Rechtsextremismus - vereinbar mit dem deutschen Wertesystem?

Schorschinho

Well-known member
Nachdem die Straftaten von Rechts seit Jahren sich wie die Karnickel vermehren, ist es wohl an der Zeit einen gesellschaftlichen Diskurs zu beginnen wie man mit den Feinden "von innen" umgehen soll. Soll Deutschland ein autokratischer Staat werden, in dem kein Platz für Ausländer und Juden besteht? oder wollen wir eine freie Gemeinschaft in der auch Platz für andersfarbige oder andersgläubige besteht?
Als hintergrundinfo hier eine definition aus dem Verfassungsschutzbericht 2005
Verfassungsschutzbericht schrieb:
Das rechtsextremistische Weltbild wird von nationalistischen und
rassistischen Anschauungen geprägt. Dabei herrscht die Auffassung
vor, die ethnische Zugehörigkeit zu einer Nation oder Rasse entscheide
über den Wert eines Menschen. Da nach rechtsextremistischem
Verständnis diesem Kriterium auch die Menschen- und Bürgerrechte
untergeordnet werden, stehen Rechtsextremisten in
einem tiefgreifenden Widerspruch zum Grundgesetz, das diesen
Rechten besonderen Rang und Schutzwürdigkeit einräumt. So lehnen
Rechtsextremisten das für jedes Individuum geltende universale
Gleichheitsprinzip ab, wie es Art. 3 des Grundgesetzes konkretisiert.
http://www.verfassungsschutz.de/de/publikationen/verfassungsschutzbericht/

Dass Deutschland schon alleine wegen dem Demografischen Wandel nicht auf Zuwanderung verzichten kann, ist seit Jahren klar. Wir Deutschen bekommen immer weniger Kinder, die Gesellschaft vergreist und in wenigen Jahren werden wir händeringend nach jungen Menschen suchen, die noch arbeiten, da die Älteren in Rente sind. Dennoch beharren diese Unbelehrbaren darauf, dass das Boot voll sei. Angst vor andersfarbigen oder andersgläubigen ist jedoch kein Weg der Deutschland voranbringt. Abgesehen davon dass dieses Gedankengut im Widerspruch zum Grundgesetz und zu den Menschenrechten steht, führt es auch zur gesellschaftlichen Isolation statt der vielgeforderten Integration.

Verfassungsschutzbericht schrieb:
Rechtsextremismus tritt in Deutschland mit unterschiedlichen Ausprägungen
nationalistischer, rassistischer und antisemitischer Ideologieelemente
und unterschiedlichen, sich daraus herleitenden Zielsetzungen
auf. Bei den rechtsextremistischen Parteien finden sich
eher nationalistische Positionen. Ihnen gilt die Nation als oberstes
Prinzip; damit einher geht eine Abwertung der Menschen- und Bürgerrechte.
Dies hat insbesondere eine Ablehnung der Gleichheitsrechte
für diejenigen zur Folge, die nicht dem – von ihnen ausschließlich
ethnisch definierten – „Deutschen Volk“ angehören.
Dass es das Deutsche Volk so nicht gibt und nie gegeben hat und dass die Deutschen auch nicht auf die Germanen (die im Zuge der Völkerwanderung nach Westen reisten) wird dabei gerne vergessen. Deutschland war auch schon vor 100 Jahren Multikulti. Durch diverse Kriege kamen Menschen von allen Herren Ländern nach Deutschland und hinterließen ihre Gene. Römer, Schweden, Franzosen, Slavische Völker um nur einige zu nennen. Von daher stellt sich schon die grundlegende Frage: Was ist deutsch? Jemand dessen Stammbaum seit 100 oder 200 Jahre auf Menschen zurückzuführen ist, die in Deutschland geboren wurden? Wenn man das so definieren würde, müsste man mittlerweile viele Nachkommen, der ersten Generation der Einwanderer aus Italien und der Türkei als Deutsche definieren. Oder geht es um so unwesentliche Merkmale wie Nase, Hautfarbe? Wichtig ist doch der Mensch der dahintersteht und nicht wie er aussieht.
Wikipedia schrieb:
Seit 1990 stiegen rechtextremistische Gewalt- und Straftaten sprunghaft an (1990: 390; 1992: 2639). Mindestens 134 Menschen wurden bis heute vor allem aus fremdenfeindlichen Motiven ermordet.[7]
http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismus
134 menschen die nur deswegen sterben mußten weil sie nicht aussehen wie die "völkische Gemeinschaft" es will? Ist das das Deutschland in dem wir leben wollen?
Bundeszentrale für politische Bildung schrieb:
Rechtsextremismus ist längst keine Randerscheinung mehr. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet sind Strukturen entstanden, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen. Der Rechtsextremismus beginnt langsam, die Alltagskultur zu durchdringen. Es ist eine Graswurzelrevolution, die die Zivilgesellschaft bedroht.
http://www.bpb.de/themen/R2IRZM,0,Rechtsextremismus.html
Gerade durch nicht ganz so plumpe aber dennoch populistische Forderungen gelingt es den Rechten nach und nach die Gesellschaft und insb die weniger gebildeten auf ihre Seite zu ziehen und Zustimmung zu ernten. Worauf das hinausläuft sieht man ja in einigen Gebieten Ostdeutschlands in denen sich die NPD breitmachen konnte und offensichtlich auf ein breites Wählerpotential zurückgreifen kann. Dass dort die Straftaten aus rechtsextremen Hintergrund einhergehend steigen ist nicht verwunderlich.

Aber auch der Ausstieg aus der rechtsextremen Szene gestaltet sich schwierig
Wenn man feststellt, dass man fast sein ganzes Leben in einem Riesenirrtum gelebt hat und dafür auch Verbrechen begangen hat, damit muss man erst mal fertig werden. Für mich ist der Rechtsextremismus der große Aberglaube des 20. oder 21. Jahrhunderts. Das ist wie der Ausstieg aus einer Psychosekte. Es gab dann natürlich auch Drohungen über Telefon, über Internet, über Briefe.
http://www.bpb.de/themen/MD67I1,1,0...der_gro%DFe_Aberglaube_unserer_Zeit.html#art1

Totschweigen hilft also nichts, die Gesellschaft muß handeln und den Rechtsextremismus wieder aus der Zivilgesellschaft zurückdrängen.
 
Meiner Meinung nach, müssten beide Seiten der Medaillie betrachtet werden. Es genügt nicht nur, sich mit den Nationalsozialisten zu befassen. Man muss sich auch mit den Sozialschmarotzern im Allgemeinen befassen. Und mit der Kleinkriminalität muss man auch besser umgehen. Damit könnte man schon einen Teil der Argumente der rechten Parteien entkräften.

Ach ja, schafft endlich den Begriff Multi-Kulti ab. Der Verhindert, das die Leute als Gemeinschaft ordentlich zusammenwachsen.
 
mit den "Sozialschmarozern" wird sich ja schon beschäftigt, was meinste was Hartz4 für einen Betroffenen bedeutet? Da ist nix mehr mit "sich gut gehen und die Sonne auf den Pelz scheinen lassen". Ich bin jedenfalls froh dass ich Arbeit habe und mir das nicht antun muß.
 
Nicht die die da unabsichtlich Reinfallen. Sondern die die das mit voller Absicht tun. Gut, man kann da schwer differenzieren. Aber es gibt diese Leute. Verstehst du, auf was ich hinauswill?
 
Jackomo schrieb:
Nicht die die da unabsichtlich Reinfallen. Sondern die die das mit voller Absicht tun. Gut, man kann da schwer differenzieren. Aber es gibt diese Leute. Verstehst du, auf was ich hinauswill?
ja ich verstehe, doch diese minderheit kann sich das nun eben auch nicht mehr leisten. Hartz4 ist am unteren ende des existenszminimums. abgesehen davon haben wir nicht knapp 4 mio arbeitslose weil diese menschen arbeitsunwillig wären, sondern weil es an arbeitsplätzen fehlt. Diese sind nun in Osteuropa oder Asien zu finden. Von daher muß das vordringlichste Ziel eher sein Arbeitsplätze zu schaffen, dann wird man schnell sehen wer arbeiten will und wer sich hängen lässt und für diejenigen die unwillig sind gibts ja auch entsprechende strafen, die ihre schon jetzt geringen mittel noch weiter reduzieren.
von daher, nein, ich denke nicht dass die "sozialschmarotzer" ein problem sind. sie waren es vor jahren, aber jetzt sind nicht mehr die selben verhältnisse wie damals. Von daher kann ich es auch nicht wirklich nachvollziehen warum das thema weiterhin den rechtsextremen in die hände spielt.
 
Welches Thema spielt ihnen den sonst enorm zu?

Es ist nunmal durch falsche Politik soweit gekommen. Die Leute sehen das Thema, sie sind betroffen.

Dann muss man eben die Arbeitslosenzahlen verringern und einige Fehlentscheidungen hinsichtlich der Politik wieder Rückgängig machen. Nen paar Gesetze entschlacken und große Finanztransfers und Abwanderung von Firmen verhindern. Ach ja, und ein paar Schutzzölle mehr einführen. Damit sich der Arbeitsmarkt wieder erholen kann. Dann wäre dieses Thema gegessen.

Ok. Dass unsere Politiker wohl kaum den Mut haben, was wirklich langfristiges durchzuziehen, weiß ich auch. Aber irgendwann muss endlich jemand anfangen.
 
ich denke es ist zu einfach zu sagen, die politik ist daran schuld, dass die rechtsextremen erstarken. es liegt mindestens genauso an der masse der menschen die sich durch diese sprüche verblenden lässt. Aber die entwicklungen der letzten monate und jahre zeigen dass auch das zu kurz gegriffen ist. Die NPD wähnt sich mit ihrer Propaganda in der Mitte der Gesellschaft und offensichtlich scheint dies in einigen Gebieten Deutschlands auch Realität zu sein. Eine bedenkliche Entwicklung der jeder, egal ob Politiker oder nicht entgegenstehen muß. Und hier fängts für mich an. Ich bin kein Politiker sondern Bürger und ich möchte nicht dass diese Rattenfänger eines Tages unser Land zerstören. Sicher ist der Osten für mich weit weg- aber das macht meine Sorge nicht wesentlich geringer.

Wir haben zwei Möglichkeiten, Wegschauen oder Handeln. Wegschauen ist für mich keine Lösung, also bleibt nur zu handeln. Und handeln bedeutet für mich nicht Rechten auf die Nase zu hauen, sondern das Problem auch zum Thema zu machen, dafür zu sorgen, dass sich auch andere Menschen Gedanken machen in was für einem Land sie leben wollen - und ob sie nicht vielleicht auch keinen Bock auf ein zweites drittes Reich haben.
 
@ Schorschinho:

Schorschinho schrieb:
Totschweigen hilft also nichts, die Gesellschaft muß handeln und den Rechtsextremismus wieder aus der Zivilgesellschaft zurückdrängen.

Was willst Du konkret tun? Wie soll dieses "Zurückdrängen" funktionieren?
Soviel ich bislang gesehen und gehört habe bewegen sich die meisten (ernst zu nehmenden) Rechtsradikalen mit ihren Äußerungen auf rechtlich gesichertem Boden. Die Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter, die können wir schlecht abschaffen um diesen Menschen beizukommen oder?

Gruß,
smallwood
 
du sprichst eines der wesentlichen probleme im umgang mit rechtsradikalen an. und du hast leider recht, sie unterlassen plumpe strafbare heil hitler rufe.. also stellt sich die frage: was kann man tun:

zum einen eben nicht die klappe zu halten. wenn du einen rechtsextremen entlarfst, dann eben nicht stille halten sondern auch genau das äussern, dass er kein normaler mensch ist, sondern dieses gedankengut verbreiten sucht

ich bin kein mensch der zu gewalt neigt oder sie befürwortet von daher bleibt mir nur der weg der aufklärung. Ich halte es für erforderlich stellung zu nehmen. wenn jemand rechtsextremes gedankengut - egal wie er es verpackt - verbreitet ist es notwendig dieses auch klarzustellen und aufzuzeigen wessen geistes kind diese person ist. der rest der dieser person zuhört, nun der muß selbstverantwortlich erkennen was das für ein typ ist. ich kann nicht millionen von menschen das denken abnehmen, ich kann nur aufklären.
 
Schorschinho schrieb:
zum einen eben nicht die klappe zu halten. wenn du einen rechtsextremen entlarfst, dann eben nicht stille halten sondern auch genau das äussern, dass er kein normaler mensch ist, sondern dieses gedankengut verbreiten sucht

Das ist eine Möglichkeit. Ich denke allerdings, dass viele Deutsche das bereits so machen. Wir sind doch im Grunde genommen alle schon hypersensibilisiert wenn es um das Thema Ausländerfeindlichkeit geht, meinst Du nicht? Trotz (oder wegen?) dieser Hypersensibilisierung gibt es offenbar eine Menge Leute, die die NPD wählen - möglicherweise nicht einmal aus echter Überzeugung sondern aus Wut darüber wie uns die anderen Parteien stets und ständig belügen und betrügen? (Eine Milchmädchenrechnung freilich - zumal in der NPD noch größere und schlimmere Lügner und Betrüger hocken.) Viele Bürger sind auch einfach nicht wirklich politisch aufgeklärt, beziehen ihr politisches Wissen von den Schlagzeilen der "Bild" und haben nicht das Interesse den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen. So ist es wenig verwunderlich, dass Parteien wie die NPD stetigen Zulauf haben.

Ich zweifle ob Aufklärungsgespräche viel bringen werden ...

Gruß,
smallwood
 
Rechtsextremismus ist für mich ein Ausdruck von Unverstandenheit, Allein sein, Perspektivlosigkeit usw der Betroffenen, also der Rechten.
Für mich sind das arme kleine Würstchen, die damals in der Schule nicht aufgepasst haben und keinen ordentlichen Abschluss in der Tasche haben und meinen sie müssten dann das ganze auf die Ausländer schieben. Dann gibt es noch die Funktionäre oben, die wirklich an die ganze Sache glauben und den Weltkrieg Nr. 2 befürworten als Befreiungsschlag des deutschen Volkes gegen den Rest der Welt.
Was wollen diese rechten Ratten erreichen? Keine Ausländer mehr in Deutschland? Ich denke, dann dürfte die Hälfte, wenn nicht sogar mehr, mit abwandern, da sie garantiert kein "reines" Blut haben seid 10 Generationen! Ausserdem müsste sich Deutschland nach aussen hin völlig abriegeln, was in der heutigen Zeit der Globalisierung wohl nicht zu schaffen ist!
Globalisierung, das Stichwort. Ich denke, dass es immer weniger Rechtsextreme geben wird, da sie im Keim erstickt werden. Sie haben keien Chance sich da gegen zu wehren, dass die Grenzen immer mehr verschwinden werden (ich bin da ein Befürworter von Europa als LAND mit einzelnen Staaten, ähnlich den USA). Ich bin für Multi Kulti, je mehr desto besser. Wir leben immerhin alle zusammen auf einem Planeten, einige haben sich ihrer Heimat angepasst und dunklere Hautfarben entwickelt um sich vor der Sonne zu schützen, wir haben hellere Haut, weil wir hier nicht so eine Extremsonne haben. Wo ist da das Problem? Erkennt ihr einen Juden auf der Straße? Also ich nicht, mir it es völlig egal wer welcher Herkunft ist, was er glaubt ode rwas er denkt. Mir geht es darum ob ich mit jemandem klar komme oder nicht. Fertig!



EDIT:
Eigentlich muss es heißen, dass sich einige Menschen ihrer Heimat angepasst haben und HELLE Haufarben entwickelt haben,denn wie wir alle wissen waren di ersten Menschen schwarz und nicht weiss!!!!
 
@ LongbowArcher

LongbowArcher schrieb:
(...)
Globalisierung, das Stichwort. Ich denke, dass es immer weniger Rechtsextreme geben wird, da sie im Keim erstickt werden. Sie haben keien Chance sich da gegen zu wehren, (...)

Das denkst Du Dir zu einfach. Rechtsextremismus ist eine Einstellung, es ist Gedankengut, eine Ideologie. Den rottest Du nicht einfach aus, indem Du sie mit Ausländern "erstickst". Es sind jetzt 60 Jahre vergangen, wir haben unzählige Zuwanderer hier in Deutschland und die Ideologie als solche gilt sowohl national als auch international als verachtenswert. Hat das dazu beigetragen den Rechtsextremismus auszurotten? Eben ...

LongbowArcher schrieb:
(...) dass die Grenzen immer mehr verschwinden werden (ich bin da ein Befürworter von Europa als LAND mit einzelnen Staaten, ähnlich den USA). Ich bin für Multi Kulti, je mehr desto besser.
(...)

Ich bin ein Gegner von Europa als Abklatsch von Amerika, wir haben einen völlig anderen geschichtlichen Hintergrund und wir haben - im Gegensatz zu den Amerikanern - Kultur und zwar in jedem europäischen Land eine jeweils andere. Wie willst Du das denn alles vereinen ohne dass dabei jemand auf der Strecke bleibt? Wer sagt Dir, dass die anderen Europäer Deinen Wunsch teilen und bereit sind ihre Kultur mit unserer zu vermischen?

LongbowArcher schrieb:
(...)
mir it es völlig (...) was er glaubt ode rwas er denkt. Mir geht es darum ob ich mit jemandem klar komme oder nicht. Fertig!

Wenn es Dir darum geht ob Du mit jemandem klar kommst oder nicht, kann Dir nicht egal sein was er glaubt oder denkt. :wink:

Gruß,
smallwood
 
Ich habe nicht geschrieben, dass Europa wie die USA sein sollen, sondern ähnlich. Sprich es sollte eine Regierung geben unter der die europäischen Länder existieren ähnlich den Staaten in den USA. Ich habe auch nicht gesagt, dass alle dafür sind, ich habe lediglich gesagt, dass ich ein Befürworter dessen bin. Nicht mehr und nicht weniger.###


Ob du es glaubst oder nicht, ich bin sehr tolerant, also ist es mir bis zu einem gewissen Grade egal was jemand glaubt oder denkt.

Nein, der Rechtsextremismus ist daruch sicherlich nicht ausgerottet worden, aber ist er es durch 60 Jahre lange Diskussionen? Nein, das ist eben ein langer Prozess! Ganz ausrotten wirst du dieses Gedankengut nie.
 
smallwood schrieb:
Rechtsextremismus ist eine Einstellung, es ist Gedankengut, eine Ideologie. Den rottest Du nicht einfach aus, indem Du sie mit Ausländern "erstickst". Es sind jetzt 60 Jahre vergangen, wir haben unzählige Zuwanderer hier in Deutschland und die Ideologie als solche gilt sowohl national als auch international als verachtenswert. Hat das dazu beigetragen den Rechtsextremismus auszurotten? Eben ...
Die Fremdenangst ist allerdings in Gebieten in denen wenig bis keine ausländische Mitbürger wohnen deutlich stärker als in Gebieten wo man mit ausländischen Mitbürgern aufwächst. Das Problem ist wohl eher dass es sich in Deutschland eher zu größeren Zentren mit ausländischen Mitbürgern entwickelt statt dass sie in der Breite wohnen. Der tägliche Umgang mit ausländischen Mitbürgern würde sicherlich vielen Demagogen den Boden unter den Füßen wegziehen.
 
LongbowArcher schrieb:
Ich habe nicht geschrieben, dass Europa wie die USA sein sollen, sondern ähnlich. Sprich es sollte eine Regierung geben unter der die europäischen Länder existieren ähnlich den Staaten in den USA. (...)

Auch das ist unrealistisch, es sprechen die gleichen Gründe dagegen die ich bereits aufgeführt habe. Die europäischen Staaten haben nicht einmal alle ein einheitliches Regierungssystem, es waren nicht einmal alle Europäer bereit sich den Euro "auf's Auge drücken zu lassen", Europa ist sich nicht einig und die europäischsten aller Europäer sind ohnehin die Deutschen. Frag mal Franzosen oder Engländer was sie von Europa halten.


LongbowArcher schrieb:
Ich habe auch nicht gesagt, dass alle dafür sind, ich habe lediglich gesagt, dass ich ein Befürworter dessen bin. Nicht mehr und nicht weniger.###

Und ich gab lediglich zu bedenken, dass die anderen Europäer möglicherweise nicht wirklich begeistert sein werden von Deiner Idee. Nicht mehr und nicht weniger.

LongbowArcher schrieb:
Ob du es glaubst oder nicht, ich bin sehr tolerant, also ist es mir bis zu einem gewissen Grade egal was jemand glaubt oder denkt.

Den "gewissen Grad" hast Du allerdings jetzt erst erwähnt und damit Deine Aussage von vorhin relativiert. :smile:

LongbowArcher schrieb:
Nein, der Rechtsextremismus ist daruch sicherlich nicht ausgerottet worden, aber ist er es durch 60 Jahre lange Diskussionen? Nein, das ist eben ein langer Prozess! Ganz ausrotten wirst du dieses Gedankengut nie.

Es ist allerdings illusorisch zu glauben, dass sich dieses Problem von alleine erledigen wird. Diskussionen tragen in aller Regel dazu bei, dass sich bei den Beteiligten der Horizont erweitert, zumindest aber fördern Diskussionen den Dialog. Menschen, die aufgrund von mangelnder Bildung falschen Ideologien anhängen, kann man auf diese Weise evtl. dazu verhelfen ihren Irrtum zu erkennen.

Gruß,
smallwood
 
Schorschinho schrieb:
Die Fremdenangst ist allerdings in Gebieten in denen wenig bis keine ausländische Mitbürger wohnen deutlich stärker als in Gebieten wo man mit ausländischen Mitbürgern aufwächst. Das Problem ist wohl eher dass es sich in Deutschland eher zu größeren Zentren mit ausländischen Mitbürgern entwickelt statt dass sie in der Breite wohnen. Der tägliche Umgang mit ausländischen Mitbürgern würde sicherlich vielen Demagogen den Boden unter den Füßen wegziehen.

Toll. Du hast das Problem auf den Punkt gebracht. Aber wie kann man die Einwanderer dazu bringen, sich in der breite anzusiedeln, anstatt in den Großstätten.

Dieses Problem kann wohl nicht von Heut auf Morgen bewältigt werden.

P.S. Schafft endlich den Begriff Multi-Kuli ab. Er schadet mehr, als dass er nützt. Entweder die Menschen respektieren sich, oder sie respektieren sich nicht.
 
ich fürchte das kind ist bereits in den brunnen gefallen. du kannst ja schlecht anfangen die menschen zu enteignen.
eine möglichkeit wäre sicherlich bei der vergabe von bauplätzen darauf zu achten dass es kein übergewicht einer einzelnen nation gibt, aber ich glaub nicht das das praktiziert wird.
 
Schorschinho schrieb:
ich fürchte das kind ist bereits in den brunnen gefallen. du kannst ja schlecht anfangen die menschen zu enteignen.
eine möglichkeit wäre sicherlich bei der vergabe von bauplätzen darauf zu achten dass es kein übergewicht einer einzelnen nation gibt, aber ich glaub nicht das das praktiziert wird.
Bei Schiffsbesatzungen wird dies oft praktiziert. Man achtet darauf, dass sich nicht zuviele Leute einer Bevölkerungsgruppe in der selben Abteilung befinden. Sonst kommt es zur Bildung mafiöser Strukturen...

Die haben das verstanden.
 
Aber ein Land ist da doch schon etwas größer.
Gibt es andere Länder in denen soetwas gemacht wird?
 
Ynwaps schrieb:
Aber ein Land ist da doch schon etwas größer.
Gibt es andere Länder in denen soetwas gemacht wird?
könntest du mir etwas von dem stoff abgeben den du grad genommen hast?
 

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