@friedrich.muell:
Du hast mal sinngemäß gesagt ('tschuldigung - bin grad zu faul, den Post zu suchen und dann zu zitieren

), dass bei den "kommunistischen Experimenten" immer auch irgendwas des Kapitalismus übernommen wurde. Als ich da vorhin mal drüber nachgedacht habe, ist mir da die Frage in den Sinn gekommen, ob der Kommunnismus vllt. aufgrund seiner unmöglichen bzw. überaus schweren Realisierung ganz einfach nicht die beste Staatsform ist?
Eine Antwort darauf möchte ich jetzt nicht von mir geben...

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)
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ich wiederhole mich gerne: es ist der größte irrglaube, kommunismus mit planwirtschaft untrennbar zu verketten. es wurde nirgends gesagt, dass planwirtschaft teil einer kommunistischen gesellschaft sein muss.
Kommunismus (vom lateinischen communis = „gemeinsam“) bezeichnet eine klassenlose Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und das erwirtschaftete Sozialprodukt gesellschaftlich angeeignet wird, das heißt allen Menschen gleichermaßen zugänglich ist.
(h°°p://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus)
Also ich denke, jedoch, dass es kein anderes Wirtschaftssystem gibt, welches mit dem Kommunismus vereinbar ist:
Aus miener Sicht heißt "gleichermaßen zugänglich", dass alle Bürger von allen Produkten gleich viel bekommen. Wenn dies auf Dauer funktioniert, gibt es für einfache Arbeiter keine wirkliche Motivation, sich anzustrengen. Sie werden vorraussichtlich nie mehr als das, was sie im Moment bekommen erhalten aber auch nie weniger. Unmotiviert zu arbeiten ist wiederum aus meiner Sicht keinesfalls positiv.
In der freien und sozialen Marktwirtschaft werden Anstrengungen der Menschen (im Normalfall) belohnt - sie bekommen mehr Geld, wenn sie ein paar Überstunden machen, und können sich von dem, was sie zusätzlich bekommen haben, mehr kaufen und konsumieren.
Nun gibt es 3 verschiedene Wirtschaftssysteme: die Planwirtschaft (oder auch "Zentralverwaltungswirtschaft"), die freie Marktwirtschaft und die soziale Marktwirtschaft als Zwischenform von den anderen. Da es in der sozialen und der freien Marktwirtschaft Privateigentum, dessen Existenz der Kommunismus versucht, zu unterbinden, gibt, kommt - so wie ich das sehe - für den Kommunismus nur noch die Planwirtschaft in frage.
Wenn ich das irgendwo falsch verstanden habe, wäre ich froh, wenn du mir ein Wirtschaftssystem beschreiben könntest, welches kein Planwirtschaft ist, jedoch mit dem Kommunismus vereinbar.
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darüber hinaus braucht es in einer kommunistischen gesellschaft bestimmt keinen staat, der das sozialprodukt verteilt oder umverteilt, da erstens dies kapitalistische denkkategorien sind, die es zu überwinden gilt und zweitens es nicht notwendig ist, irgendwas umzuverteilen, da arbeitsbegriff und die aufspaltung in arbeit und kapital bzw. in ungleichverteilung der produktionsmittel ja gerade in einer kommunistischen gesellschaft aufgehoben werden soll.
Also einen Staat muss es aus meiner Sicht schon mal aus dem einfachen Grund geben, da es (meines Erachtens nach) unmöglich ist, die Meinungen aller Einwohner eines Landes zu vereinen und demzufolge eine Organisation notwendig ist, um dem Land eine innere Sicherheit zu geben (also Polizei usw.).
Begrenzt sich der Kommunismus auch nur auf ein Land, sollte es auch das, was man einen Staat nennt, schon aufgrund repräsentativer Funktionen geben.
Wenn es außerdem nichts gibt, was die Güter umverteilt, und trotzdem keine Ungleichverteilung herrscht, heißt das für mich, dass es keine Arbeitsteilung auf Landesebene gibt.
Auf kommunaler Ebene (in einem Dorf, wo sich alle kennen), könnte ich mir das vllt. vorstellen (gibt es ja auch in Israel in den Kibbuzim), wobei ein solches Dorf dann auch keine Beziehungen nach außen haben dürfte. Das haben die Kibbuzim- dort gibt es Autos, Traktoren, PCs,..., was es in den Dörfern eines wirklcih kommunistischen Landes aus meiner Sicht nicht geben dürfte.
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So. da ich denke, dass ich es hier mit einem Verfechter des Kommunismus zu tun habe, der in seiner Meinung ebenso beständig ist wie ich, werde ich vorraussichtlich hier auch nicht mehr antworten. Versteh das aber bitte nicht falsch - das soll keinesfalls eine Beleidigung sein. Es ist einfach nur, da ich erkannt habe, dass du deine Meinunng diesbzgl. nicht ändern wirst und somit weiteres posten eigntl nur verschwendete Zeit ist (für mich).
fu_mo