Ich bin kein Mediziner und auch weil es immer etwas schief wird,
so bald man anfängt Drogen miteinander zu vergleichen.
Alkohol wird in hoher Dosierung zum Nervengift und kann in ein tödliches Koma führen.
Ich habe bisher weder von Cannabistoten noch von den "Anonymen Kiffern" gehört.
(vielleicht habe ich auch die falschen Zeitungen gelesen)
Mal Scherz beiseite...
"Drogen" legale oder illegale, sind auch immer ein Spiegelbild der Gesellschaft.
Auch sind sie Modeerscheinungen unterworfen (amphetamine bei Ravern)
sogar berufsbedingte Anfälligkeiten sind statistisch nachweisbar:
unter Journalisten und Politiker findet sich der höchste Prozentsatz an ....
nein nicht "Cannabisabhängigen".
@schmodder
Nimmt man allein die chemische Wirkung einer bestimmten Subtanz unter die Lupe
(um nicht mißverstanden zu werden : auch das ist ein wichtiger Aspekt, danke dafür!)
geht man vollkommen in die Irre.
"Drogen" werden immer auch in einem bestimmten kulturellen Kontext konsumiert,
ohne den sowohl das Verhalten der Konsumenten als auch die Eingriffe des Staates
vollkommen unverständlich erscheinen.
Hinzu kommt: Die Dosis macht das Gift.
(dieser Satz dürfte eigentlich jedem Mediziner geläufig sein)
Die lange Vorrede diente nur dazu, um den politischen Kern herauszuarbeiten.
Ein Beispiel : die Regierung Schröder entblödete sich nicht vor dem
Europäischen Gerichtshof gegen das Verbot der Tabakwerbung zu klagen.
Erfolglos wie sich unschwer bemerken läßt
(ich rauche selber, aber ich habe nichts gegen ein Werbeverbot;
besonders wenn ich mir nochmal die auf Jugendliche zugeschnittene werbung
der Marke Camel vor Augen führe)
Die legalen Drogen haben eine starke (durchaus erfolgreiche Lobby)
was man von Cannabis nicht behaupten kann.
Cannabis läßt sich "problemlos" (rein botanisch gesehen) im eigenen Garten anbauen
und ist für eine industrielle Vermarktung aufgrund restriktiver Gesetze uninterressant,
abgesehen von wenigen Nischenprodukten
So gesehen ist für mich das Beharren auf einem generellen Cannabisverbot
nur folgerichtig (im Sinne von logisch nachvollziehbar)
Nun ist es aber so, daß seit der kulturellen 68er Revolution,
ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Bevölkerung sporadisch oder dauerhaft Cannabis konsumiert.
Es herscht ein sozusagen halblegaler Zustand, der erwischten "Erstkonsumenten" einen
Brief der Staatsanwaltschaft beschehrt (verfahrenseinstellung wegen Geringfügigkeit)
oder das andere Extrem : das stocknüchterne französische Studenten an der Weiterfahrt
auf einer bundesdeutschen Autobahn hindert, weil sie ein oder zwei Tage vorher in
einem holländischen Coffeeshop waren und der verwendete Drogentest positiv ausfiel.
(gesehen in einer ZDF-Reportage vor wenigen Tagen)
Mit einher geht ein Drogenschwarzmarkt dessen finanzielles Ausmaß schwer feststellbar ist.
Warum sind alle Anstrengungen der Drogenbekämpfungspolitik so ernüchternd erfolglos ?
Gerade Jugendliche haben ein feines Gespür für die Doppelzüngigkeit dieser Politik:
Verharmlosung legaler und Verteufelung illegaler Drogen.
Die neuen modernen Drogen fordern zu einem Umdenken in der Drogenpolitik
mehr Prävention weniger Sanktion.
Sind die Warnhinweise auf Tabakverpackungen ein Teil der Prävention ?
Schon... aber ein nicht wesentlicher.
Die Kampagne "Keine Macht den Drogen" traf den Kern des Problems eher.
Es geht ja gar nicht um die gelegentlichen Konsumenten (welcher Droge auch immer)
anfällig sind doch in erster Linie die sozial, psychologich Benachteiligten.
Solange unsere konservative Elite (ist nicht parteipolitisch gemeint)
daran festhält die geringen Resourcen für Bildung in einem kostspieliegen
DreiKlassenschulsystem zu vergeuden, wird sich auch in der sogenannten Drogenpolitik
wenig bewegen.
so bald man anfängt Drogen miteinander zu vergleichen.
Alkohol wird in hoher Dosierung zum Nervengift und kann in ein tödliches Koma führen.
Ich habe bisher weder von Cannabistoten noch von den "Anonymen Kiffern" gehört.
(vielleicht habe ich auch die falschen Zeitungen gelesen)
Mal Scherz beiseite...
"Drogen" legale oder illegale, sind auch immer ein Spiegelbild der Gesellschaft.
Auch sind sie Modeerscheinungen unterworfen (amphetamine bei Ravern)
sogar berufsbedingte Anfälligkeiten sind statistisch nachweisbar:
unter Journalisten und Politiker findet sich der höchste Prozentsatz an ....
nein nicht "Cannabisabhängigen".
@schmodder
Nimmt man allein die chemische Wirkung einer bestimmten Subtanz unter die Lupe
(um nicht mißverstanden zu werden : auch das ist ein wichtiger Aspekt, danke dafür!)
geht man vollkommen in die Irre.
"Drogen" werden immer auch in einem bestimmten kulturellen Kontext konsumiert,
ohne den sowohl das Verhalten der Konsumenten als auch die Eingriffe des Staates
vollkommen unverständlich erscheinen.
Hinzu kommt: Die Dosis macht das Gift.
(dieser Satz dürfte eigentlich jedem Mediziner geläufig sein)
Die lange Vorrede diente nur dazu, um den politischen Kern herauszuarbeiten.
Ein Beispiel : die Regierung Schröder entblödete sich nicht vor dem
Europäischen Gerichtshof gegen das Verbot der Tabakwerbung zu klagen.
Erfolglos wie sich unschwer bemerken läßt
(ich rauche selber, aber ich habe nichts gegen ein Werbeverbot;
besonders wenn ich mir nochmal die auf Jugendliche zugeschnittene werbung
der Marke Camel vor Augen führe)
Die legalen Drogen haben eine starke (durchaus erfolgreiche Lobby)
was man von Cannabis nicht behaupten kann.
Cannabis läßt sich "problemlos" (rein botanisch gesehen) im eigenen Garten anbauen
und ist für eine industrielle Vermarktung aufgrund restriktiver Gesetze uninterressant,
abgesehen von wenigen Nischenprodukten
So gesehen ist für mich das Beharren auf einem generellen Cannabisverbot
nur folgerichtig (im Sinne von logisch nachvollziehbar)
Nun ist es aber so, daß seit der kulturellen 68er Revolution,
ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Bevölkerung sporadisch oder dauerhaft Cannabis konsumiert.
Es herscht ein sozusagen halblegaler Zustand, der erwischten "Erstkonsumenten" einen
Brief der Staatsanwaltschaft beschehrt (verfahrenseinstellung wegen Geringfügigkeit)
oder das andere Extrem : das stocknüchterne französische Studenten an der Weiterfahrt
auf einer bundesdeutschen Autobahn hindert, weil sie ein oder zwei Tage vorher in
einem holländischen Coffeeshop waren und der verwendete Drogentest positiv ausfiel.
(gesehen in einer ZDF-Reportage vor wenigen Tagen)
Mit einher geht ein Drogenschwarzmarkt dessen finanzielles Ausmaß schwer feststellbar ist.
Warum sind alle Anstrengungen der Drogenbekämpfungspolitik so ernüchternd erfolglos ?
Gerade Jugendliche haben ein feines Gespür für die Doppelzüngigkeit dieser Politik:
Verharmlosung legaler und Verteufelung illegaler Drogen.
Die neuen modernen Drogen fordern zu einem Umdenken in der Drogenpolitik
mehr Prävention weniger Sanktion.
Sind die Warnhinweise auf Tabakverpackungen ein Teil der Prävention ?
Schon... aber ein nicht wesentlicher.
Die Kampagne "Keine Macht den Drogen" traf den Kern des Problems eher.
Es geht ja gar nicht um die gelegentlichen Konsumenten (welcher Droge auch immer)
anfällig sind doch in erster Linie die sozial, psychologich Benachteiligten.
Solange unsere konservative Elite (ist nicht parteipolitisch gemeint)
daran festhält die geringen Resourcen für Bildung in einem kostspieliegen
DreiKlassenschulsystem zu vergeuden, wird sich auch in der sogenannten Drogenpolitik
wenig bewegen.