Mc Kilroy schrieb:
Ihr wolltet wissen, wo aus und mit Gewalt etwas "Gutes" hervorgegangen ist. Und ihr habt die französische Revolution ins Spiel gebracht. Und die französische Revolution ist ja nun wirklich nicht friedlich abgelaufen.
Komm schon, Mc
Ad 1
<< wo
aus und
mit Gewalt etwas "Gutes" hervorgegangen ist.>>
No, definitely NO!
Genau zitiert hast Du mich ja, aber eben nicht genau genug daraus interpretiert
wo und wann Gewalt und gegenseitige Ungerechtigkeiten denn jemals zur einvernehmlichen Lösung von Problemen bei Menschen beigetragen haben.
...ist bzgl. dem fett Hervorgehobenem ein fundamentaler Unterschied!
Die von Dir genannten Beispiele zeigen aber auch auf, dassauch vorherige Gewalt nicht den Ursprungsgedanken von Freiheit, Unabhängigkeit etc.
weder in der franz. Revolution
noch in den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen letztlich behindern konnten.
Und zwar nicht trotz einvernehmlicher Einigungen, sondern eben auch durch rein gewaltsame Mittel,
die ein ausschließlich erzwungenes Nachgeben einer Seite bedingten,
die zudem dort nicht benachbart war.
Das ist ein Unterschied.
Zudem und wohlgemerkt ...
Trotz Gewalt wurde auch an Idealen festgehalten und zumindest bis jetzt auch teilweise umgesetzt.
Ob ein Fehlen der Gewalt dort zu ähnlichen Prozessen geführt hätte,
kann ich natürlich keinesfalls belegen.
Andererseits gibt es ja schon genannte Beispiele (siehe auch unten), wo gewaltloser Widerstand genau das erreicht hat.
Ad 2
<< idealistischer Träumer >>
Idealist, ja bisweilen schon / Träumer, nicht durchgehend, aber recht regelmäßig /
Idealistisch, eher weniger, sofern nicht auch durch Fakten gestützt
Theoretisch --> Ja, sowohl recht gut geschult,
als auch fest davon überzeugt, dass bestimmte Theorien,
sofern sich andere Alternativen als nicht/kaum praktikabel erwiesen haben,
nur durch andere, auch zuerst durchaus theoretische Möglichkeiten, ersetzt werden müssten.
In diesem und auch in anderen Fällen ist es allerdings nicht so,
dass ich hier völlig auf Sand baue.
Wie schon erwähnt,
wenn Alternativen versagen,
muss man den Mut haben, auch neue Wege zu beschreiten.
Vor allem dann, wenn sie sich schon als letztlich erfolgreich herausgestellt haben.
Auch wenn es natürlich immer wieder zwischendurch Abweichungen davon gegeben hat.
Die uns bekannte Geschichte ist nicht erst seit den Tagen der Liebesverweigerung griechischer Frauen im Kriegsfall voll davon,
wie auch durch friedliche Mittel Umwälzungen enormen Ausmaßes erreicht werden können.
Ob es sich nun im kolonisierten Indien des Ghandi,
dem rassistischen Apartheitsregime des Mandela
oder den sozialistischen Staaten des Ostblocks abgespielt hat.
Angefangen dort z.B. mit dem Prager Frühling,
der Solidarnosc-Bewegung,
der Perestroika oder der DDR
und auch der späteren weißen Revolution in Kiew...
Menschen haben dort weitgehend durch friedlichen Protest Umwandlungen bewirkt,
die nur Jahre früher noch als absolut utopisch und auch "idealistisch" angesehen wurden.
Noch das letzte Beispiel Thailands zeigt doch deutlich,
dass es nicht immer kriegerische Mittel sein müssen,
die Veränderungen bewirken.
Das der Nahost-Konflikt ganz besondere Härten und Probleme beinhaltet,
streitet doch niemand ab.
Sich allerdings mit nur "scheinbar" ausschließlichen "Notwendigkeiten",
wie Krieg, zufrieden zu geben, liegt absolut nicht in meiner Natur,
und, dem Himmel sei Dank, auch nicht in der Natur vieler Anderer.
Das es auch dort anders geht,
zeigt ja auch das bisher erfolgreiche Friedensmodell Israels mit Ägypten.
Auch wenn u.a. Anwar al Sadat dafür sein Leben lassen musste.
Nein,
die ausschließliche Notwendigkeit von Gewalt,
bzw. dem Krieg als "ultima ratio"
lehne ich nicht nur ab,
denn das Gegenteil ist längst bewiesen,
sondern ich stelle auch das Beharren auf diese alte Maxime an den Pranger
Und sei es auch noch so schwer und langwierig.
Hier

...
Wie auch dort z.B. in Palästina
lg
muesli
PS.
Niveau...
Hm, entschuldige, dass war wohl ein Tiefschlag,
der zumindest Dir hier nicht ganz gerecht wurde
Aber ...*g*
besser ein rechtzeitiger, gezielter Schlag in die Magengrube,
als gleich mit der Machete das Ganze zu köpfen.
Ich bin ja durchaus auch dann und wann von der Berechtigung und Notwendigkeit bestimmter gewaltsamer Mittel zu überzeugen.
Aber wenn, dann nur als wirklich allerletzte Möglichkeit Einzelner in Notwehr.
Gesellschaften oder Staaten haben dafür völlig andere Mittel,
auch wenn sie dies aus Dummheit, Ignoranz oder auch anderen perfiden Gründen oftmals nicht umsetzen wollen oder schlimmer noch,
noch nicht können.
@ Carmen
Entschuldige meinen Rechtsschreibfehler.
Dem Himmel sei Dank, dass er nicht auch noch den Sinn entstellt hat.
Hamas...Terror...siehe u.a. Post # 80 letzte Zeilen