nObOdy schrieb:
Du kannst dir auch die Mühe machen und selbst so ein Programm schreiben...
Du kannst dir auch die Mühe machen, eine eigene Partei zu gründen. Natürlich kann man, aber wozu?
Faehnrich hat Recht, wenn er feststellt, daß sowohl die Fragen als auch die Antworten auf diese oberflächlich und unseriös sind. Sorry,
nObOdy, es geht nicht darum, ein Programm nach den eigenen 'Vorstellungen' zu schreiben, sondern der Parteienlandschaft gerecht zu werden.
Ich halte es vorsichtig ausgedrückt für absolut fahrlässig, uninformierten und ahnungslosen Wählern eine solche Entscheidungshilfe auf den Weg zu geben, da kann man dann gleich blind irgendwelche Kreuze machen. Es geht auch nicht darum, die Wahlprogramme von 25 Parteien lesen zu müssen (ich weiß z.B. auch ohne ihr Programm im einzelnen zu kennen, daß ich die PBC nicht wählen werden), denn nach dem Gebrauch dieses Wahl-O-Mates ist man genauso schlau wie zuvor. Man klennt nicht ein Programm mehr.
Mir graut übrigens vor Wählern, die es scheinbar nicht nötig haben, sich zu informieren, aber dennoch unbedingt auf dieser Grundlage ihr Kreuzlein machen müssen. Entweder weiß ich, wen oder was ich wähle, oder aber ich wähle ungültig oder ich laß es bleiben.
Mich wundert nur, daß sich hierzulande fast jeder Idiot über populistische Aussagen der Politiker aufregt, andererseits ist dieser Wahl-O-Mat ein klassisches Beispiel dafür, wie man noch das Niveau der politischen Bildung auf ein populistisches herabziehen kann. Man weiß zwar nichts, darür versteht es aber jeder Depp.
Welche Interessen dahinterstecken kann man sich leicht denken, wenn man einmal einen genaueren Blick auf die Fragen und Antworten wirft. Aber wer schon dazu fähig ist, der wird sich kaum davon 'beraten' lassen.
Gruß Konradin
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trxag: aber genau das ist doch das Wesen der Vereinfachung und Manipulation. Es ist wie an jedem Stammtisch: fehlt das entscheidende Körnchen Wahrheit, dann wirkt es völlig unglaubhaft und verfehlt seine Wirkung. Das Gefährliche sind nicht die plumpen Lügen, sondern die unsachlichen Vereinfachungen, die kleinen Entstellungen und die Verdrehungen der Tatsachen. Natürlich sind Tendenzen immer und überall erkennbar. Aber wem helfen bei der Wahl schon Tendenzen?