Private Internetnutzung kein Kündigungsgrund

smallwood

Well-known member
Private Internetnutzung kein Kündigungsgrund

Wer bei der Arbeit zu privaten Zwecken das Internet nutzt, dem darf nicht ohne weiteres gekündigt werden. Dies entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz.
(...)

weiter im Original auf Onlinekosten.de

Ich kann der Argumentation des Gerichts nicht folgen, zumal ich Zigarettenpausen ebenfalls als Pflichtverletzung eines Arbeitnehmers ansehe. Blöd auch, dass dieses Gericht der Meinung ist, dass ein Arbeitnehmer erst dann seine Pflichten dem Arbeitgeber gegenüber verletzt, wenn er beispielsweise "erhebliche Mengen von Daten" aus dem Internet auf betriebseigene Datensysteme herunterläd - "Guten Morgen liebe Richter!" kann ich dazu nur sagen. Einmal mehr zeigt sich hier, dass IT-Sicherheit für die meisten Menschen noch ein Fremdwort ist ... was man sich allein beim Öffnen eines popligen E-Mailanhangs alles einhandeln kann scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben.
Ich kann übrigens den Arbeitgeber der hier klagenden Bürokauffrau sehr gut verstehen, er bezahlt sie nicht für's Surfen, Beantworten irgendwelcher privater E-Mails oder ähnliches. Ich hätte sie zumindest abgemahnt für ein solches Verhalten.

Gruß,
smallwood
 
Eine Stunde im Monat privat im Internet zu surfen ist aber wirklich verschwindend wenig. Jedoch sollte heutzutage die private Internetnutzung im Arbeitsvertrag geregelt sein und so für klare Verhältnisse sorgen.
 
Also ich schließe mich da mal AlienREd an , denn ich finde das auch nicht tragisch , wenn man bei durchschnittlich 24 Arbeitstagen und 8 Stunden Pro Tag , also 192 Stunden , dann mal eine Stunde das Netz privat benutz! Überleg mal , das sind nur 2,5 Minuten pro tag , also ich finde , das ist echt verkraftbar. Ob man nun später aus der Pause mal kommt , oder 2 Minuten nebenher surft für private Zwecke , ist doch nicht tragisch!Sicher nicht vorbildlich , aber keinesfalls ein Kündigungsgrund!
mfg Rayen
 
Wenn der Arbeitgeber privates Surfen oder ähnliche Beschäftigungen nicht ausdrücklich erlaubt, sollte man als Arbeitnehmer zumindest fragen ob der Chef etwas dagegen hat. Die Zeitangabe von 1 Stunde pro Monat stammt übrigens von der Klägerin, wie verlässlich diese Angabe ist sei mal dahingestellt ...
Mein Hauptargument gegen private Ausflüge ins Internet mit Firmenrechnern ist das (unnötige) Sicherheitsrisiko für die Firmendaten und somit für die gesamte Firma.

Gruß,
smallwood

P.S.: wäre es eigentlich auch "nicht tragisch", wenn der Chef diese privat genutzte Stunde pro Monat vom Gehalt abzöge oder würde da evtl. manch einer versuchen auf die Barrikaden zu gehen?
 
smallwood schrieb:
Wenn der Arbeitgeber privates Surfen oder ähnliche Beschäftigungen nicht ausdrücklich erlaubt, sollte man als Arbeitnehmer zumindest fragen ob der Chef etwas dagegen hat. Die Zeitangabe von 1 Stunde pro Monat stammt übrigens von der Klägerin, wie verlässlich diese Angabe ist sei mal dahingestellt ...
Mein Hauptargument gegen private Ausflüge ins Internet mit Firmenrechnern ist das (unnötige) Sicherheitsrisiko für die Firmendaten und somit für die gesamte Firma.

Gruß,
smallwood

P.S.: wäre es eigentlich auch "nicht tragisch", wenn der Chef diese privat genutzte Stunde pro Monat vom Gehalt abzöge oder würde da evtl. manch einer versuchen auf die Barrikaden zu gehen?

Ach das gibts ja eh nichtmehr so oft! Ich bin zwar noch Schüler ,aber bei einem Schulpraktikum , hab ich auch in der EDV Abteilung einer Firma gearbeitet und dort hatten wir die komplette Kontrolle...wir konnten machen was wir wollen (klar , als Admins:biggrin:) , aber wir konnten auch ganz genau sehen wer gerade was macht und konnten auch die Leute schön nerven und haben ab und an mal ne Fehlernachricht geschrieben , das sie wieder an die Arbeit gehn sollen:klatsch_3:
Aber da Ebay und so eh ( fast immer )gesperrt sind in den Firmen macht das nix find ich^^....sicher sollte man sowas fragen , aber es ist auch Sache der Firma , sowas zu verhindern , durch zb. verstärkte EDV Abteilungen!Aber wenn man sowas macht , vonwegen privat abziehen , müssten sie im Arbeitsvertrag zustimmen , das sie zu 100% Überwacht werden , da ja das gesammte Rechnerverhalten protokolliert werden muss! Und das will glaub ich auch keiner! Ich finde solang es nicht ausartet ist es OK!Und man sollte es so belassen wie bisher!
mfg Rayen
 
auch bei uns in der firma wird das private surfen nicht geduldet.
die firma muss sich aber rechtlich absichern. eine normale arbeitvertragsklausel hilft da nicht unbedingt weiter.
zum überwachen der benutzer (sniffen - rechtlich sehr bedenklich) muss ein hinweis erfolgen. z.b. UM DIE NETZWERKSICHERHEIT ZU GEWÄHRLEISTEN WERDEN SPORADISCH DER NETZWERKVERKEHR AUFGEZEICHNET UND AUSGEWERTET.
und für das private surfen: DAS INTERNET WIRD NUR FÜR BERUFLICHE ZWECKE ZUR VERFÜGUNG GESTELLT.
Beides muss ständig angezeigt werden. also alles in die browserstartseite.

die user sind eingeschüchtert und eine überwachung ist rechtens.
 
ich finde, jede private Nutzung, ob nun Internet, Telefon, Rauchen(Zeit) etc. hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen!
Der Arbeitnehmer wird fürs arbeiten gezahlt - punkt!
Wenn denn der Lohn um 1/2% gekürzt würde - einfach so, wäre das Geschrei bis in die Hölle zu hören. Aber nur weils um die Arbeitnehmerseite geht, wäre das schon wieder ok - das versteh ich nicht. Leider wird heutzutage der Arbeitgeber sehr oft ausgenützt, und auch nur eine Stunde im Monat bedeutet, das bei einem Betrieb mit 200 Angestellten einer zuviel da ist!
Und bei Kosten um die 4-5000 € pro Arbeitsplatz fonde ich das keinen Kleinigkeit mehr. In den Pausen z.b. kann man das serven ja erlauben, weil die meisten Unternehmen eh nicht nach traffic zahlen. Allerdings sollten z.b. keine Downloads o.ä. erlaubt/möglich sein.
 
gunny schrieb:
ich finde, jede private Nutzung, ob nun Internet, Telefon, Rauchen(Zeit) etc. hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen!
Der Arbeitnehmer wird fürs arbeiten gezahlt - punkt!
Wenn denn der Lohn um 1/2% gekürzt würde - einfach so, wäre das Geschrei bis in die Hölle zu hören. Aber nur weils um die Arbeitnehmerseite geht, wäre das schon wieder ok - das versteh ich nicht. Leider wird heutzutage der Arbeitgeber sehr oft ausgenützt, und auch nur eine Stunde im Monat bedeutet, das bei einem Betrieb mit 200 Angestellten einer zuviel da ist!
Und bei Kosten um die 4-5000 € pro Arbeitsplatz fonde ich das keinen Kleinigkeit mehr. In den Pausen z.b. kann man das serven ja erlauben, weil die meisten Unternehmen eh nicht nach traffic zahlen. Allerdings sollten z.b. keine Downloads o.ä. erlaubt/möglich sein.

Stimme dir absolut zu. Auch wenn es sich "nur" um eine Stunde handelt, wenn ein Arbeitnehmer ne Stunde umsonst arbeiten sollte wäre das Geschrei da...
 
also ich denke da muß man einfach differenziert herangehen. Jeder mensch trinkt auf der arbeit, redet mit kollegen, geht auf die toilette etc, all das kostet geld und wird bezahlt. solang sich das alles im rahmen hält, ist das ja kein wirkliches problem. Solang man seine arbeit ordentlich macht, sollte der Arbeitgeber da auch ein Auge zudrücken. von 2,5 minuten am tag mehr arbeitsleistung wird er im endeffekt weniger haben, als von zufriedenen mitarbeitern die gerne ins geschäft kommen und sich den arsch aufreissen. problematisch wirds allerdings dann wenn internetinhalte auf den PC heruntergeladen werden, wenn software installiert wird etc. Da ist dann eine grenze überschritten, die die sicherheit des netzes gefährdet. Aber wegen einer privaten eMail einen Aufstand zu machen, das ergibt nur unzufriedene mitarbeiter und die arbeiten erfahrungsgemäß schlechter als zufriedene.
 
Arbeite im Marketing....ohne Internet ist Marketing nicht möglich!
Die Firma ist da sehr liberal! Keine Stechuhren, Kicker- und Dartraum mit Entspannungssofa, rauchen nur ausser Haus, Internetnutzung für jeden und jeder darf seinen Rechner einrichten wie er möchte!
Ärger gibt es nur, sollte man seine Arbeit nicht schnell und gut erledigen, kam aber bis jetzt noch nicht vor! Alles in allem ein sehr lockeres Unternehmen....ein Grund für den Erfolg!
Deutschland, das Land der manchmal sinnlosen Regeln...
Man wird NIE wirklich 8 Stunden am Tag durchgehend etwas zu tun haben, es kommt immer mal eine Phase in der nichts zu tun ist, ohne eine Beschäftigung, die heutzutage das Internet darstellt im Büro kommt Frust und schlechte Laune auf! Schlecht gelaunte Mitarbeiter sind schlecht für das Unternehmen!
 

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