Missbrauch in der Kath. Kirche

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freefloating

LifeTime Premium Member
Liebe FSB-Gemeinde
Wie ihr vermutlich alle wisst, überschlagen sich die Meldungen in den Medien zum Thema "Missbrauch in der kath. Kirche". Die Kirche, oder besser der Vatikan, schweigt sich, wo immer er kann, zu diesem Thema aus. Reformen wären dringend nötig, fehlen aber gänzlich. Der Ruf nach der Abschaffung des Zölibates bei Priestern nimmt zu. Viele Mitglieder treten aus der Kirche aus. Was denkt ihr zu dieser Thematik? Wo seht ihr die Probleme? Wo sind die Ursachen? Müssten Staat und Kirche noch mehr getrennt werden? Als Christ (und Ex-Katholik) schäme ich mich, dass wir überhaupt über dieses Thema reden müssen, es scheint aber dringend nötig - genauso, wie die Diskussion über die Minarett-Intitiative ;). Ich hoffe auf eine rege Beteiligung. Herzl. Gruss - freefloating
 
Mißbrauch ist immer die Perversität die von Verbrechern ausgelebt wird.

Man kann das nicht an Gemeinschaften festmachen, es ist immer die Tat eines bestimmten Menschen. Es ist nicht die Tat der Katholiken oder sonstigen Organisationen. Selbst die Familie die den Verbrecher hervorbrachte ist nicht verantwortlich für die Tat.

Die Art und Weise wie damit umgegangen wird ist es die Empörung hervorruft.

Das der deutsche Papst der erste ist der die Tradition des Schweigens und damit der zwanghaften Duldung bricht, zeigt das er sich traut wo alle anderen versagten...

Am 2. November 1992 wurde Galileo Galilei von der römisch-katholischen Kirche formal rehabilitiert, er soll nun eine Statue im Vatikan erhalten... die brauchen halt grundsätzlich etwas länger...:D

Carmen
 
ICh persönlich finde diesen ganzen Medienrummel einfach nur typisch..
Bei uns an der Klosterschule musste ein Frater gehn nur weil er mit ein paar Schülern sich über den Sinn von Sex an sich üer SMS ausgetauscht hat! Nach diesem Prinzip müsste jeder Biolehrer als Pedo gelten -.-
Ich verstehe wirklich dass die Entüstung groß ist über die verschiedenen Vorfälle, allerdings versteifen sich die Medien wieder mal auf einen bestimmten Bereich und stellen diesen dann als Haupttäter hin.

MfG

Dark Blizzard
 
Bei uns an der Klosterschule musste ein Frater gehn nur weil er mit ein paar Schülern sich über den Sinn von Sex an sich üer SMS ausgetauscht hat! Nach diesem Prinzip müsste jeder Biolehrer als Pedo gelten -.-

WTF? Private Gespräche (oder Text) über Sex? Solange darüber nicht mit allen Schülern gemeinsam während einer Unterrichtsstunde gesprochen wird, hat der Typ das gefälligst sein zu lassen.

Erst wird nur darüber geredet...

Kennt ihr das schon? YouTube - Wieder einmal nichts gehört?
 
...

Das der deutsche Papst der erste ist der die Tradition des Schweigens und damit der zwanghaften Duldung bricht, zeigt das er sich traut wo alle anderen versagten......

Carmen

Grüß euch!

Gar so mutig erscheinen mir die Stellungnahmen und die Reaktionen des Papstes aber nicht ausgefallen zu sein.

Aber vielleicht habe ich da Wesentliches überhört oder überlesen.

Prinzipiell findet Kindesmissbrauch aber überall dort statt, wo psychisch nicht ausreichend entwickelte Menschen sich sicher genug fühlen, ihre feigen Handlungen unentdeckt vornehmen zu können. Das kann in Einrichtungen der Kirche stattfinden, aber leider viel zu oft auch in nach aussen hin intakten Familien. Und noch an vielen anderen Stellen mehr.

Man muss dafür Sorge tragen, dass Kinder ein entsprechendes Körpergefühl und Selbst-Bewusstsein entwickeln, dass sie erkennen können, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Und man muss auch gewährleisten, dass Kinder mit Ihren Problemen ernst genommen werden. Unterdrückung und Stillschweigen sind die Helfer des Systems.

Altsteirer
 
Während des Ostergottesdienstes auf dem Petersplatz hat sich der höchste Kardinal öffentlich entrüstet, dass es wegen der ganzen Missbrauchsgeschichten so viel "Geschwätz" gibt, ganz nach dem Motto "was macht ihr für einen Wirbel um nichts". Anschliessend hat ihn der Papst herzlich umarmt, ganz nach dem Motto "das sitzen wir jetzt aus". Gruss freefloating
 
In Deutschland glauben zurzeit viele, dass der Papst Ihnen gehört. Der Papst ist zwar Deutscher, aber Papst der ganzen katholischen Welt. Wären wohl die Forderungen an den Papst auf eine Reaktion genauso, wenn er z. B. Schwarzafrikaner wäre, oder aus Lateinamerika käme?

Deutschland ist nur ein Land, in dem Dinge geschehen oder geschehen sind, auf die ein Papst reagieren muss.

Die organisierte Kirche (egal welcher Konfession) muss sich fragen, ob es heute immer noch kircheninterne Strukturen gibt, die dabei helfen, Gewalt und Missbrauch zu verdecken oder zu vertuschen.

Dies ist dann unverzüglich zu ändern.

Z.
 
Trotz allen vorgenannten Argumenten bin ich der Meinung, dass das Zölibat der Ursprung und das eigentliche Problem ist, bei allem was nun bekannt wird.
Wieso hört man sonst aus anderen Glaubensrichtungen nichts derart negatives?
Für mich müsste kein Priester im Zölibat leben, wird nirgends verlangt, ist keinerlei Rechtfertigung hierfür vorhanden. Aber ändern wird das m.E. >dieser< Papst nicht.
 
Weltliche Verbrechen gehören nach weltlichen Gesetzen bestraft. Buse tun und beten können die Missbrauchs-Priester ja trotzdem - hinter Schloss und Riegel.
 
Es geht nicht darum, daß 'uns' dieser Papst gehört und daß diese Mißbrauchsfälle ausgerechnet in Deutschland geschehen sind, auch Irland ist nicht gerade frei davon.
Diese Verfehlungen wurden größtenteils durch Priester begangen und es nun einmal die Pflicht des obersten Dienstherren, dies auch ungesachminkt zur Sprache zu bringen.

Das Festhalten an alten verknöcherten Strukturen wie z.B. dem Zölibat begünstigt meines Erachtens den Sumpf, in dem solche Verfehlungen gedeihen.

Auch wenn ich die Sensationsgier der Presse abgrundtief verachte, in diesem Fall hat sie zumindest einen positiven Seiteneffekt. Jahrelang waren die Opfer für sich isoliert und mussten ihr Schicksal als Einzelschicksal tragen und weil nun einige die Mauer des Schweigens durchbrochen haben fällt es anderen Mißbrauchsopfer leichter, darüber zu reden.

Genauso, wie es für uns alle wichtig ist, diese Geschehnisse aufzuarbeiten, damit sie sich nicht ständig wiederholen, genauso wichtig ist es für die Betroffenen, dies endlich aufarbeiten zu können und dabei nicht allein gelassen zu werden.

Aber es ist typisch für unsere von den Medien geprägte Zeit, gleich das Kind mit dem Bade ausschütten zu wollen. Es gibt schon Stimmen, die fordern, daß jeder, der mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, ein Führungszeugnis beibringt. Das ist doch schierer Populismus. Solange jemand deswegen nicht vorbestraft ist, solange steht im Führungszeugnis auch nichts und Vorstrafen müssen dem Arbeitgeber ohnehin angegeben werden. Ich wette, von den betroffenen Priester war nicht ein einziger einschlägig vorbestraft.

Nährboden für solcherart Umtriebe ist meiner Meinung nach ganz klar die betont lustfeindliche Sexualmoral insbesondere der katholischen Kirche, in der selbst Nachtheit an sich für viele schon Sünde ist. Da braucht man sich nicht wundern, wenn es zu einer Häufung sexueller Verfehlungen geht.

Jahrhundertelang verschloß man die Augen vor der natürlichen Sexualität und presste sie in das zwanghafte Klischee, daß sie einzig und allein (natürlich ausschließlich innerhalb der Ehe) der Fortpflanzung zu dienen habe. Aufklärung galt als unschicklich und so wunderte es auch niemanden, wenn sich plötzlich bei der sündigen Jugend, die sich nicht an die Gebote der Alten hielt unter anderem aus völliger Ahnungslosigkeit ungebetener Nachwuchs einstellte.

Dagegen hilft unter anderem AUfklärung und in dieser Hinsicht ist die Macht der Kirche schon weitgehend gebrochen. Mit so 'gottlosen' Dingen wie Sexualkundeunterricht hat sich der Staat der Kirche gegenüber endlich durchgesetzt, weil er erkannt hat, daß es völlig verantwortungslos ist, Jugendliche weiterhin ahnungslos zu halten, nur um eine veraltete Sexualmoral aufrechtzuerhalten, die selbst davor nicht haltmachte, unehelicher Kinder als Menschen zweiter Klasse abzustempeln.

Ich halte es übrigens für keineswegs verfehlt, wenn sich Priester wie auch Lehrer mit Jugendlichen über Sexualität auseinandersetzen. Es ist wohl weit besser, wenn Jugendliche in dieser Hinsicht mit Personen ihres Vertrauens reden können, als sexuelle Geheimnisse sozusagen auf der Straße von genauso wenig informierten Gleichaltrigen erfahren zu müssen, denn mit den Eltern mag nicht jeder Jugendliche über alles reden.

Noch einmal in aller Kürze: ich bin für eine vollständige Trennung von Kirche und Staat und dafür, daß mögliche Mißbrauchsfälle grundsätzlich ohne wenn und aber staatlicherseits angegangen werden. Die Gefahr einer Vertuschung ist mir zu groß.

Gruß Konradin
 
also ich find das thema ehrlichgesagt ziemlich belustigend. ich bin selbst atheist und in keinster weise von dem thema betroffen, aber die art, wie die kirche damit versucht umzugehen ist doch immer wieder sehr schön.
so erinner ich mich an ein interview von irgend so nem höheren katholischen würdenträger im fernsehen, welcher so was sagte wie "diese missbrauchsvorwürfe sind ein versuch, die kirche anzugreifen!" (genauen wortlaut kenn ich nimmer), in anderern worten, dieser "priester" verleumdete die vorwürfe und stelle alles so dar, als ob es diese fälle nie wirklich gegeben hätte und es wirklich nur darum ginge, die kirche und ihren glauben kaputt zu machen. -.-

das spricht meiner meinung nach schon für die (nicht nur christliche) religion: sobald es irgend etwas gibt, was gegen die religion geht, wird dieses direkt verleumdet. egal wie hoch der wahrheitsgehalt dieser aussagen ist. da kann man sich doch nur an den kopf fassen! wer so eine meinung an die öffentlichkeit bringt, der gehört meiner meinung nach mal ordentlich missbraucht - schon alleine der gerechtigkeit wegen. ich mein, solche verleumdungen sind nicht nur unwahr, sie sind dazu noch die typische umgehensweise der kirche mit ihren opfern: erst mal sagen "war nichts, du lügst!", und nur, wenns wirklich nicht anders geht ganz heuchlerisch "oh, mein gott, ja, sie haben recht, es hat wirklich missbrauchsfälle gegeben, aber wir versichern euch, wir machen das nie wieder! schaut nur, wir haben eine kommission zum schutz von euch zukünftigen opfern eingerichtet!" - dass diese kommission selbst nur mit potentiellen tätern besetzt ist gibt die kirche aber natürlich nicht zu. und ich will auch gar nicht sagen, dass jeder im dienste der kirche missbraucht oder opfer ist, aber so wie sich in den vergangenen wochen immer mehr missbrauchsfälle auftaten entsteht doch arg der eindruck, als ob die kirche eigentlich nur zum missbrauchen besteht.



im übrigen: klar hat kinder ****** in der katholischen kirche tradition! immerhin stammt die katholische kirche aus römischer zeit und wir wissen alle, wie gerne die römer ausgiebige lustorgien mit lustknaben gefeiert haben. und da die katholische kirche daraus hervorgegangen ist ist doch wohl irgendwie auch nicht sonderlich verwunderlich, dass die "würdenträger" der kirche ein ähnliches gebaren an den tag legen - und die, die keinen spass dran haben, die werden eben nur pfaffe. ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass eventuell selbst der papst selbst die finger mit im spiel hat! immerhin: er kommt aus deutschland und hält sich selbst erstaunlich bedeckt über die missbrauchsfälle in deutschland! dass er jetzt langsam aktiv wird halte ich für höchst scheinheilig, wahrscheinlich hat der papst früher selbst in DE kleine kinderpopos erröten lassen! ;)
 
Trotz allen vorgenannten Argumenten bin ich der Meinung, dass das Zölibat der Ursprung und das eigentliche Problem ist, bei allem was nun bekannt wird....

Der Zölibat kann aber nicht herhalten, wenn es um Missbrauch in der Familie geht - und der ist wesentlich häufiger, als der durch Kirchenmitarbeiter.

Ich will damit nicht dem Zölibat das Wort reden, ich glaube auch, dass die Kirche den nur benötigt, um ihre Pfarrer von familiären Verpflichtungen und Sorgen (und Freuden) fernzuhalten - ich glaube aber nicht, dass eine Abschaffung die Zahl der Missbrauchsopfer spürbar reduziert.


Zappelfred schrieb:
In Deutschland glauben zurzeit viele, dass der Papst Ihnen gehört. Der Papst ist zwar Deutscher, aber Papst der ganzen katholischen Welt. Wären wohl die Forderungen an den Papst auf eine Reaktion genauso, wenn er z. B. Schwarzafrikaner wäre, oder aus Lateinamerika käme?

Ich bin kein Deutscher, ich möchte auch gar nicht, dass der Papst mir gehört.
Wenn er aber glaubt, er kann das "aussitzen" so kann das für die ihm noch verbleibende Lebenszeit durchaus gelten. Ob das Unternehmen Kirche das aber langfristig aushält, das weiß ich nicht. Nämlich langfristig in den Zeiträumen einer "Firma" die auf die Ewigkeit ausgerichtet ist.
 
Zitat Konradin: "Nährboden für solcherart Umtriebe ist meiner Meinung nach ganz klar die betont lustfeindliche Sexualmoral insbesondere der katholischen Kirche, in der selbst Nachtheit an sich für viele schon Sünde ist. Da braucht man sich nicht wundern, wenn es zu einer Häufung sexueller Verfehlungen geht.

Jahrhundertelang verschloß man die Augen vor der natürlichen Sexualität und presste sie in das zwanghafte Klischee, daß sie einzig und allein (natürlich ausschließlich innerhalb der Ehe) der Fortpflanzung zu dienen habe. Aufklärung galt als unschicklich und so wunderte es auch niemanden, wenn sich plötzlich bei der sündigen Jugend, die sich nicht an die Gebote der Alten hielt unter anderem aus völliger Ahnungslosigkeit ungebetener Nachwuchs einstellte."


Konradin, insgesamt ich finde deine Stellungnahme sehr gut und freue mich, dass du den Weg in diesen Thread gefunden hast ;). Ganz besonders möchte ich die oben markierten Sätze unterstreichen. Auch ich glaube, dass das Zölibat eine grosse Wurzel des Uebels ist (wenn auch nicht die einzige). Ich bin davon überzeugt, dass es nur sehr wenige Männer gibt, die wirklich aus freiem Willen auf ihre Sexualität verzichten können. Das Zölibat ist dort ok, wo es dem biblischen Sinn der echten Freiwilligkeit entspricht, es darf niemals aufgezwungen werden. Bei allen anderen (halb- und unfreiwilligen) Kandidaten kann das Zölibat nur Druck und Leiden auslösen. Wohin soll die sexuelle Energie eines Priesters hinfliessen, wenn er sich keine Frau nehmen darf? Irgendwo sucht sich der Druck ein Ventil, um sich entladen zu können. Wo das im Moment stattfindet, können wir in den Medien lesen.

Hinzu kommt das verkorkste (und nebenbei völlig unbiblische) Bild über die Sexualität. Eigentlich ist doch die Sexualität, wenn sie nicht pervertiert wird, etwas vom Schönsten was es auf Erden gibt. Es wäre bestimmt ein Befreiungsschlag für die kath. Kirche, wenn sie ihren Priestern die Ehe erlauben würde. Interessanterweise wurde das Zölibat erst viel später, ich glaube frühen im Mittelalter (ich kläre das noch ab), eingeführt - vermutlich aus Angst vor dem wachsenden Einfluss der Frauen (Peter de la Rosa). Lieber sollten sich die Priester und Bischöfe Mätressen und Prostituierte halten, die offiziell keine Ansprüche erheben können. Aus diesen Verbindungen ergaben (ergeben) sich natürlich immer wieder nicht anerkannte Kinder - die Kollateralschäden eines Systems, das nur auf weltlicher Macht gründet. Gruss freefloating
 
Das der deutsche Papst der erste ist der die Tradition des Schweigens und damit der zwanghaften Duldung bricht, zeigt das er sich traut wo alle anderen versagten...

Nein, er traut sich nicht, wo andere versagten.

Er ist genauso einer wie die vielen anderen Perverslinge in der katholischen Kirche auch.

Er hat mit Schuld, dass solche Fälle immer und immer wieder passieren konnten.

Er hat mit dafür gesorgt, dass diese Perverslinge nicht dem Strafvollzug zugeführt wurden.

Und erst jetzt, wo der Aufschrei in der Öffentlichkeit unüberhörbar ist, hat er halbherzig ein wenig zugegeben.

Es wird an der Zeit, dass diese Vorgesetzten, die diese Straftaten nicht anzeigen und vertuschen, wegen Beihilfe angeklagt werden. Nur so könnte man den Schweinestall ein wenig ausmisten.


Die Ausführungen von Konradin und freefloating finde ich sehr zutreffend.

Altsteirer schrieb:
Ich will damit nicht dem Zölibat das Wort reden, ich glaube auch, dass die Kirche den nur benötigt, um ihre Pfarrer von familiären Verpflichtungen und Sorgen (und Freuden) fernzuhalten

Nein, der Grund war folgender:

Die Kirche wollte damit verhindern, dass Besitztümer der Geistlichen vererbt werden können. Durch diese Regelung bleibt vor allem der umfangreiche Landbesitz immer in Kirchenhand. Das Zölibat ist auch erst spät eingeführt worden und nicht urchristlich.
 
McKilroy schrieb:
...
Die Kirche wollte damit verhindern, dass Besitztümer der Geistlichen vererbt werden können. Durch diese Regelung bleibt vor allem der umfangreiche Landbesitz immer in Kirchenhand. Das Zölibat ist auch erst spät eingeführt worden und nicht urchristlich....
Mittlerweile kann das aber wohl nicht als Grund herhalten. Ein Pfarrer kann sein Geld verwenden wie er will. Andererseits sind Besitztümer der Kirche ja wohl nicht die der Pfarrer. Seit dem Mittelalter haben sich ja auch andere Besitzformen und andere Herrschaftsformen ein wenig verändert.
 
Das Zölibat ist dort ok, wo es dem biblischen Sinn der echten Freiwilligkeit entspricht, es darf niemals aufgezwungen werden. Bei allen anderen (halb- und unfreiwilligen) Kandidaten kann das Zölibat nur Druck und Leiden auslösen. Wohin soll die sexuelle Energie eines Priesters hinfliessen, wenn er sich keine Frau nehmen darf? Irgendwo sucht sich der Druck ein Ventil, um sich entladen zu können. Wo das im Moment stattfindet, können wir in den Medien lesen.


Exakt zusammengefasst, vergessen wir nicht wieviele Haushälterinnen in Pfarrhäusern ihren Dienst verrichteten. Es ist ein offenes Geheimnis, von dem auch schon viele Generationen vor uns wussten.........ebenso die wundersame Vermehrung in Klöstern, wenn wiedermal ein Baby vor der Tür lag.........
Wenn die lieben Gläubigen in den Klostern so glaubensstark sind, wieso bedarf es dann geschlechtsgetrennter Klöster?
:D
 
Wußtet ihr übrigens das das Zöllibat unbiblisch ist? :D:D:D
 
Jo, es steht nirgends davon geschrieben.
Gut, wer hat das Ding schon exakt gelesen, ich nicht. Aber einen Grossteil und da is nichts aber auch gar nichts erwähnt von nix heiraten.
 
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