"Löhne müssen zum Leben reichen"

  • Ersteller Ersteller LongbowArcher
  • Erstellt am Erstellt am
Der Bundestag wird auch nicht von den Politikern, sondern auch von einer Geschäftsleitung geführt. Damit haben Politiker wenig am Hut! Ausserdem bezahlen die Putzfirmen und nicht der Bundestag die Arbeiter.
Holst du dir vorher eine Gehaltsoffenlegung der Handwerker ein, welche du brauchst, um zu schauen ob sie auch genug verdienen?
Solche Meldungen lassen solche Fakten gerne mal weg, damit sie doch noch nach etwas ausschauen....
 
Aber es klingt toll und man kann auf den Politikern rumhacken.
Viel eher sollte man sich nicht durch solche "Ernährungsdebatten" oder ähnliches blenden lassen, dass in Wirklichkeit garnix im Bundestag passiert an Reformen.

Sowie kein "akutes Thema" wie z.B. Klimawandel da ist, gehts es wieder um relativ unwichtigen "bullshit" wie Ernährungsprogramme bei dem sich alle einig sind, damit sich die Koalition nicht brisanten Themen wie Steuerpolitik oder Unternehmensreformen beschäftigen muss...
 
Der Bundestag wird auch nicht von den Politikern, sondern auch von einer Geschäftsleitung geführt. Damit haben Politiker wenig am Hut! Ausserdem bezahlen die Putzfirmen und nicht der Bundestag die Arbeiter.
Holst du dir vorher eine Gehaltsoffenlegung der Handwerker ein, welche du brauchst, um zu schauen ob sie auch genug verdienen?
Solche Meldungen lassen solche Fakten gerne mal weg, damit sie doch noch nach etwas ausschauen....

Nun, grundsätzlich richtig. Wäre da nicht die offensichtliche Unfähigkeit, Beschlossenes umzusetzen. Die Handwerker haben diese Verordnung nicht erlassen. Wer war es, der Bundestag. Die Verantwortung endet sicherlich nicht nach der Beschlussfassung, lieber LongbowArcher, das wäre zu einfach. Es ist die Ironie der Geschichte des alltäglichen Wahnsinns, die hier aufgezeigt wird.:2490:
 
Das Problem mit den ausländische Arbeitern ist, dass sie hier für ihre Verhältnisse viel Geld verdienen aber nicht in Deutschland wohnen, sondern das verdiente Geld mi in ihr Land nehmen, in dem die Lebenshaltungskosten wesentlich niedriger sind als hier in Deutschland. Von daher sehe ich das schon als Problem an, dass ausländische Arbeitern den Deutschen teilweise die Jobs wegnehmen!
Nun, das hätte sich Deutschland vor der EU-Osterweiterung überlegen sollen.
Auch wenn es etwas netter hätte formuliert werden können, aber so trifft es schon recht gut:
sieht das eher so aus, dass die die Arbeit machen die so manches faules deutsches Pack nicht machen möchte,

Und dazu kommt, daß dies:
aber bei uns wird lieber auf arbeitslose gehetzt die sich nicht von den bauern ausbeuten lassen wollen
sich etwas anders verhält - die Bauern können es sich einfach nicht leisten mehr Geld zu zahlen! Die Ursache dafür ist ebenfalls im EU-Binnenmarkt und den recht sinnarmen Reglementierungen zu finden.

Zumal: wo fängt Ausbeutung an?
Für mich sind unentgeltliche Praktika und 1-Euro-Jobs bereits Ausbeutung!
Wie bringt man das mit Mindestlöhnen unter einen Hut?

LG
T0TEM
 
Nehmt es nicht so erstn, aber:
Alles die Schuld der EU...früher war alles besser ;)

Mal im Ernst:
Zu erst einmal sollte man überlegen was es bedeutet, dass "Löhne zum Leben reichen" müssen...
Ab wann reicht denn ein Lohn zum leben?
Wenn er auf Hartz 4-Niveau liegt? Die Leute leben auch - ohne viel Geld.
Für manch andere reicht der Lohn erst zum Leben, wenn er sich einen 60 Zoll HD-Plasma-TV und einen eigenen TV-Satelliten leisten kann.

Wenn den Leuten das zu wenig ist, was sie gezahlt bekommen - Leute, kündigt oder nehmt den Job erst gar nicht an.
Dann wird er aber wiederrum von Gastarbeitern beschlagnahmt, die es wohl für die Hälfte des Geldes machen. Warum eigentlich? Ich meine, die wohnen ja auch hier in Deutschland (meistens zumindest) und zahlen genauso die gleichen Preise für Lebensmittel etc. wie wir deutschen - wieso können die so gut leben?

Warum führt man nicht eine Art ... sagen wir es wie beim Muli - "Ausländer/Deutsche-Ratio" ein?
Mindestens so und so viel Prozent Deutsche, der Rest darf Gastarbeiter sein.

Das Thema ist denke ich ziemlich komplex - da könnte man Stundenlang an einem Beitrag hier im Forum schreiben und würde trotzdem die hälfte nichtmal anschneiden.

Es gibt sicher viele "Für's" und viele "Wider's" - kommt immer auf den Blickwinkel darauf an - wie oben shcon gesagt - dem einen reicht es eine warme Wohnung und Essen zu haben, der andere braucht dann noch eine teure Hifi-Anlage, einen 5000€ TV usw. .
Wie will man sowas festlegen?
 
Eigentlich so, dass es für ein warmes Zimmer und genug zu essen reicht.
Und ein funktionierendes Bad.

Alles andere könnte man sich ja mit "Mehrarbeit" verdienen, aber unser soziales Netz fängt ja lieber erstmal ALLES auf und bezahlt auch ALLES, bevor es überhaupt auchnur wagt, jemanden zu benachteiligen...
 

Ob die Regierung immer noch der Meinung wäre, das Löhne zum leben reichen müssen wenn die Wirtschaft nicht mehr so viel Geld in die Kassen spülen würde? Oder würde sie diese Meinung immer noch vertreten, wenn wir keine Steuern mehr bezahlen würden mit der Begründung "Das von mir verdiente Geld reicht gerade so zum Leben, aber nicht mehr für die Steuern"?

Unglaublich was diese feinen Herren sich herausnehmen, die selber ein fünfstelliges Monatseinkommen ihr eigen nennen :frown:
 
Unglaublich was diese feinen Herren sich herausnehmen, die selber ein fünfstelliges Monatseinkommen ihr eigen nennen
Dazu kommt eine völlige Volksentfremdung - dann kommen solche völligen Fehleinschätzungen wie
"Ein Bäckerlehrling bekommt 25Euro/Stunde "
oder
"Studenten bräuchten nur 2 Stunden im Monat zu arbeiten, um die Studiengebühren (500Euro/Sem.) zu bezahlen." (== Stundenlohn von 42Euro/Std.)

LG
T0TEM
 
Und genau deswegen bin ich der Meinung, dass sich unsere Demokratie gerade gewaltig in die falsche Richtung bewegt....wenn der Elfenbeinturm zu hoch wird, kann er ziemlich lange brennen...
 
Mal was, was mir grade auf dem Herzen liegt, weil ja grade die Streikmanie umgeht:
Viele Arbeitnehmer meinen, sie müssten unbedingt eine Lohnerhöhung bekommen, da sich Deutschland ja grade mitten im Aufschwung befindet. Meist vergessen sie dabei aber, dass nicht jede Branche davon profitieren wird, erst später davon profitieren wird oder sich ersteinmal mit einem heftigen Loch vor dem Aufschwung auseinandersetzen muss in Form von neuen Investitionen (z.B. die Druckbranche), um den Betrieb am Leben zuhalten.

Was ich sagen will ist, dass ich Mindestlöhne für sinnvoll halte, aber die Gewerkschaften an der ganzen Misere einen großen Anteil der Schuld tragen!!! Es werden hohe Löhne gefordert, wo keine hohen Löhne gezahlt werden können! Die Folge ist, dass weniger Arbeiter in Vollzeit arbeiten können, da diese einfach zu teuer geworden sind, also wird und muss manchmal sogar auf Billigkräfte zurückgegriffen werden, um den Betrieb über Wasser halten zu können.
 
Es ist allerdings auch bereits zur Regel geworden, daß Unternehmen auch dann entlassen, wenn sie satt in Gewinnzone sind (vorsorglich sozusagen).
Aber Gewinnmaximierung ist das gelobte Ziel, nur: wie weit lässt es sich optimieren? Die Frage ist wofür brauchen diese Unternehmen diese Gewinnoptimierung? Überleben im globalen Wettbewerb? Pustekuchen!
Die Triebkräfte sind Selbstsucht, Machtgier, Maßlosigkeit - was ist bloß das Ziel? Es gab mal eine Zeit in der man gesagt hätte das Ziel dieser Triebkräfte sei die Hölle....

LG
T0TEM
 
Es ist allerdings auch bereits zur Regel geworden, daß Unternehmen auch dann entlassen, wenn sie satt in Gewinnzone sind (vorsorglich sozusagen).
Aber Gewinnmaximierung ist das gelobte Ziel, nur: wie weit lässt es sich optimieren? Die Frage ist wofür brauchen diese Unternehmen diese Gewinnoptimierung? Überleben im globalen Wettbewerb? Pustekuchen!
Die Triebkräfte sind Selbstsucht, Machtgier, Maßlosigkeit - was ist bloß das Ziel? Es gab mal eine Zeit in der man gesagt hätte das Ziel dieser Triebkräfte sei die Hölle....

LG
T0TEM
wie wäre es eher, dass es um die Gewinnmaximierung der Manager und Vorstandvorsitzenden geht.
Ich finde es auch unverschämt, dass sich einige für die gleiche Arbeitszeit das 100-100.000Fache wie andere gönnen.
Auf Grund der unterschiedlichen Anstrengungin den einzelnen Jobs sind zwar Unterschiede durchaus gerechtfertigt, aber nicht solche.

Und alle Wundern sich immer darüber, dass niemand mehr arbeiten gehen will, was aber oft daran liegt, dass man mit Hartz4 mehr bekommt fürs NIX TUN!!!
Ich empfinde diese Art des Lohndumpings als Ausbeutung und moderne Sklaverei.
Sowas sollte gesetzlich verboten werden. (Aber wenn sowas selbst im Bundestag stattfindet...)

mfg
v6ph1
 
Naja, ob man einen Konzern in der Position eines Vorstandes leitet, oder ob man nach Weisung arbeitet mit relativ wenig Verantwortung...da besteht schon ein sehr großer Unterschied. Vorstände habne zu dem ein viel höheres Risiko von ihrer Position abgesetzt zu werden! Wenn man Pech war es das dann mit der Karriere.
 
Wenn man Pech war es das dann mit der Karriere.

Heutzutage ja leider nichtmehr. Egal wo man versagt hat, irgendein Konzern nimmt einen ja wieder, weil die "Konzepte" stimmen.

Ich hab nichts gegen hohe Gehälter im Vorstandsbereich, allerdings sollte dann auch das Ergebnis des Konzerns stimmen und nicht stagnieren oder fallen...
 
Heutzutage ja leider nichtmehr. Egal wo man versagt hat, irgendein Konzern nimmt einen ja wieder, weil die "Konzepte" stimmen.
Da muss ich (wenn auch leider) beipflichten. Immer öfter kommt es vor, daß ein abgesetztes Vorstandsmitglied eines Unternehmens schnell wieder einen Posten im Vorstand eines anderen Unternehmens bekommt... so sieht die Realität nun mal aus.. .. ..

Naja, ob man einen Konzern in der Position eines Vorstandes leitet, oder ob man nach Weisung arbeitet mit relativ wenig Verantwortung...da besteht schon ein sehr großer Unterschied.
Ich würde gern ein Experiment anregen:
Man tausche einen Vorstand gegen einen "normalen" (handwerklich orientierten) Arbeiter aus.

Meine hellseherischen Fähigkeiten verraten mir:
1. Wer ein Unternehmen gegen die Wand fährt ist ziehmlich egal.
2. Der Vorstand kann keine Arbeit des "normalen" (handwerklich orientierten) Arbieters ausführen.

LG
T0TEM
 
Ein Arbeiter wird aber nie das Wissen haben, welches erforderlich ist, um ein Unternehmen überhaupt zu leiten! Deshalb ist dein Experiment auf gut deutsch gesagt voll fürn Arsch!
Wenn der Arbeiter seine Arbeit nicht richtig macht, dann fährt er damit das Unternehmen nicht an die Wand. Macht ein Manager oder Vorstand einen Fehler geht das sehr schnell nach hinten los! Wer sich einmal ein wenig mit Managementtechniken beschäftigt hat, wird feststellen, dass dies ein überaus komplexes und schwieriges Thema ist! Ein Manager hat daher mehr Verantowrtung zu tragen, als ein normaler Arbeiter, der eben keine Personal- und Finanzverantwortung trägt.

Das größte Problem ist, dass viele denken, alle Vorstände seien unfähig, dabei gibt es weit mehr erfolgreiche Vorstände bzw. Manager, doch diese werden eben kaum erwähnt.
 
Das größte Problem ist, dass viele denken, alle Vorstände seien unfähig, dabei gibt es weit mehr erfolgreiche Vorstände bzw. Manager, doch diese werden eben kaum erwähnt.

Das stimmt auch, aber die sitzen dann meist eher im Mittelstand und nicht bei solchen Firmen wie Siemens, Telekom oder Infineon...
 
Trotzdem sind es Vorstände, die ihr Unternehmen gut erhalten haben und auch jede Menge Geld dafür bekommen!
 
Ein Arbeiter wird aber nie das Wissen haben, welches erforderlich ist, um ein Unternehmen überhaupt zu leiten!
a)
Haha, aber ein Vorstandsmitglied hat es? Wieviele Vorstandsmitglieder braucht ein Unternehmen? Einen, der Ahnung hat und zehn, die nicken??
Im Prinzip brauche ich nur genug Aktien einer AG zu kaufen, um mich in die Unternehmenspolitik einmischen zu können - dafür brauche ich kein Wissen (nur Geld).
Sicherlich sitzen auch fähige Leute im Vorstand eines Unternehmens, leider sieht es in der Realität oft so aus, daß fähige Arbeiter entlassen werden, weil derjenige, der sie entlässt selbst unfähig war/ist.
Und dafür kassiert er auch noch ordentlich...

b)
Zudem kommt, daß oft Vereine, Schützenfeste u.ä. von Personen organisiert, verwaltet und geführt werden, die im Berufsleben einer Tätigkeit nachgehen, die ihnen überhaupt keine Verantwortung einräumt.
Keine Verantwortung - nicht weil der Arbeiter völlig unfähig wäre, sondern, weil es keiner braucht/will. Stell dir ein Unternehmen vor mit 5000 Managern und 5 Fließbandarbeitern...

-> c)
Ich finde, daß so ein Arbeiter wie oben skizziert, durchaus die Aufgabe eines nickenden Vorstandmitglieds übernehmen könnte...
Umgekehrt bin ich mir nicht so sicher.... ;)

LG
T0TEM
 
Ein Arbeiter wird aber nie das Wissen haben, welches erforderlich ist, um ein Unternehmen überhaupt zu leiten!

sry longbow aber das ist totaler schwachsinn. woher kommt so eine denkweise?
 

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten