dem muss ich leider widersprechen.
Die Erlaubnis für einen (dauerhaften) Aufenthalt wird nur noch wenigen, dafür aber nicht immer den richtigen Menschen gegeben.
...
Vielleicht war mein Beitrag missverständlich, es ging mir um die hier
bereits lebenden Ausländer/Migranten und keinesfalls um den Zuzug weiterer Menschen.
Wie ich schon andeutete, können unser Staat und seine Organe mit zur Integration beitragen. Sprachtests gibt es - leider - nur bei Einbürgerungswilligen und das noch nicht mal einheitlich in allen Bundesländern. Es wurden jahrzehntelang Fehler gemacht: ob Deutsch-Russen (-Rumänen, -Polen, etc.), die der deutschen Sprache nie mächtig waren oder Süd-/Südosteuropäer und Türken, die sich hier mehr oder weniger in Ghettos zurückzogen. Sprachkurse gibt es zuhauf und viele Ausländer können diese kostenlos oder gegen geringe Gebühren nutzen. Leider tun diese das aber vielfach nicht, vor allem die Frauen aus patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen.
Wie ich schon öfter berichtet habe, kenne ich viele Ausländer und komme mit den meisten sehr gut klar, ein wirklich guter Freund von mir stammt aus der Türkei, ist einfach nur ein hervorragender Mensch. Obwohl er tiefgläubiger (aber nicht fanatischer) Moslem ist, verstehen wir uns gut, weil jeder den anderen akzeptiert, wie er ist. Wir reden und diskutieren sehr viel und dies hat sicher viel zum Verständnis der anderen Kultur beigetragen aber genau diese Kommunikation und dieses Miteinander findet noch viel zu wenig statt.
Leider gibt es sogar ungute Entwicklungen. Ob Türken- bzw. Russengangs, Nazi-Skin-Spinner oder andere, bandenähnliche Gruppierungen - hier wird stets einseitig, aggressiv und polarisierend gelebt und gehandelt. Man kann (kriminelle) Ausländergangs nicht einfach durch Versäumnisse unseres Staates rechtfertigen. Viele Migranten sind selbst relativ ungebildet, beherrschen die eigene Sprache selbst eher schlecht und haben nur ein geringes Interesse an einer guten Schul- und Berufsausbildung ihrer Kinder. Letztere sind zudem zwischen übermäßig strikten Kulturvorstellungen der Eltern und der westlichen Gesellschaft hin- und her gerissen.
Strömungen dagegen sind leider u. A. die strikt konservativen Verhaltensregeln der Migranten, die hier strenger leben als in ihren ursprünglichen Heimatländern. Ein Beispiel wäre, dass in Berlin verhältnissmäßig weitaus mehr Türkinnen mit Kopftuch oder noch mehr Verhüllung rumlaufen als in Istanbul.
Es ist klar, dass es noch viel zu tun gibt und man wird auch nicht in zwei oder drei Jahren einen Durchbruch in der Integration schaffen können. Bemühen sollten sich alle Seiten, vor allem offener und vorbehaltloser aufeinander zugehen. Denn keiner wird sich ernsthaft vorstellen können, dass wir mehrere Millionen an Migranten aus Deutschland einfach so aus dem Land werfen können. Außerdem kann der Kontakt mit anderen Kulturen auch unser Leben bereichern.
@ Mr, Anderson:
Dass Bürgerkriegsflüchtlinge vom Balkan, die seit 15 und mehr Jahren hier leben und arbeiten, jetzt wieder ausreisen sollen, halte ich für riesigen Unfug. Allerdings können wir NEU sicher nicht jeden Ausländer hier aufnehmen, der gerne in Deutschland leben will. Irgendwo muss man halt Grenzen ziehen. Alles andere wäre Utopie und wenn man es zu leicht macht mit der Einreise, würde das eben auch reine Wirtschaftsflüchtlinge anziehen.