"Löhne müssen zum Leben reichen"

  • Ersteller Ersteller LongbowArcher
  • Erstellt am Erstellt am
"in einigen Brachen" und dann bestimmt nur für deutsche Arbeitnehmer, so dass den "Polen und Co" Tür und Tor geöffnet werden.
Auf Baustellen gibt es schon Mindestlöhne, und die Firmen, die mit solchen Löhnen Angebote abgeben werden zu 100% von den Firmen ausgestochen, die in irgendeiner Form osteuropäische Löhne zahlen...schöne neue Mindestlohn-Welt. Sowie eine Firma eine "Filiale" in einem "Billiglohnland" hat, kann sie billige Arbeitskräfte importieren.
Und jetzt die Frage: Wer hat das Geld für "Auslandsfilialen"?

Nicht der Mittelstand....
 
Deine Defnition von Mittelstand?
Der Mittelstand hat sehr wohl das Geld dazu!!!
Aber das steht hier eh nicht zur Diskussion!
Ein Mindestlohn muss her und zwar geltend für alle, die in Deutschland arbeiten. Egal ob es ein Pole aus dem Nacbarland ist, welcher nur Saison bedingt arbeitet oder ein Deutscher.
Auslandsfillialen sollten daher kein Thema sein, da sie irrelevant sind.

Diese ganzen Diskussionen, dass ein Mindestlohn Arbeitsplätze zerstört sind dermaßen schwachsinnig....welche Arbeitsplätze werden denn zerstört? Die, die oft an der Existenzgrenze sind, oder die der Polen usw.
 
Deine Definition von Mittelstand?
Der Mittelstand hat sehr wohl das Geld dazu!!!

Ich denke nicht, dass er damit meint dass er zum Mittelstand gehöre und einfach kein Geld ausgeben will, sondern vielmehr, dass der Höchste Stand (nee, nicht der 1. xD, wir reden hier natürlich vom Geld) nichts oder viel zu wenig dazu beitragen muss...
 
Er meinte den wirtschaftlichen und nicht den sozial-gesellschaftlichen Mittelstand der immerhin 99,7% der deutschen Wirtschaft aus macht :)
 
Jedenfalls sehe ich mittelständische Bauunternehmen, die keine Chance gegen "internationale" Bauunternehmen haben und damit trotz Mindestlohn untergehen.
Was ich allerdings deswegen fordere ist NICHT die Abschaffung des Mindestlohnes, sondern die Pflicht, diesen an ALLE Arbeitnehmer zu zahlen.

Ich bin ein Befürworter des Mindestlohnes!
 
vorallem muss man daran denken, dass damit kleinere Geschäfte auch gefährdet werden.
Als Beispiel könnte man da diese bekloppten 10€ Friseurläden nehmen. Die Angestellten bekommen da knapp 5€ Stundenlohn. Bei einem Mindestlohn von 7,50€ wäre also 1 so gut bezahlt wie normal ohne Mindestlohn 1,5 Arbeitskräfte.
Jetzt hat der Laden aber mehr als nur einen Angestellten also 2 Leute die bezahlt werden müssen wie 3, oder 4 Angestellte die bezahlt werden müssen wie 6.
Die logische Folge um das ganze noch rentabel werden zu lassen ist dann Leider Personal einzusparen. Folge daraus ist ein arbeitsloser Friseur!

Um das zu verhindern müsste man die Preise erhöhen, aber das will der Rest der Bevölkerung nicht.
Tja, tolle Wurst nech?
 
Um das zu verhindern müsste man die Preise erhöhen, aber das will der Rest der Bevölkerung nicht.
Tja, tolle Wurst nech?

Dann ist der Frisör eben teurer. Die Ökosteuer hat die Leute nicht vom Autofahren abgehalten und die hohe Mehrwertsteuer nicht vom kaufen.
Außerdem ist dann klar, wohin das Geld geht, nämlich in die Tasche der Frisöse, die deswegen mehr kaufen kann, weswegen Woolworth wieder eine Kasse mehr aufmachen muss und wieder mehr Personal einstellen muss...ein gefährlicher Kreislauf, der am Ende dazu führt, dass man vielleicht wieder Gastarbeiter holen muss, wenn nicht genug Arbeiter das sind ;-)
 
Mindestlöhne vernichten Arbeitsplätze. Das ist eine mikroökonomische Tatsache.
Arbeit muss sich wieder lohnen, das stimmt in jedem Fall. Aber Mindestlöhne sind definitiv der falsche Weg.
 
Nun, wenn die mikrookönomische Tatsache auch behauptet, dass Arbeitsplätze vernichtet werden die knapp über oder knapp unter dem Existenzminimum bezahlt werden, dann ist deine Aussage korrekt.
Und was erkennt man daran?
Das manche Leute ohne Arbeit mehr Geld zur Verfügung hätten und die Politiker Angst haben, dass sich die Arbeitslosenquote erhöht.

Bedenke bitte auch, wer hier arbeitslos wird:
Ausländische Arbeiter, welche für einen Bruchteil des Geldes arbeiten, welches ein deutscher Arbeitnehmer bekommen würde. Wenn nun der Mindestlohn kommt, wird sich ein Arbeitgeber überlegen, ob er sich nicht doch einen gut ausgebildeten deutschen Arbeitnehmer nimmt.
Daher würden auch wieder Arbeitsplätze geschaffen werden.
Man muss immer beide Seiten betrachten und nicht nur eine oder beide Seiten erwähnen und nicht nur eine!
 
Also der DGB ist sowieso lustig, er fordert scheinheilig mehr Lohn, aber in Wirklichkeit möchte er nur mehr Mitglieder, die Ihn in " Unterstützen", aber besser gesagt finanzieren! Denn die Löhne der Gewerkschaft Mitarbeiter sind nicht gerade Vorbildlich!!!
 
Lohndumping, Tarnfirmen, Schwarzarbeit: Seit zwei Jahren kämpft eine Task Force gegen die Beschäftigungspraktiken in Deutschlands Fleischfabriken - ergebnislos. Jetzt fordern die Gewerkschaften Mindestlöhne, auch die Regierung erhöht den Druck auf die Branche.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,480849,00.html




Tönnies beschäftige im Werk in Rheda-Wiedenbrück 250 deutsche Mitarbeiter und 2000 Osteuropäer...
Ich glaube, dass dies ein Paradebeispiel dafür ist, warum wir unbedingt einen Mindestlhon brauchen!!!
 
Paradebeispiel?
Da kannst Du jede Branche nehmen...Krankenpflege, Ärzte, Juristen, Frisöre, Verkäufer....
 
Musterbeispiel? Besser?
 
Lass es uns wie in der Politik machen, anstatt vernünftig zu diskutieren, verschwenden wir die gesamte Zeit auf "Begriffsdefinitionen" und wer erstmal Schuld daran hat, bis das Thema langweilig ist und die nächste Sau von der Presse durchs Dorf getrieben wird... ;-)
 
wir könnten auch darüber diskutieren warum es mehr osteuropäische Nutten an der Chechischen Grenze gibt als Deutsche...

das erschreckende an dieser ganzen Angelegenheit ist doch, dass man dabei wieder sieht, dass manche Leute hier wieder einmal den Ausländern die Schuld geben... wie kommt das?
Man kann die Schuld viel besser bei der Mentalität der Deutschen oder noch besser bei den deutschen unternehmern suchen!
Nur weil manche Gastarbeiter einfach Härter für Weniger arbeiten muss das nicht heißen, dass sie den Deutschen die Arbeit wegnehmen. Aus meiner Sicht sieht das eher so aus, dass die die Arbeit machen die so manches faules deutsches Pack nicht machen möchte, weil das Sozialamt ohnehin besser bezahlt. Da möchte ich nur an die Spargelernte oder die Obsternte generell erinnern. Das war die letzten Jahre ein Verlustgeschäft für viele Bauern und das nur weil es nicht genug Arbeiter gab, trotz Bemühungen des Arbeitsamtes Leute heranzuziehen.
Letztes Jahr und dieses Jahr ganz sicher werden selbst die Gastarbeiter ausbleiben, da auch diese nicht dumm sind. Die gehen einfach weiter hoch in den Norden, weils da besser bezahlte Stellen geben wird.
Das hieße ja dann eigentlich auch, dass hier Stellen frei würden, aber wer bequemt sich schon gerne für 6,50€ die Stunde auf ein Feld als Deutscher!?
 
Das Problem ist einfach, dass manche Arbeit nicht entsprechend bezahlt wird.
Frisösen, Nachtwächter, etc arbeiten teilweise für Gehälter, wo eine HarztIV Empfänger einen LAchanfall bekommt und wieder zu Hause bleibt.

Und solange es diese Ungerechtigkeit gibt, muss etwas getan werden. Und das sind Mindestlöhne.
Die verhindern auch das Lohndumping, was durch ausländische Hilfkräfte noch weiter geschürt wird.
Ein polnischer Erntehelfer würde sich auch über 7,50 Euro Stundenlohn freuen...
 
mittlerweile kommen ja sogar die polen nicht mehr nach deutschland um spargel zu ernten, weil sie zu wenig kriegen. die gehen jetzt in andere länder, aber bei uns wird lieber auf arbeitslose gehetzt die sich nicht von den bauern ausbeuten lassen wollen. diese einstellung wird aber folgen haben, wir unterstützen dass lohndumping im eigenen land. deutscher michel.....
 
Das Problem mit den ausländische Arbeitern ist, dass sie hier für ihre Verhältnisse viel Geld verdienen aber nicht in Deutschland wohnen, sondern das verdiente Geld mi in ihr Land nehmen, in dem die Lebenshaltungskosten wesentlich niedriger sind als hier in Deutschland. Von daher sehe ich das schon als Problem an, dass ausländische Arbeitern den Deutschen teilweise die Jobs wegnehmen!
 
Das sieht der deutsche Bundestag aber ein wenig anders

Bundestag speist Putzkräfte mit Dumpinglöhnen ab

Eine Hotline der IG BAU soll Fälle von Dumpinglöhnen in der Gebäudereinigung offen legen. Was dabei herauskam, machte die Gewerkschafter baff: Selbst der Bundestag zahlt Putzkräften nur Dumpinglöhne. Die liegen sogar unter dem im Entsendegesetz festgelegten Mindestlohn von 7,87 Euro. mehr...http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,482395,00.html



Zum Teufel wieder einmal mit der Vorbildfunktion.
 

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten