Netzwerk Verkabelung (CAT-5) im Wohnhaus

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chrys21

Well-known member
Hallo,

ich möchte bei mir zu Hause in einem Einfamilienhaus die einzelnen Zimmer mit CAT-5 Kabeln vernetzen.

Zur Situation:
Im Keller steht der Router. Daran sind 2 PC`s über D-Lan und ein Laptop über W-Lan "angeschlossen".

Die beiden über D-Lan verbundenden PC`s befinden sich im 1. Obergeschoss und der Laptop im Erdgeschoss.

Wie gehe ich vor? Was muss ich überlegen?

Habe gehört, dass ein 24-er Patchpanel am Router angeschlossen werden muss und dann von da aus gehend die einzelnen Kabel in die Zimmer.

Kann man aus einem CAT-5 Kabel zwei CAT-5 Kabel machen, also dass man 2 RJ-45 Enden hat?
 
So ein Kabel nennt sich Y-Adapter. Den gibts als 1 Stecker auf 2 Buchsen und als 1 Stecker auf 2 Stecker.

Zur Verkabelung: Was hast du für einen Router? Viele haben ja von Haus aus 4 Buchsen, von da kannst du die Kabel dann direkt bis in die jeweiligen Räume verlegen. Wenn du nur eine Buchse dranhast muss eben noch ein Switch dazwischen.
 
Also das mit dem Y-Kabel würde ich auf jeden Fall lassen!

Die Gigabit-Technik benötigt alle 8 Adern eines CAT.5e-Kabels, im Gegensatz zur 100 Mbit LAN-Anbindung, bei der 4 Adern (2 Adernpaare) reichen.


Ein 24-er Patch-Panel brauchst du sicher nicht. Es würde auch ein 12-er tun, wenn du nicht mehr Anschlüsse im Haus verlegen willst. Beim Patch-Panel werden hinten die verlegten Kabel aufgespleist (LSA+-Werkzeug besorgen). Die Schirmung nicht vergessen!
Als Alternative, wenn es nur um wenige Kabel geht, könntest du statt einem Patch-Panel auch Netzwerk-Doppeldosen CAT.5e nehmen, das reicht ja auch. 3 Doppeldosen reichen z.B. für 6 Anschlüsse.

Dann in jedem Raum eine Cat.5e-Netzwerkdose (Aufputz oder Unterputz) installieren. Die 8 Adern müssen in der richtigen Reihenfolge angeschlossen werden, fachgerecht mit dem LSA+-Werkzeug und ebendfalls die Schirmung nicht vergessen. Die einzelnen Adern auf Durchgang prüfen! Es gibt, z.B. von Telegärtner, einfache RJ45-Kabeltester.

Die ganze Sache ist nicht ganz trivial, da eine mangelhafte Montage der Kabel an die Dosen bzw. das Patch-Panel zu unliebsamen Störungen oder Unterbrechungen führen kann.


Wie Hans Wurst schon schrieb, brauchst du eventuell noch einen Netzwerk-Switch, wenn du mehr als 4 Netzwerkkabel an deinen Router anschließen möchtest. Gibt es als 5-port oder 8-port auch schon als Gigabit-Switche sehr preiswert, z.B. von D-LINK.
 
Ich müsste einen Switch dazwischen schalten, denn es reichen die Anschlüsse am Router nicht mehr aus.

Sollte ich Gigabit Lan nehmen oder reicht der 100MBit ?

Das Verlegen überlasse ich einem Elektriker, ist ja nicht so ein großer Aufwand.
 
Natürlich nimmst du einen Gigabit-Switch, kostet doch kaum was:
D-LINK DGS-1008D / green ethernet 10/100/1000 Mbit

Lüfterloser Desktop-Switch mit 8 Ports. Preis unter 50 Euro.


Für das Verlegen der Kabel würde ich mir an deiner Stelle nicht einfach einen x-beliebigen Elektriker nehmen, sondern einen, der Erfahrung beim Verlegen von Netzwerkkabeln hat. Die 'normalen' Starkstrom-Elektriker machen da leider zu oft Murks. Und lass dir mehrere Angebote machen, da kann es gewaltige Preisunterschiede geben!

Schau auch drauf, dass er Verlegekabel nimmt und zwar Markenware!
 
Wie schon erwähnt nimmst du auf jeden Fall einen GBit-Switch den der Preisunterschied ist minimal. Für dich reicht unmanaged absolut aus, so das du diesen ab 20€ bekommst.

Ich habe so eine solche Verkabelung auch bei meinen Eltern im Haus gemacht (machen lassen). Die günstigste Alternative war damals im Internet eine CAT-5e Kabeltrommel (ich benötigte 200m) und gute Aufputzdosen zu kaufen und diese dann vom Elektriker verlegen und anschließen zu lassen. Einzige was ich bereut habe ist das ich überall nur eine der beiden Ports an der Dose habe verkabeln lassen und nicht immer gleich beide. Der Mehraufwand zwei statt ein Kabel zu verlegen ist gering und irgendwann braucht man es halt dann doch.
Hatte im Nachhinein selbst noch ein paar Kabel dann durch die Rohre gezogen um den zweiten Port nutzen zu können und muss sagen das das anschließen der Kabel mit einem LSA+ Anlegewerkzeug problemlos möglich war, auch wenn es ein rumgefiesel ist.
 
@ Markus83Muc:
Da Gigabit-Switche schon so günstig geworden sind, würde ich nicht den Allerbilligsten nehmen, sondern ein Markengerät. Das lohnt sich allemal. Die NoName-Billig-Dinger bereiten oft mehr Ärger, als man haben will. ;)

Du hast aber recht, dass Doppeldosen mit zweifacher Verkabelung mehr Sinn machen, da man dann auch mal ein Telefon, einen Netzwerkdrucker, ein zusätzliches Notebook, etc., an das Netzwerk anschließen kann. ;)
 
Ich verwende selbst den D-Link DGS-1005D Green Ethernet, 5-Port und kann mich nicht beschweren. Funktioniert alles so wie es soll, allerdings reichen mir auch die fünf Ports aus. Im privaten Umfeld geht meine Tendenz immer zu D-Link Geräten. Im professionellen Umfeld setzte ich bisher auf 3Com, Cisco oder Funkwerk.
 
Sind diese Verlegekabel auch mit RJ45 Steckern ausgestattet und werden direkt in den Switch gesteckt? Ich denke mal die sind einfach nur etwas stabiler.
Was müssen das für Kabel sein? Die sollen ja Gigabit Lan übertragen?
Cat 5e, Cat 6, Cat 7 ??
 
Cat5e reicht für GBit-Lan aus. Verlegekabel sind nicht mit RJ45-Steckern ausgestattet. Dies müssen in eine LAN-Dose geführt werden (dafür wird ein LSA+ Anlegewerkzeug benötigt). Von dort aus kannst du mit jedem Netzwerkkabel dann in den Router oder Switch. Cat6 benötigst du nur falls du GBit-Lan willst und über 295 Fuß bzw. 89.91m (zumindest nach der Standardisierung) ohne Unterbrechung (Router, Switch usw.) verlegst.

EDIT:
Wie sollte eigentlich ein Kabel mit Stecker durch die Kabelrohre kommen?

Du benötigst also ein solches Kabel: Patchkabel S/FTP Kat.5e (S-STP CAT5e), doppelt geschirmt, 300m Trommel
Dieses Werkzeug (falls du es selbst versuchst): Profiwerkzeug LSA+
Eine solche Dose: Netzwerkdose, 2x RJ45, aufputz, Kat.5e oder als unter Putz
Einen Switch mit ausreichend Ports und natürlich noch normale (kurze) LAN-Kabel um von der Dose zum Switch und vom Switch zum Router zu kommen.
 
So richtig?:

Das Netzwerk-Verlegekabel (CAT 5e)
406212.jpg

hat 4 Adern. Das Kabel muss in eine Lan-Dose
Lan-Dose.gif

und von dort geht es in einen der Ports vom Switch und vom Switch in den Router.

Auf der anderen Seite also da wo das Ende hinverlegt werden soll kommt auch eine Lan-Dose hin und von da in den PC/Drucker/Telefon/...
 
Ja so richtig, siehe auch mein EDIT oben.

Kabel geht durch die Wand und dann hinten in die Dose rein. Von dort aus kannst du dann mit jedem normalen Patchkabel weiter gehen. An dem einen Ende zu Drucker, PC, Fernseher und weiß der Kuckuck was. An der anderen Seite alle in den Switch und dann von dort aus ein Kabel in den Router. Wenn du GBit verwenden willst ist es wichtig alle in den Switch zu führen und nicht welche in den Router, da der Router für Gewöhnlich nur 100MBit hat und du dann dieses Gerät das in den Router geht ausbremsen würdest.
 
Wie ist das mit dem Kabel.
Muss es ein extra Verlegekabel sein? Das von dir vorgeschlagene ist nicht als solches bezeichnet. Wie ist es mit diesem

Doppelt geschirmt oder nur geschrimt?
 
Wo zwischen Patch und Verlegekabel der genaue Unterschied ist kann ich dir nicht sagen. Um auf Nummer sicher zu gehen solltest du das Verlegekabel nehmen.
Ob einfach oder doppelt geschirmt hängt davon ab wie stark bei dir die Elektronischenstörungen sind. Verlegst du es durch den gleichen Kabelschacht wie ein Stromkabel oder viele nebeneinander sollte es doppelt geschirmt sein, sonst reicht einfach aus.
Da der Preisunterschied aber anscheinend bei <10€ für 300m liegt empfehle ich das doppelt geschirmte zu verwenden.

Den Shop habe ich übrigens rein zufällig ausgewählt, ob dieser der günstigste ist oder der beste habe ich keine Ahnung. War der erste Treffer bei meiner Suche nach LAN-Kabeln in diesen Längen.
 
ich würde ein verlegekabel nehmen da diese extra dafür gemacht sind
ich selber will auch in den keller kabel legen und habe mir cat7 überlegt in Verbindung mit CAT6-Netzwerkdosen da ich schon ein bisschen für die zukunft denken werde aber anfangs werde ich nur den internen hub des routers nehmen dannach vllt wenn ich mehr vernetze mir ein patchpanel zulegen(da ich es aus der arbeit gewöhnt bin)
und joa
 
Wo zwischen Patch und Verlegekabel der genaue Unterschied ist kann ich dir nicht sagen. Um auf Nummer sicher zu gehen solltest du das Verlegekabel nehmen.

patchkabel: litze-adern, also viele hauchdünne kupfer-fasern in jeder der 8 einzeladern. macht das kabel schön biegsam, hat aber viel mehr dämpfung als "verlegekabel". zum aufpressen der RJ45-stecker geeignet.

verlegekabel: EIN starrer kupferleiter in jeder der 8 einzeladern, und nur deshalb auch tauglich zum anlegen auf LSA+ leisten (z.b. in den dosen oder dem patchfeld).
RJ45-stecker aufpressen ist nicht vorgesehen, da das kabel außen sowohl auch die adern meist zu dick sind, und die "messer" zum kontaktieren im stecker innen eh nicht für die starren leiter gedacht sind.

noch was: wenn ich heutzutage ein netzwerk neu aufbaue, nehme ich immer die aktuell best verfügbare technik. sprich derzeit cat.7
stellt euch nur vor, in kürze kommt neue technik, die dann 10GBit/s oder noch mehr durchs kabel pustet. dann ärgert man sich schwarz, wenn man "damals" 20eu gespart hat, aber die kabel in der wand taugen nichts mehr...
egal was nun verbaut wird, sollten aber wenigstens ALLE komponenten die gleiche "cat"egory erfüllen. also dosen=kabel=patchkabel=patchfeld=cat.6 oder 7! jedenfalls nicht mischen, bzw. am neuen netz mit ungeschirmten alten patchkabeln arbeiten. das ist dann voll sinnlos! auch zum DSL-router werden oft nur ungeschirmte patchkabel mitgeliefert... ->tonne bzw. wertstoffhof!!! und beim billig-online-kaufhaus des vertrauens für 1,99/stück ordentliche kabel besorgt!
sparlösungen mit Y-adaptern auf jeden fall vermeiden beim neu geplanten netz! sowas ist immer nur als notlösung für zu wenig verlegte kabel zu verstehen! nachteil: bei oft anzutreffenden cat.5-verkabelungen (wo die adernpaare im kabel nicht nochmals jeweils mit alufolie geschirmt sind) funktioniert bei längeren kabeln (schon knapp über 20m) oftmals nicht mal mehr 100mbit/s!!!! da muss oft die netzwerkkarte manuell auf 10mbit/s eingestellt werden, damit überhaupt paar daten heile drüber wackeln!!!! also finger weg! und viel erfolg beim vernetzen!
:cool:

edit: ach noch was wegen WLAN:
der router im keller ist natürlich fürs WLAN auch der denkbar ungünstigste standort! aber wenns stabil geht im EG, mags gehn.
 
.. wegen WLAN:
der router im keller ist natürlich fürs WLAN auch der denkbar ungünstigste standort! aber wenns stabil geht im EG, mags gehn.


Da hast du natürlich recht! Wenn man aber per LAN-Kabel den W-LAN Router z.B. im Erdgeschoss betreibt, kann man den Verteiler (Patch-Panel) ruhig im Keller installieren.


Zum Thema Verlegekabel geb ich wbk700 recht! Ein normales Netwerkpatchkabel, mit Steckern dran, ist ungeeignet für die feste Montage an Dosen oder Patch-Panels. Man benötig Kabel mit massivem Kupferkern für jede Ader. Der LSA+-Anschluss besteht aus Schneid-Klemm-Verbindern, die die Isolation der einzelnen Ader aufschneiden und sich ein wenig in das Kupfer der Ader einschneiden und so für sicheren Kontakt sorgen.

Bei einem Kabel mit Litze wäre das natürlich nicht möglich. Und wie gesagt: Markenkabel sind eine lohnenswerte Investition, auch anschließend bei den Anschlusskabeln für den PC.



So richtig?:

Das Netzwerk-Verlegekabel (CAT 5e)
hat 4 Adern. ...

Nee, das hat 8 Adern, die jeweils paarweise zu 4 Adernpaaren mit unterschiedlicher Verdrillungslänge zusammengefasst sind!
 
jup, hab auch schon paar Hunder Meter im Haus verlegt :-)
Hatte aber zum Glück auch schon beim Vorrichten überall Leerrohre reingelegt. Dadurch war das alles leicht möglich. Beim nächsten mal sollte ich nur die Leerrohre noch etwas größer machen, das 10er ist irgendwie trotzdem gerammelt voll :-(
Je neuer, um so besser. Bei ists leider auch nur Cat5, aber reicht zu.
Verteilt das ganze mit einen Hauptswitch an den der Router und Mein Zimmer geht und noch 1-2 Nebenswitche für die anderen Raüme, da bei mir sehr viele PC's dranhängen und ich nicht für alle einzeln ein Kabel ziehen wollte. Reicht mir von der Geschwindigkeit auch aus.
Wenn man allerdings die Wahl hat nimm Cat7 ;-)
Haben wir bei meinen Onkel auch verlegt, dazu nen großen Schaltschrank mit 24er Switch und bald auch nochn Kabel durch de Straße :-D
Dann ist alles vernetzt.

Also das das Wlan bei dir funzt ist wirklich erstaunlich. Weil eigentlich Keller eine relativ massive Decke haben, meisst Stahlbeton und da die Funkübertragung enorm geschwächt wird. Also wenn de einmal Kabel legst, kannst de den ja auch gllei mit Hochnehmen.

MFG Leo89
 
Also bei uns hab ichs so gemacht, der Router steht im Büro im Kller, dort sind schon mal 3 PC's angescjlossen, dann geht ein 4 Adriges Telefonkabel in den nächsten Kller wo alles drin is, Wechselrichter und wir dann dort mit einem 5 Port 7 Euro Switch von Reichlet im Keller verteilt auf den Hobbykeller und einen Datenlogger für die Photovoltaik-Anlage, ein weiteres Kabel geht dann durch ein Leerrohr was wir gelegt haben beim Einbau der Photovoltaikanlage ins 2 OG dort wird es dann mit einem 2 Euro Reichelt Y-Verteiler im "Kniestock" aufgesplittet um auch im Schlafzimmer Inernet zu haben und dann geht noch ein 20m Kabel übern Dachboden und dann wieder durch die Decke zu mir wos mit nem Switch auf W-Lan Accespint, Laptop und noch ne Laptop verteilt wird.

Also die Variante mit dem Pachpnale ist etwas übertirebn wie ich finde, mann kann auch einfahc ein Switch nehmen und mit ner 11 Euro Crimpzange von Reichelt Ethernet Stecker draufcrimpen, hab ich mir auch so eine angeschafft, hat und scho viel Geld erspart ;)


Und ein LSA-Werzeug braucht man dafür euchnicht unbedingt, ich hab das einfach mit einem fast winzigen Feinmechaniker Schraubenzieher gelöst, der passt genau in die Klemmen :)

Auserdem würd ich nicht von jedem Raum in Kller legen sondern einfach auf jede Etage ein KAbel und von dort mit nem Switch (7€ bei Reichelt) auf die einzelnen Räume verteilen, spatrt auch kosten und funktioniert auch ;)


MFG
.blubb.
 
@ .blubb.
Das Ganze, was du beschreibst, ist eine handgemachte, unprofessionelle und fehleranfällige Methode. Allein das ungeschirmte Telefonkabel mit nur vier Adern, die nicht paarig verdrillt sind, ist entgegen aller technischer Anforderungen!

Dazu noch Y-Adapter und ähnlich komisches Zeug!


Wenn man bedenkt, dass eine Netzwerkverkabelung im eigenen Haus auch mal für die nächsten 5, besser 10 Jahre funktionieren und ein wenig zukunftssicher sein soll, kann man dem T.S. nur raten, sich an die qualifizierteren Tipps weiter oben im Thread zu halten.

Ein LSA+-Werkzeug kostet auch nur ein paar Euro und ist ganz bestimmt das weitaus zuverlässigere Werkzeug für sichere Kontaktierung, als ein Schraubendreher.
 
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