen höheren Standart als die Mittelschicht dort unten genießt.
Das der Verbrecher Lust auf Deutschen Standart hat, Gier nach diesem Wohlstand empfindet ist zwar für ihn selbst logisch bleibt aber verwerflich.
Es ist ja wohl das Recht jedes Menschen, auch eines Kriminellen zugang zu einer ärztlichen Versorgung zu haben.
Außerdem ist "Gier nach diesem Wohlstand" ja wohl nichts verwerfliches.
 
schlimm, sollte verboten werden, dass Anwälte einfach so klagen und dann auch noch gegen ihr eigenes Land :rolleyes:

Hmmmppf, ja schon klar.
Natürlich hat ein RA das Recht, auch gegen das eigenen Heimatland zu klagen. Aber gerade DIESER Anwalt schmückt sich mit Lorbeeren, die andere Anwälte nicht mit der Kneifzange anfassen würden. Wenn du magst, recherchiere doch ein bisschen über den "sauberen" Herren.
Du wirst mit Sicherheit feststellen, dass er mit RAs wie den bekannten Abmahnanwaltskanzleien auf einer Stufe steht (wenn nicht gar darunter).
Ein publicitygeiler Geldgeier, sonst nichts.
Es ist ja wohl das Recht jedes Menschen, auch eines Kriminellen zugang zu einer ärztlichen Versorgung zu haben.
Außerdem ist "Gier nach diesem Wohlstand" ja wohl nichts verwerfliches.
Eben. Unsere Meinungen diesbzüglich sind ja offenbar deckungsgleich.
 
"Es ist ja wohl das Recht jedes Menschen, auch eines Kriminellen zugang zu einer ärztlichen Versorgung zu haben."

Als siebter Gartenzwerg von links auf einem Piratenschiff von der Goldküste hat man kein Anrecht auf Kliniken in Europa sondern darf sich mit dem Gesundheitswesen des Herkunftslandes zufrieden geben. Ortsübliche Sorgfalts- und Fürsorgemassstäbe sind das zustehende.
Sozialversicherungsbeiträge von mir und den meinen sind für meine Solidargemeinschaft und nicht für so was da. Wer da Extrawürste braten will soll sie selbst zahlen oder einen Spendenaufruf starten. Dann aber mit Maximalbesteuerung.
Der Ansatz hier bei Verbrechern Caritas zu spielen ist angesichts der Armut hier insb. der Kinderarmut inakzeptabel, perfide und Spucke ins Gesicht unserer Armen.

"Außerdem ist "Gier nach diesem Wohlstand" ja wohl nichts verwerfliches."
Doch. Sich an fremdem Gut laben zu wollen ist verwerflich. Du sollst nicht begehren ... usw.
 
Blos weil er dort geboren wurde, hat er kein Recht auf medizinische Versorgung, wie rassistisch ist das denn :rolleyes:
 
ja und wenn die Leute dann hier in Deutschland ihren Freispuch bekommen haben, weil sie ja so arm sind und bloß nach Wohlstand streben, bekommen
sie noch Asyl bei uns. Weil Sie da unten ja verfolgt werden. Alles denkbar, oder?
Nur eine Frage der Zeit bis unsere Fregatte die Piraten zum Opfer begleiitet, um es mal sakarstisch auszudrücken.
Den Anwalt würde ich auf Behilfe verklagen und sein Anwaltsmandat wegnehmen, das er hier in unseren Staat auf Steuerkosten gemacht hat

Schönen Sonntag noch

DIMU
 
Hallo
ich finde es gut geregelt, das die in Kenia vor Gericht gestellt werden. Die Mentalität ist dort eine andere wie hier.
Wenn es nach mir ginge würden Piraten nur gerettet werden wenn sie selber ihr Leben retten wenn ihr Piratenschiff mit Mann und Maus versenkt worden wäre. Die Aburteilung nach billigen Ermessen in Kenia, wäre das darauf folgende.
Strafe soll durch Abschreckung erzieherisch wirken. Das kann ein deutsches Gefängnis nicht leisten, einen somalischen Piraten abzuschrecken mit Vollpension und Fernsehen....

Liebe Grüße
Carmen
 
"Blos weil er dort geboren wurde, hat er kein Recht auf medizinische Versorgung, wie rassistisch ist das denn "

Gar nicht, spielt keine Rolle beziehungsweise angemessen. Suchs dir aus. Mir ist es egal.

Die Frage ist weniger ob es rassistisch ist oder irgendwer es so empfinden könnte sondern ob es zielführend ist.

Die Rassismuskeule kann man daher getrost ignorieren.

Gegenprobe: Wäre er ebenso dort geboren, aber inzwischen nach Deutschland eingewandert und hätte bei uns eingezahlt sähe es für ihn anders aus.

Hättest Du als Bleichgesicht die Staatsbürgerschaft von Kenia angenommen oder als Staatenloser auf dem Piratenschiff angeheuert würdest Du auch den Kenianern übergeben.
Also nix mit Rassimus.

Aber zu behaupten, dass die der Strafvollzug der Kenianischen Weltkulturbereicherer "UN(ter)menschlich" ist, dass istz hier rassistisch und aufs entschiedenste zurückzuweisen
 
Das Problem ist ja nicht einfach nur, dass er_den Kenianern_übergeben wird, sondern, dass er ein Land übergeben wird, in dem menschenunwürdig mit Gefangenen umgeganen wird. So was macht man einfach nicht.

Aber zu behaupten, dass die der Strafvollzug der Kenianischen Weltkulturbereicherer "UN(ter)menschlich" ist, dass istz hier rassistisch und aufs entschiedenste zurückzuweisen
Stimmt, wenn ein Gefängnis erkrankte Gefangene keine Medikamente gibt und man das kritisiert, ist man ein Rassist, klingt logisch.
 
Aber dann muß man was in Kenia ändern und nicht "Kenia nach Deutschland holen".

Liebe Grüße
Carmen
 
Was in Kenia menschenwürdig ist, ob im konkreten Fall der Piraten oder grundsätzlich bestimmen die Kenianer UND NICHT DU.

Und ganz gewiß nicht die Anwälte und Richter aus Übersee, die sich den Blick des Kolonialherren abgewöhnen sollten.

Das die Damen und Herren dort von ihrem Recht gebrauch machen ihre eigenen -etwas liberaleren- Definitionen zu schaffen ist weniger ein Problem als ein vielmehr eine Lösung.


Ob es für Dich logisch klingt oder nicht spielt auch keine Rolle .Du hast keine Definitionshoheit.

Schade nur, dass nicht Deine Eltern Deine Meinung vertreten haben sprich ihre Gelder der Afrikahilfe gegeben haben statt zu versuchen Nachwuchs aufzuziehen und diesem eine Bildung zu geben. Wäre eine win-win Situation geworden ...

EDIT: Begründung des letzten Statements:

Was sind die Implikationen der geforderten Aufnahme des Piraten in Europa:
Die Regierung in Kenia, denen noch immer ehrliche Bauern und einfache Arbeiter verhungern kommt sich verarscht vor und ihre Antipiraten-Politik nimmt schweren Schaden.
Die Bevölkerung von Kenia kommt sich gegenüber den eigenen Kriminellen zurückgesetzt vor und zieht die richtigen Schlüsse.
Die Piraten gewinnen Nachwuchs.
Die Berichterstattung bei uns spielt den Schwarzenfeinden (KKK) in die Hände.
Die ehrlichen Kenianer im Land werden öfter angefeindet.
(Taxifahrer sind Opfer von Rassenhass, Drogendealer hatten immer nur Kunden die sich bei ihnen für den Stoff bedankten)

Die unehrlichen und kriminellen Kenianer gewinnen dadurch neues Personal.
Der Rassenhass, die Kriminalität und die Gewalt steigt auf beiden Seiten.
 

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