mumpi07 schrieb:
@donjuan6
ist ja schön gross und gut lesbar, aber was meinst du jetzt genau?
sollte ich mich irren, klär mich bitte auf, denn "nobody's perfect".
Sorry habe nicht Dich gemeint und habe meinen Beitrag angepasst. Mit Audio hab ich sehr viel am Hut, aber sowas wie der Kollege möchte geht nicht so leicht. Also jetzt zu meiner Erklärung:
Die Spezifikation für Audio -CDs wird als »Red Book« bezeichnet. Wenn man sich mit der Materie auskennt, wird man bereits wissen, dass »Red Book CD« kein echtes Dateiformat ist. Auf einer CD wird das gesamte Audiomaterial in einem Stück, sozusagen in einer einzigen Datei gespeichert. Darin liegt z. B. der Unterschied zu Festplatten, auf denen jede Datei einzeln gespeichert wird. Wenn man sich vor Augen führt, dass das Audiomaterial im Prinzip ein langer, digitaler Datenstrom ist, wird man wahrscheinlich die Einschränkungen dieses Formats besser nachvollziehen können. Im Prinzip gibt es drei Event-Arten zum Festlegen unterschiedlicher Bereiche mit Audiomaterial auf einer CD:
Titelanfang
Auf einer CD können sich bis zu 99 Titel befinden. Jeder Titel wird nur durch seinen Anfangspunkt gekennzeichnet. (Grenzen/Daten siehe unten)
Sub-Indizes
für Titel
Gute CD-Player bieten die Möglichkeit, einen Titel in »Sub-Indizes« (manchmal auch nur als Index bzw. Indizes bezeichnet) zu unterteilen. Sie werden zum Identifizieren bedeutungstragender Positionen in einem Titel verwendet. Jeder Titel kann 98 Sub-Indizes enthalten. Da das Suchen bestimmter Positionen mit einem Subindex jedoch kompliziert ist und lange dauern kann, werden diese Informationen von vielen CD-Playern einfach ignoriert.
Pause
Vor jedem Titel befindet sich eine Pause. Pausen können unterschiedlich lang sein. Einige CD-Player zeigen die Pausen zwischen den Titeln an.
Die Daten auf einer Audio-CD werden in Frames unterteilt. Ein Frame umfasst 588 Stereo-Samples. 75 Frames bilden eine Sekunde Audiomaterial. Aber warum? Nun, da 75 x 588 = 44100 und da die Samplefrequenz oder Samplerate des CD-Formats 44100 kHz (Samples pro Sekunde) beträgt, entspricht dies einer Sekunde Audiomaterial. Wenn man bestimmte Positionen auf der CD festlegt, verwendet man dazu das Format »mm:ss:ff«, wobei mit »mm« Minuten, »ss« Sekunden und »ff« Frames gemeint sind. Die Framewerte reichen von 0 bis 74, da eine Sekunde aus 75 Frames besteht.
Technisch ist es
nicht möglich, einen kleineren Bereich als einen Frame auf einer CD festzulegen. So entsteht z. B. der Effekt, dass falls ein Titel auf der CD den letzten Frame nicht ganz genau ausfüllt, ein leerer Audiobereich am Ende hinzugefügt werden muss. Darüber hinaus kann man bei der Wiedergabe der CD auf keinen Bereich innerhalb eines Frames zugreifen. Auch wenn man nur Daten aus der Mitte eines Frames benötigt, muss man immer den ganzen Frame lesen. Auch hier wird der Unterschied zu einer Festplatte deutlich, da Sie dort auf jedes Byte einzeln zugreifen können, ohne die angrenzenden Daten lesen zu müssen.
Allerdings bilden die Frames nicht die kleinsten Datenblöcke auf einer CD. Daneben gibt es noch die so genannten »kleinen Frames«. Ein kleiner Frame beinhaltet 588 Bits. 98 kleine Frames bilden zusammen einen normalen Frame. In jeden kleinen Frame passen jedoch
nur sechs Stereo-Samples, d. h. es ist neben den Audiodaten noch viel Platz für andere Informationen vorhanden. Es gibt Informationen über die Codierung, Lasersynchronisation, Fehlerkorrektur und die PQ-Daten (die so benannt sind, weil die Informationen in den P- und Q-Bits gespeichert werden). Diese PQ-Daten sind beim Erzeugen eigener CDs besonders wichtig, deshalb gehen ich im Folgenden näher darauf ein.
Die PQ-Codes übermitteln Informationen über den Titelanfang, die Sub-Indizes und Pausen, die in der Tabelle beschrieben wurden. Sie enthalten außerdem die Informationen über das Timing (Minuten, Sekunden, Frames). Um all diese Informationen einfließen zu lassen, wird ein Block mit PQ-Informationen auf 98 kleine Frames verteilt.
Das Festlegen von PQ-Codes ist nicht schwierig. Beim Erzeugen einer CD muss man jedoch einige Regeln beachten. Beispielsweise sollten sich vor jedem Titel einige stumme Frames befinden, Sub-Indizes sollten etwas früher einsetzen, am Anfang und Ende der CD sollten sich Pausen befinden usw.
Wenn man eine CD von einer Audiomontage aus brennen, werden all diese Grundregeln im Brenn-Dialog zusammengefasst. Wenn man hier an den Standardeinstellungen nichts verändern, werden diese verwendet, mit denen die einwandfreie Funktion derCD gewährleistet ist. Wenn andere Einstellungen erforderlich sind, kann man sie hier vornehmen. Man sollte jedoch die Einstellungen nur dann verändern, wenn Sie genau wissen, was verändert werden muss.
Stichwort: Kompatibilität Man will ja die CD auch anhören!
Ich könnte mich noch weiter in dieser Materie auslassen, aber das reicht jetzt. Durch diese Erkenntnisse/Daten oben ist die AUDIO-CD ein sehr begrenztes Medium. Will man mehr auf einer Scheibe haben muss man auf andere Formate ausweichen, die keineswegs für den Normalverbraucher hörbare Verluste gibt. :wavey: