Schorschinho
Well-known member
Nachdem die Straftaten von Rechts seit Jahren sich wie die Karnickel vermehren, ist es wohl an der Zeit einen gesellschaftlichen Diskurs zu beginnen wie man mit den Feinden "von innen" umgehen soll. Soll Deutschland ein autokratischer Staat werden, in dem kein Platz für Ausländer und Juden besteht? oder wollen wir eine freie Gemeinschaft in der auch Platz für andersfarbige oder andersgläubige besteht?
Als hintergrundinfo hier eine definition aus dem Verfassungsschutzbericht 2005
Dass Deutschland schon alleine wegen dem Demografischen Wandel nicht auf Zuwanderung verzichten kann, ist seit Jahren klar. Wir Deutschen bekommen immer weniger Kinder, die Gesellschaft vergreist und in wenigen Jahren werden wir händeringend nach jungen Menschen suchen, die noch arbeiten, da die Älteren in Rente sind. Dennoch beharren diese Unbelehrbaren darauf, dass das Boot voll sei. Angst vor andersfarbigen oder andersgläubigen ist jedoch kein Weg der Deutschland voranbringt. Abgesehen davon dass dieses Gedankengut im Widerspruch zum Grundgesetz und zu den Menschenrechten steht, führt es auch zur gesellschaftlichen Isolation statt der vielgeforderten Integration.
134 menschen die nur deswegen sterben mußten weil sie nicht aussehen wie die "völkische Gemeinschaft" es will? Ist das das Deutschland in dem wir leben wollen?
Gerade durch nicht ganz so plumpe aber dennoch populistische Forderungen gelingt es den Rechten nach und nach die Gesellschaft und insb die weniger gebildeten auf ihre Seite zu ziehen und Zustimmung zu ernten. Worauf das hinausläuft sieht man ja in einigen Gebieten Ostdeutschlands in denen sich die NPD breitmachen konnte und offensichtlich auf ein breites Wählerpotential zurückgreifen kann. Dass dort die Straftaten aus rechtsextremen Hintergrund einhergehend steigen ist nicht verwunderlich.
Aber auch der Ausstieg aus der rechtsextremen Szene gestaltet sich schwierig
Totschweigen hilft also nichts, die Gesellschaft muß handeln und den Rechtsextremismus wieder aus der Zivilgesellschaft zurückdrängen.
Als hintergrundinfo hier eine definition aus dem Verfassungsschutzbericht 2005
http://www.verfassungsschutz.de/de/publikationen/verfassungsschutzbericht/Verfassungsschutzbericht schrieb:Das rechtsextremistische Weltbild wird von nationalistischen und
rassistischen Anschauungen geprägt. Dabei herrscht die Auffassung
vor, die ethnische Zugehörigkeit zu einer Nation oder Rasse entscheide
über den Wert eines Menschen. Da nach rechtsextremistischem
Verständnis diesem Kriterium auch die Menschen- und Bürgerrechte
untergeordnet werden, stehen Rechtsextremisten in
einem tiefgreifenden Widerspruch zum Grundgesetz, das diesen
Rechten besonderen Rang und Schutzwürdigkeit einräumt. So lehnen
Rechtsextremisten das für jedes Individuum geltende universale
Gleichheitsprinzip ab, wie es Art. 3 des Grundgesetzes konkretisiert.
Dass Deutschland schon alleine wegen dem Demografischen Wandel nicht auf Zuwanderung verzichten kann, ist seit Jahren klar. Wir Deutschen bekommen immer weniger Kinder, die Gesellschaft vergreist und in wenigen Jahren werden wir händeringend nach jungen Menschen suchen, die noch arbeiten, da die Älteren in Rente sind. Dennoch beharren diese Unbelehrbaren darauf, dass das Boot voll sei. Angst vor andersfarbigen oder andersgläubigen ist jedoch kein Weg der Deutschland voranbringt. Abgesehen davon dass dieses Gedankengut im Widerspruch zum Grundgesetz und zu den Menschenrechten steht, führt es auch zur gesellschaftlichen Isolation statt der vielgeforderten Integration.
Dass es das Deutsche Volk so nicht gibt und nie gegeben hat und dass die Deutschen auch nicht auf die Germanen (die im Zuge der Völkerwanderung nach Westen reisten) wird dabei gerne vergessen. Deutschland war auch schon vor 100 Jahren Multikulti. Durch diverse Kriege kamen Menschen von allen Herren Ländern nach Deutschland und hinterließen ihre Gene. Römer, Schweden, Franzosen, Slavische Völker um nur einige zu nennen. Von daher stellt sich schon die grundlegende Frage: Was ist deutsch? Jemand dessen Stammbaum seit 100 oder 200 Jahre auf Menschen zurückzuführen ist, die in Deutschland geboren wurden? Wenn man das so definieren würde, müsste man mittlerweile viele Nachkommen, der ersten Generation der Einwanderer aus Italien und der Türkei als Deutsche definieren. Oder geht es um so unwesentliche Merkmale wie Nase, Hautfarbe? Wichtig ist doch der Mensch der dahintersteht und nicht wie er aussieht.Verfassungsschutzbericht schrieb:Rechtsextremismus tritt in Deutschland mit unterschiedlichen Ausprägungen
nationalistischer, rassistischer und antisemitischer Ideologieelemente
und unterschiedlichen, sich daraus herleitenden Zielsetzungen
auf. Bei den rechtsextremistischen Parteien finden sich
eher nationalistische Positionen. Ihnen gilt die Nation als oberstes
Prinzip; damit einher geht eine Abwertung der Menschen- und Bürgerrechte.
Dies hat insbesondere eine Ablehnung der Gleichheitsrechte
für diejenigen zur Folge, die nicht dem – von ihnen ausschließlich
ethnisch definierten – „Deutschen Volk“ angehören.
http://de.wikipedia.org/wiki/RechtsextremismusWikipedia schrieb:Seit 1990 stiegen rechtextremistische Gewalt- und Straftaten sprunghaft an (1990: 390; 1992: 2639). Mindestens 134 Menschen wurden bis heute vor allem aus fremdenfeindlichen Motiven ermordet.[7]
134 menschen die nur deswegen sterben mußten weil sie nicht aussehen wie die "völkische Gemeinschaft" es will? Ist das das Deutschland in dem wir leben wollen?
http://www.bpb.de/themen/R2IRZM,0,Rechtsextremismus.htmlBundeszentrale für politische Bildung schrieb:Rechtsextremismus ist längst keine Randerscheinung mehr. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet sind Strukturen entstanden, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen. Der Rechtsextremismus beginnt langsam, die Alltagskultur zu durchdringen. Es ist eine Graswurzelrevolution, die die Zivilgesellschaft bedroht.
Gerade durch nicht ganz so plumpe aber dennoch populistische Forderungen gelingt es den Rechten nach und nach die Gesellschaft und insb die weniger gebildeten auf ihre Seite zu ziehen und Zustimmung zu ernten. Worauf das hinausläuft sieht man ja in einigen Gebieten Ostdeutschlands in denen sich die NPD breitmachen konnte und offensichtlich auf ein breites Wählerpotential zurückgreifen kann. Dass dort die Straftaten aus rechtsextremen Hintergrund einhergehend steigen ist nicht verwunderlich.
Aber auch der Ausstieg aus der rechtsextremen Szene gestaltet sich schwierig
http://www.bpb.de/themen/MD67I1,1,0...der_gro%DFe_Aberglaube_unserer_Zeit.html#art1Wenn man feststellt, dass man fast sein ganzes Leben in einem Riesenirrtum gelebt hat und dafür auch Verbrechen begangen hat, damit muss man erst mal fertig werden. Für mich ist der Rechtsextremismus der große Aberglaube des 20. oder 21. Jahrhunderts. Das ist wie der Ausstieg aus einer Psychosekte. Es gab dann natürlich auch Drohungen über Telefon, über Internet, über Briefe.
Totschweigen hilft also nichts, die Gesellschaft muß handeln und den Rechtsextremismus wieder aus der Zivilgesellschaft zurückdrängen.