Kommunismus - was denkt ihr dazu?

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ich liebe solche waghalsigen kausalitäten! :-)
also kapital bringt bestimmt keine charaktereigenschaften wie ergeiz erhovr! es sanktioniert bzw. belohnt diese eigenschaften höchstens und stellt somit eine Anreizstruktur dar. und hier muss ich auch mr. anderson wiedersprechen. es darf nicht darum gehen, schlechte eigenschaften "abzuschaffen" (wie gesagt, und schwupps landen wir in der erziehungsdiktatur) sondern dafür zu sorgen, dass es in der gesellschaft keine strukturen gibt, die eben solche eigenschaften belohnen. dies ist ein riesiger unterschied aber auch ein entscheidender (selbst die ökonomen geben es zu, dass es marktversagen gibt, weil dieser für bestimmte prozesse blind ist bzw. auswirkungen hat, die außerhalb seines regulierungskreis liegen und somit ungeheuren schaden anrichten können).
 
es darf nicht darum gehen, schlechte eigenschaften "abzuschaffen" (wie gesagt, und schwupps landen wir in der erziehungsdiktatur)
Stimmt. :)

Gut abschaffen ist das falsche Wort.
Sagen wir, es sollte durch die Art der Gesellschaft vermieden werden, das solche entstehen, oder wie du gesagt hast gefördert werden.

mfg
neo
 
ich liebe solche waghalsigen kausalitäten! :-)
also kapital bringt bestimmt keine charaktereigenschaften wie ergeiz erhovr! es sanktioniert bzw. belohnt diese eigenschaften höchstens und stellt somit eine Anreizstruktur dar.


GEbe dir 100% Recht.

Nur halte ich den Ausdruck Ehrgeiz nicht für den richtigen Ausdruck. Ehrgeiz kann durchaus positiv sein - sollte es in den meisten Fällen auch. So kann ein Wissenschaftler völlig selbstlos ehrgeizig sein und der Gesellschaft helfen. Auch im sozialen und mitmenschlichen Bereich kann man "ehrgeizig" sein und dabei vielen helfen.

Das Problem des Kapitalismus ist das, dass der Kapitalismus hauptsächlich den Egoismus belohnt. Derjenige, der am brutalsten und selbstsüchtigsten vorgeht, wird belohnt.
 
rein sozial oder gesellschaftlich ist die idee des kommunismus ganz in ordnung, leider ist er auf dauer nicht realisierbar in einer globalisierten welt vor allen da kein land total autark ist, also alle ressourcen, die es benötigt, im eigenen land hat.
 
leider ist er auf dauer nicht realisierbar in einer globalisierten welt vor allen da kein land total autark ist, also alle ressourcen, die es benötigt, im eigenen land hat.
ja und?
Man kann doch trotzdem zum Beispiel Waren gegen andere tauschen oder eine Art Schnittstelle einrichten, bei der Waren gegen Geld getauscht werden, mit dem man dann andere kauft.

mfg
neo
 
rein sozial oder gesellschaftlich ist die idee des kommunismus ganz in ordnung, leider ist er auf dauer nicht realisierbar in einer globalisierten welt vor allen da kein land total autark ist, also alle ressourcen, die es benötigt, im eigenen land hat.


dies ist meiner meinung nach eine noch sehr unterbelichtete problematik. warum soll es im kommunismus keinen handel geben? warum müssen dann alle länder/staaten (die es im kommunismus nicht ehr gibt) autark sein. die ganze ökonomische seite des kommunismus wird viel zu sehr auf die die frage marktwirtschaft/planwirtschaft reduziert. die katagoriale kritik marx am kapitalismus und hier speziell an der entfremdung der arbeit muss nicht zwangsläufig in die lösungsvariante zentralverwaltungswirtschaft hinauslaufen. denn gerade die ehemlaigen ostblockstaaten waren dem alten kapitalistischen/bürgerlichen arbeitsethos ebenso verhaftet und konnten mit der zentralverwaltungswirtschaft gar nicht den kapitalismus überwinden. eben weil sie sich über den arbeitsbegriff zu sehr an ihn gekettet hatten. eine lösung dieser problematik führt meiner meinung nach auch zu einer vereinbarkeit von kommunismus als gesellschaftsformation und ökonomie als ein subsystem der gesellschaft zur befriedigung der bedürfnisse der menschen.
 
Kommunismus funktioniert nicht. Es wird immer Menschen geben die das Sytem ausnutzen werden.

Kommunismus ist auch nichts weiteres als roter Faschismus.
 
Kommunismus.....man hat ja gesehen wie das in der Zone ausgesehen hat. Ich denke das war eins der schönen Paradebeispiele. also ich bin auch kein befürworter der kommunisten. ich denke, die mitte ist der richtige weg....
 
der Kommunismus ist auf dem Papier die wohl schönste Staatsform
doch in der Praxis wohl die hässlichste
(entschuldigt den kurzen post bitte das soll kein spam sein)
 
Kommunismus funktioniert nicht. Es wird immer Menschen geben die das Sytem ausnutzen werden.

Kommunismus ist auch nichts weiteres als roter Faschismus.

sehr überzeugend! welches system soll wer und warum ausnutzen und was hat das mit der diskussion über den kommunismus zu tun? deinen letzten satz habe ich mal überhört - nix als geschmacklose polemik.

Kommunismus.....man hat ja gesehen wie das in der Zone ausgesehen hat. Ich denke das war eins der schönen Paradebeispiele. also ich bin auch kein befürworter der kommunisten. ich denke, die mitte ist der richtige weg....

danke fürs lesen der vorherigen posts, dann hättest du schon mal gemerkt, dass festgestellt wurde, dass es keine existierenden kommunistischen gesellschaften gibt und gab oder woran machst du fest, dass die "zone" kommunistisch war?
welche mitte meinst du und von was? die mitte innerhalb kapitalistischer systeme oder die mitte zwischen kommunismus und kapitalismus? was soll das dann sein?

der Kommunismus ist auf dem Papier die wohl schönste Staatsform
doch in der Praxis wohl die hässlichste
(entschuldigt den kurzen post bitte das soll kein spam sein)

wieder mal ein fall von "ich lese nicht den verlauf der diskussion nach und poste trotzdem irgendwas" sonst hättest du bemerkt, dass es weder pratktisch erlebetn kommunismus gab als gesellschafts form und das es kommunismus nicht als staatsform geben kann, was von der gesellschaftsform her ein großer unterschied ist.
 
naja alle länder die versucht ham irgendwie kommunistisch zu sein sind damit eig sogut wie immer den bach runter gegangen also würd ich ma sagen is des net unbedingt das erfolgsrezept
bin schon mal gespannt wie friedrich.muell meinen kurzen post wieder auseinander nehmen wird
ps: lieber tot als rot^^
 
hm, mag sein, dass bisherige versuche kommunistische gesellschaftsstrukturen einzuführen gescheitert sind, dabei muss aber gefragt werden, woran diese gescheitert sind. denn mit der einführung von institutionen, strukturen und wertvorstellungen, die eigentlich zu den grundlagen des kapitalistischen systems gehören (staat, nation, volk, fetisch der arbeit), als der gesellschaftsform, die überwunden werden will, kann ja das "kommunistische experiment" nie funktionieren.
gerade in der sowjetunion und im ehemaligen ostblock lässt sich zeigen, dass es hier nie wirklich um eine alternative gesellschaftsform ging, sondern um einen aufholenden modernisierungsprozess im zeitraffer. ausdruck dafür ist die prioritätensetzung sowjetischer innen- und wirtschaftspolitik auf militär und schwerindustrie, die durchorganisierung der gesellschaft in großorganisationen - all das hat das westliche europa schon viel früher in einem längeren prozess vollzogen. die oft alibihaft angemerkten sozialen errungenschaften (gesundheitssystem, kinderbetreuung, bildungssystem) lassen sich alle unter diesem aspekt der nacholenden modernisiuerng subsummieren bzw. dienten als puffer für die totale überwachung seitens des staats nach dem motto wenn ich nichts zu verbergen hab und der staat mir wohltaten austeilt, dann regt sich bei mir auch kein widerstand.
 
ähm friedrich.muell nix für ungut aber lass ma des fachchinesisch weg mer versteht zwar trotzdem was du sagen willst aber hört sich XXXXXe an
des klingt irgendwie als wölltest du damit sagen schaut her ich muss recht haben schon allein wie ich mich ausdrücken kann
aber glaub mir des is wie im wahren leben net der der am lautesten schreit hat au immer recht (also au net der der sich am kompliziertesten ausdrückt)
 
Welcome friedrich.muell :)

zwar ein bisschen spät schon für diese Begrüßung ;), aber der zunehmende, oberflächliche und unbegründete Unsinn (vorsichtig ausgedrückt) einiger User hier, wie
Pavio
7even
opa15
reaper21

zwingt mich wirklich dazu, Dir ausser der Reihe meine Wertschätzung auszudrücken.
Es wäre schön, wenn Du Dich nicht von dem hier tw. vorherrschenden 'Niveau' abschrecken lässt und trotzdem noch weiterpostest ;)

@ all - auch bzw. vor allem die oben Genannten :(
Falls ihr hier im Pol-forum wirklich so rein garnichts
Eigenes, Durchdachtes oder Fundiertes
zu schreiben habt...dann...lasst es einfach grundsätzlich sein...

Es nervt nämlich ausserordentlich, sich derartig dummes Geblubber durchlesen zu müssen :rolleyes:
Es gibt hier genügend Foren, wo ihr Euch über Gott und die Welt unterhalten könnt...aber..
BITTE NICHT HIER auf derartige Weise... nämlich durch Allgemeinplätze und Vorurteile

@ topic
Für mich stellt sich in diesem Zusammenhang wirklich die Frage, ob Ansätze des Kommunismus aus sich selbst heraus 'gescheitert' sind ;)
oder derart massiv - direkt oder indirekt - bekämpft wurden,
so daß eine regionale/nationale oder weitergehende Konsoldierung derartiger sich entwickelnder Strukturen eh gar keine begründete Chance hatte sich zu stabilisieren.
Als Beispiel habe ich in einem anderen thread u.a. den Anarcho-Syndikalismus in Katalonien zur Zeit des span. Bürgerkriegs genannt.
Ein anderes - hypothetisches Beispiel - mal als Denkmodell - wäre Kuba
Wo stände die Entwicklung dort heute...
ohne Handelsembargos, Vorurteile, aber auch mässigenderen Einfluß von 'Symphatisanten' aus aller Welt ;)

edit @ reaper21 ;)
Jeder bezieht mein Geschriebenes eben speziell auf sich...oder... ist eben in der Lage dasselbe zu relativieren....
Bei Dir hat mich explizit Dein Verweis bzgl. des 'Fachchinesischem' von friedrich.muell schon sehr gestört...zudem provoziert Du mit Platitüden wie im thread #31+33 ohne mal ausführlicher auf seine post einzugehen....Nun gut, es gibt hier schlimmere Beiträge als....aber...
Wer schon nicht imstande ist, Beiträge zu verstehen...sollte sich mit Kommentaren zurückhalten, sondern eher Fragen zum Verständnis stellen...alles andere Vorgehen nenne ich tatsächlich oberflächlich & 'dumm'...von blöd und anderen Deiner Unterstellungen war bei mir nicht die Rede.
Und...Deine 'Meinung' in allen Ehren....nur hier solltest Du sie auch begründen können - boardrulez ;)
und zum 'Denken' verweise ich einmal hierauf -> Denken - Wikipedia
aber...auch diese Ergebnisse sollten für alle hier nachvollziehbar sein...ansonsten ...;)
 
@muesli soweit wie ich weis heist der thread hier:
Diskussion - Kommunismus - was denkt ihr dazu?
so und wenn ich jetzt nach deiner meinung dumm oder blöd bin darf ich dann etwa nix zum thema sagen oder was?
und wer entscheidet dann überhaupt wer dumm ist und wer nicht? du etwa?
"nie zeichnet der mensch den eigenen charakter schärfer, als in seiner manier einen fremden zu zeichnen" Jean Paul

auserdem bin ich trotzdem der meinung das kommunismus nur vom papier her funktioniert.Denn sonst wär eig. ne Diktatur auch ne ganz schöne staatsform wenn man davon ausgeht das der diktator eben gerecht und weise handelt.
Das kommt blos leider nie oder eben nur sehr sehr selten vor, weil der mensch nun mal machtsüchtig und habgierig und weis was ich noch alles is.

ps:muesli was is bitte unbegründeter unsinn?
gibts dann au begründeten unsinn und
is der besser als unbegründeter unsinn?

und ich bitte auserdem viel mals um entschuldigung für mein achsodummes geblubbere und oberflächliche gelabere
der liebe gott hat die "indelligends" eben nicht gleichmäßig verteilt schnief:(
 
denn mit der einführung von institutionen, strukturen und wertvorstellungen, die eigentlich zu den grundlagen des kapitalistischen systems gehören (staat, nation, volk, fetisch der arbeit), als der gesellschaftsform, die überwunden werden will, kann ja das "kommunistische experiment" nie funktionieren.

Also da hab ich erstmal eine Frage: willst du damit sagen, dass das, was in Klammern steht, also staat usw. (mir geht es hier grad mal speziell um den Staat), in den von dir als "kommunistische Experimente" bezeichneten Ländern eingeführt wurden?
Wenn das der Fall ist, möchte ich dazu sagen, dass ein Land, in dem es keinen Staat (im Sinne von Organisationen wie Bund, Länder und Gemeinden) gibt, eigentlich eine Anarchie ist. In einer solchen Anarchie kann es aus meiner Sicht keinen Kommunismus geben; dort herrscht (so wie ich das sehe) im großen und ganzen Kapitalismus.

Auch der Kommunismus benötigt das, was man einen Staat nennt. Schon aus dem einfachen Grund, da eine Organisation nötig ist, um das Sozialprodukt zu verteilen.

____________________


Im Übrigen halte ich vom Kommunismus nicht wirklich viel, u.a. da er im Allgemeinen auf der Planwirtschaft basiert, von der ich denke, dass sie zu wichtige Nachteile hat.
Eins davon kann man an folgendem kleinen Beispiel sehr gut verdeutlichen:

Im Moment lebe ich in Thüringen. Vor 20 Jahren gab es hier die Planwirtschaft. Das bedeutete praktisch, dass sich jeder Bürger mit Vollendung seines 18. Lebensjahres für einen Trabant anmeldete, dass Getreide (zum Essen!) neben Chemiebetrieben angebaut wurde, und es praktisch keinen Fortschritt gab. Der Wartburg war einst besser als viele sog. "Westautos" - aber halt nur einige Jahre nach sienem Erscheinen. Ich vermute, ich würde - wenn die DDR bis heute bestehen würde - immer noch mit Rechenschieber in Mathe und Physik rumsitzen und nicht mit einem 15 € billigen Taschenrechner, der mir Gleichungen 3. Grades uund Gleichungssysteme mit 3 Unbekannten löst.

Außerdeem könnte ich hier auch nichts schreiben, da ich zum einen (vermutlich) keinen I-net-Anschluss hätte (geschweige denn einen DSL-Zugang), noch einen PC.


Ich muss sagen, dass schon diese Dinge in mir eine sehr große Abneigung gegenüber dem Kommunismus schaffen.


fu_mo
 
Je weiter es mit globalisierung geht, je mehr Hedgefonds usw. sich tummeln,
je wichtiger Quartalbereichte werden,desto eher wird der alte Karl Marx aus seinem Londoner Grab wieder erscheinen
 
Im Übrigen halte ich vom Kommunismus nicht wirklich viel, u.a. da er im Allgemeinen auf der Planwirtschaft basiert, von der ich denke, dass sie zu wichtige Nachteile hat.
Eins davon kann man an folgendem kleinen Beispiel sehr gut verdeutlichen:

Im Moment lebe ich in Thüringen. Vor 20 Jahren gab es hier die Planwirtschaft. Das bedeutete praktisch, dass sich jeder Bürger mit Vollendung seines 18. Lebensjahres für einen Trabant anmeldete, dass Getreide (zum Essen!) neben Chemiebetrieben angebaut wurde, und es praktisch keinen Fortschritt gab. Der Wartburg war einst besser als viele sog. "Westautos" - aber halt nur einige Jahre nach sienem Erscheinen. Ich vermute, ich würde - wenn die DDR bis heute bestehen würde - immer noch mit Rechenschieber in Mathe und Physik rumsitzen und nicht mit einem 15 € billigen Taschenrechner, der mir Gleichungen 3. Grades uund Gleichungssysteme mit 3 Unbekannten löst.

Außerdeem könnte ich hier auch nichts schreiben, da ich zum einen (vermutlich) keinen I-net-Anschluss hätte (geschweige denn einen DSL-Zugang), noch einen PC.

ich wiederhole mich gerne: es ist der größte irrglaube, kommunismus mit planwirtschaft untrennbar zu verketten. es wurde nirgends gesagt, dass planwirtschaft teil einer kommunistischen gesellschaft sein muss. im kommunismus geht es darum, die entfremdung der arbeit aufzuheeben, den konflikt zwischen kaptial und arbeit zu lösen, das abhängigkeitsverhältnis aus der ungleichverteilung von produktionsmitteln zu überwinden etc..
gerade dies ist im ostblock nicht geschehen. denn die sowjetunion und die ddr war nichts anderes als staatskapitalistische totalitäre überwachungsstaaten und nicht im geringsten beispiele für den versuch eine kommunistische gesellschaft einzuführen.

es ist im übrigen das schwächste argument, wenn angeführt wird, die materielle überlegenheit des kapitalismus hat zu dessem sieg geführt. sieg über wen? über staaten, die mit gewalt ihre rückständigkeit beseitigen wollten, in dem sie den staatskapitalismus bis zum ende ausgereitz haben? der name sagt es schon, es waren länder, die nicht im geringsten den versuch unternommen haben kategoriale kritik am kapitalismus auch umzusetzen und dessen funktionsmechanismen zu beseitigen. daher kannst du die wirtschaftskraft (dsl, autos etc. wobei ich den zivilisatorischen fortschrittscharakter des dsl sehr bezweifel) westlicher staaten nicht als indikator der überlegenheit gegenüber der ostblockstaaten anführen.

Also da hab ich erstmal eine Frage: willst du damit sagen, dass das, was in Klammern steht, also staat usw. (mir geht es hier grad mal speziell um den Staat), in den von dir als "kommunistische Experimente" bezeichneten Ländern eingeführt wurden?
Wenn das der Fall ist, möchte ich dazu sagen, dass ein Land, in dem es keinen Staat (im Sinne von Organisationen wie Bund, Länder und Gemeinden) gibt, eigentlich eine Anarchie ist. In einer solchen Anarchie kann es aus meiner Sicht keinen Kommunismus geben; dort herrscht (so wie ich das sehe) im großen und ganzen Kapitalismus.

Auch der Kommunismus benötigt das, was man einen Staat nennt. Schon aus dem einfachen Grund, da eine Organisation nötig ist, um das Sozialprodukt zu verteilen.
fu_mo

es ist arg kurz gegriffen, die abwesenheit von staat mit anarchie gleichzusetzen. dies würde überzeugte anarchisten beleidigen. die greifst hier tief in die mottenkiste bürgerlicher parolen zum anheitzen von angst, nur um jegliche alternativmodelle jenseits der staatsbezogenheit im keim zu ersticken. auch herrscht ohne staat nicht kapitalismus, denn dieser braucht zur durchsetzung und aufrechterhaltung seiner ordnung (privateigentum, vertragsfreiheit) eben unbedingt den staat oder denkst du, es waren schwache föderale länder, die im 17./18-Jh dem kapitalismus zum durchbruch verholfen haben? nein, es waren starke staaten, die aus dem absolutismus hervorgegangen waren. gerade in den osteuropäischen ländern und in russland musste erst ein starker staatsapparat installiert werden, denn dieser war dort nur schwach entwickelt.

darüber hinaus braucht es in einer kommunistischen gesellschaft bestimmt keinen staat, der das sozialprodukt verteilt oder umverteilt, da erstens dies kapitalistische denkkategorien sind, die es zu überwinden gilt und zweitens es nicht notwendig ist, irgendwas umzuverteilen, da arbeitsbegriff und die aufspaltung in arbeit und kapital bzw. in ungleichverteilung der produktionsmittel ja gerade in einer kommunistischen gesellschaft aufgehoben werden soll.
 
@friedrich.muell:
Du hast mal sinngemäß gesagt ('tschuldigung - bin grad zu faul, den Post zu suchen und dann zu zitieren :confused: ), dass bei den "kommunistischen Experimenten" immer auch irgendwas des Kapitalismus übernommen wurde. Als ich da vorhin mal drüber nachgedacht habe, ist mir da die Frage in den Sinn gekommen, ob der Kommunnismus vllt. aufgrund seiner unmöglichen bzw. überaus schweren Realisierung ganz einfach nicht die beste Staatsform ist?
Eine Antwort darauf möchte ich jetzt nicht von mir geben... (:p ;) )

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ich wiederhole mich gerne: es ist der größte irrglaube, kommunismus mit planwirtschaft untrennbar zu verketten. es wurde nirgends gesagt, dass planwirtschaft teil einer kommunistischen gesellschaft sein muss.

Kommunismus (vom lateinischen communis = „gemeinsam“) bezeichnet eine klassenlose Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und das erwirtschaftete Sozialprodukt gesellschaftlich angeeignet wird, das heißt allen Menschen gleichermaßen zugänglich ist.
(h°°p://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus)

Also ich denke, jedoch, dass es kein anderes Wirtschaftssystem gibt, welches mit dem Kommunismus vereinbar ist:
Aus miener Sicht heißt "gleichermaßen zugänglich", dass alle Bürger von allen Produkten gleich viel bekommen. Wenn dies auf Dauer funktioniert, gibt es für einfache Arbeiter keine wirkliche Motivation, sich anzustrengen. Sie werden vorraussichtlich nie mehr als das, was sie im Moment bekommen erhalten aber auch nie weniger. Unmotiviert zu arbeiten ist wiederum aus meiner Sicht keinesfalls positiv.
In der freien und sozialen Marktwirtschaft werden Anstrengungen der Menschen (im Normalfall) belohnt - sie bekommen mehr Geld, wenn sie ein paar Überstunden machen, und können sich von dem, was sie zusätzlich bekommen haben, mehr kaufen und konsumieren.

Nun gibt es 3 verschiedene Wirtschaftssysteme: die Planwirtschaft (oder auch "Zentralverwaltungswirtschaft"), die freie Marktwirtschaft und die soziale Marktwirtschaft als Zwischenform von den anderen. Da es in der sozialen und der freien Marktwirtschaft Privateigentum, dessen Existenz der Kommunismus versucht, zu unterbinden, gibt, kommt - so wie ich das sehe - für den Kommunismus nur noch die Planwirtschaft in frage.

Wenn ich das irgendwo falsch verstanden habe, wäre ich froh, wenn du mir ein Wirtschaftssystem beschreiben könntest, welches kein Planwirtschaft ist, jedoch mit dem Kommunismus vereinbar.

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darüber hinaus braucht es in einer kommunistischen gesellschaft bestimmt keinen staat, der das sozialprodukt verteilt oder umverteilt, da erstens dies kapitalistische denkkategorien sind, die es zu überwinden gilt und zweitens es nicht notwendig ist, irgendwas umzuverteilen, da arbeitsbegriff und die aufspaltung in arbeit und kapital bzw. in ungleichverteilung der produktionsmittel ja gerade in einer kommunistischen gesellschaft aufgehoben werden soll.

Also einen Staat muss es aus meiner Sicht schon mal aus dem einfachen Grund geben, da es (meines Erachtens nach) unmöglich ist, die Meinungen aller Einwohner eines Landes zu vereinen und demzufolge eine Organisation notwendig ist, um dem Land eine innere Sicherheit zu geben (also Polizei usw.).
Begrenzt sich der Kommunismus auch nur auf ein Land, sollte es auch das, was man einen Staat nennt, schon aufgrund repräsentativer Funktionen geben.

Wenn es außerdem nichts gibt, was die Güter umverteilt, und trotzdem keine Ungleichverteilung herrscht, heißt das für mich, dass es keine Arbeitsteilung auf Landesebene gibt.
Auf kommunaler Ebene (in einem Dorf, wo sich alle kennen), könnte ich mir das vllt. vorstellen (gibt es ja auch in Israel in den Kibbuzim), wobei ein solches Dorf dann auch keine Beziehungen nach außen haben dürfte. Das haben die Kibbuzim- dort gibt es Autos, Traktoren, PCs,..., was es in den Dörfern eines wirklcih kommunistischen Landes aus meiner Sicht nicht geben dürfte.



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So. da ich denke, dass ich es hier mit einem Verfechter des Kommunismus zu tun habe, der in seiner Meinung ebenso beständig ist wie ich, werde ich vorraussichtlich hier auch nicht mehr antworten. Versteh das aber bitte nicht falsch - das soll keinesfalls eine Beleidigung sein. Es ist einfach nur, da ich erkannt habe, dass du deine Meinunng diesbzgl. nicht ändern wirst und somit weiteres posten eigntl nur verschwendete Zeit ist (für mich).

fu_mo
 
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