Der HomePC im Eigenbau
Wer kennt sie nicht, die Angebote von ALDI, Lidl & Co. Die Rede ist hier von Multimedia PCs für ca. 999,-. Doch in den seltensten Fällen sind diese PCs genau das, was man braucht und so gibt man entweder zu viel Geld aus, da Komponenten enthalten sind, die man nie brauchen wird, oder man muss nachträglich investieren um noch irgendeine Komponente (sei es eine leistungsfähigere Grafikkarte) nachzurüsten.
Zum Komplett-PC von der Stange gibt es zwei Alternativen. Zum einen wäre da die Möglichkeit den PC-Händler seines Vertrauens mit dem Zusammenbau eines individuellen Systems zu beauftragen. Die andere Möglichkeit besteht darin, seinen Wunsch-PC selber zusammen zu bauen. Aber gerade bei letzterer Möglichkeit besteht bei den meisten Anwendern noch eine gewisse Scheu. Schließlich handelt es sich hierbei um hochempfindliche Komponenten, die der Laie ja eh nicht zusammenbauen kann. Das jedenfalls ist die landläufige Meinung vieler Kunden, die einen PC von der Stange kaufen.
Dass dem nicht so ist und dass eigentlich jeder, der nicht zwei linke Hände hat einen PC selber zusammenbauen kann und damit noch einmal ordentlich Geld sparen kann wollen wir in diesem Report zeigen.
Planungen
Am Anfang eines jeden selbst gebauten PCs steht eine sorgfältige Planung des Vorgehens, damit nachher nichts schief geht.
Beginnen sollte man mit den Überlegungen, welche Komponenten gebraucht werden, was nette Optionen sind, die irgendwann mal gebraucht werden könnten und auf was man durchaus verzichten kann, da es sich um veraltete Technik oder teuren Schnickschnack handelt.
Komponenten, die in und an jedem PC vorhanden sein sollten sind:
Das Gehäuse
Schon beim Gehäuse ist der spätere Einsatzzweck und Ort des PCs entscheidend. Nutzt man den PC nur als Büro-PC irgendwo in der Ecke unter dem Schreibtisch, so braucht man sicherlich kein voll durchdesignetes, farbiges oder gar beleuchtetes Gehäuse. Hier reicht oft das klassische, beige Büro-Gehäuse und schon lassen sich einige Euro sparen.
Ist der spätere Aufstellungsort des PC aber z.B. das Wohnzimmer, so sollte man darauf achten, dass sich der PC nahtlos in die Einrichtung des Wohnzimmers einschmiegt und dass das Gehäuse über eine gute, leise Durchlüftung verfügt, damit der Betrieb nicht zur Qual für die Ohren wird.
Derzeit üblich sind Gehäuse in Big/Server-, Midi-oder Mini-ATX-Bauform, wobei ATX in nächster Zeit durch BTX ersetzt werden wird. Momentan sind dafür aber noch keine Komponenten erhältlich. Auch über die Größe des Gehäuses entscheidet die Art der Nutzung. Soll der PC hauptsächlich rechenintensiv genutzt werden und Komponenten enthalten, die viel Wärme produzieren (z.B. im üblichen Gaming-PC), so sollte man schon zu Midi oder Big-Towern greifen, da die Luft in diesen Gehäusen besser zirkulieren und abgeführt werden kann. Im Wohnzimmer wiederum macht sich oft ein im Alu-Look gehaltener Mini-Tower oder ein 19”-Gehäuse (für die Integration unter die Stereo-Anlage) gut.
Darüber hinaus sollte auf gute Verarbeitung des Gehäuses geachtet werden. Dazu zählen z.B. gefalzte Kanten im Inneren, um die Verletzungsgefahr beim Zusammenbau zu minimieren.
Das Netzteil
Beim Netzteil entscheiden hauptsächlich zwei Gründe über die Wahl. Zum einen ist da wieder die in der Umgebung akzeptable Lautstärke. Auf der anderen Seite steht die vom PC benötigte Leistung und der Wirkungsgrad des Netzteils. Besonders NoName-Netzteile schneiden hier besonders schlecht ab. Sie sind meistens mit mehreren sehr lauten Lüftern ausgestattet und protzen zwar mit sehr hohen Leistungsangaben, können die Werte jedoch oft nicht einhalten und arbeiten mit einem sehr schlechten Wirkungsgrad, d.h. beim Umwandeln des Wechselstroms in Gleichstrom geht ein Großteil der Energie verloren und erhöht so unnötig die Stromrechnung. Zum Thema Lautstärke: Weniger ist mehr und größer ist mehr. Das heißt im Klartext: je weniger Lüfter das Netzteil besitzt, desto weniger Lärm sollte es produzieren. Selbiges gilt für die Größe der Lüfter. Ein großer Lüfter muss nicht so schnell drehen wie ein kleiner um die selbe Menge an Luft durch das Netzteil zu befördern. Durch die geringeren Drehzahlen entstehen weniger Geräusche.
Ergänzend sollte man noch die neueste Generation von Netzteilen erwähnen: Mittlerweile gibt es komplett passiv gekühlte Netzteile, welche keinerlei störenden Geräusche mehr verursachen.
Allgemein gilt: Beim Netzteil immer zu einem Markennetzteil greifen, um späteren Ärger zu vermeiden.
Das Mainboard / Motherboard
Auf dem Mainboard werden alle Komponenten des Systems zusammengeführt und ihre Arbeit koordiniert und kontrolliert. Das Mainboard stellt somit eine der wichtigsten Komponenten des Systems dar. Daher gilt hier: vorher Informationen einholen und sich schon vor dem Kauf im Klaren darüber sein, was später mit dem PC gemacht werden soll. So kann man schon beim Kauf des Mainboards eine Menge Geld und auch Zeit sparen. Soll der PC als reiner Büro-PC genutzt werden, über den ab und an mal ein MP3-File oder eine Video wiedergegeben werden soll, so reicht es aus, wenn man ein Mainboard auswählt, bei dem schon viele Komponenten “onboard” verbaut sind. Mainboards mit Onboard-Komponenten (Grafikkarte / Soundkarte / Netzwerkkarte) sind wesentlich preiswerter, als wenn man diese Komponenten extra kaufen muss. Darüber hinaus hat man keinen Ärger beim Einbau dieser Komponenten und es bleibt sogar mehr Platz im Gehäuse. So kann dann die Wärme besser abgeführt werden.
Braucht man allerdings Highend-Komponenten, so ist zumindest im Falle der Grafikkarte eine separate Lösung zu bevorzugen.
Der Prozessor (CPU)
Der Prozessor (auch CPU = Central Processing Unit genannt) ist der Kern eines jeden PC und bei HighEnd-PCs meist das teuerste. Daher gilt hier wie eigentlich immer: Vor dem Kauf überlegen, was man eigentlich braucht. Büro-Arbeit und Video-Wiedergabe zum Beispiel wird auch noch von älteren Prozessor-Generationen anstandslos erledigt. Diese reichen dann meistens auch noch aus, um hin und wieder mal ein Video zu schneiden oder seine Urlaubsfotos zu bearbeiten. Wer allerdings häufiger mit Multimedia-Anwendungen zu tun hat (also z.B. Videoschnitt als Hobby hat) sollte schon zu entsprechend schnelleren CPUs greifen. Weiterhin ist auch hier wieder der Einsatzort ausschlaggebend für die Wahl der richtigen CPU. Steht der PC im Wohnzimmer und wird z.B. als Video-Wiedergabe-Gerät benutzt sollte man etwas leistungsschwächere CPUs wählen, da sich diese meist mit weniger Lärm kühlen lassen.
Apropos Kühlung. Hierbei sollte man peinlichst genau auf die Spezifikation der Kühlkörper achten. Denn Kühlkörper ist nicht gleich Kühlkörper. Als normaler User sollte man jedoch mit den so genannten Boxed-Varianten der CPUs gut bedient sein. Hier wird direkt ein passender Kühlkörper + Lüfter mitgeliefert.
Der Arbeitsspeicher (RAM)
Der Arbeitsspeicher stellt dem Prozessor Daten zur Verfügung, die dieser schnell und oft braucht. Hier muss ausnahmsweise nicht darauf geachtet werden, was mit dem PC gemacht werden soll, sondern was für Komponenten außer dem RAM noch verbaut werden sollen. So ist es rausgeschmissenes Geld, wenn man RAM kauft, den CPU gar nicht schnell genug mit Daten versorgen kann. Besonders bei RAMs gilt allerdings: lieber zur Marke greifen, als irgendetwas unbekanntes kaufen um evtl. Kompatibilitätsproblemen aus dem Weg zu gehen.
Die Festplatte
Die Festplatte ist sozusagen das Gedächtnis des PCs. Auf ihr werden alle Daten gespeichert und von ihr wieder abgerufen. Die Festplatte spielt daher ebenfalls eine wichtige Rolle, wenn es um die Bestimmung des PCs geht. Soll der PC als Video-/MP3-Lager dienen, so sollte Man schon zu einer großen Festplatte greifen. Aber auch für Büroanwender gilt: Die Festplatte nicht zu klein dimensionieren, sonst fängt man später an zuviel auf CDs o. ä. auszulagern.
Des Weiteren sollte man auf den Cache der Festplatte achten. Um so mehr Cache, um so besser.
Bei Festplatten ist es ebenfalls wichtig vorher den Aufstellungsort des PCs zu kennen. Denn auch hier gibt es teils gewaltige Unterschiede in Sachen Lautstärke.
Optische Laufwerke
Neben den Festplatten zur Speicherung von Daten besteht auch noch die Möglichkeit Daten “extern” zu speichern. Die derzeit effektivste Methode sind CDs oder DVDs die von optischen Laufwerken gelesen bzw. bei Vorhandensein eines CD/DVD-Brenners geschrieben werden können.
Diskettenlaufwerk
Eine eigentlich schon vollkommen überholte Technik Daten zu speichern bietet das Diskettenlaufwerk. Leider sind die Medien nicht annähernd so lange haltbar wie CDs oder DVDs. Doch leider ist es bis jetzt noch nicht möglich Windows während der Installation mit Treibern von CD zu füttern. Daher fristet das Diskettenlaufwerk in etlichen PCs immer noch sein Dasein. (mit einer selbstgemachten Windows Cd schon ich sag nur nlite)
Die Grafikkarte
Die Grafikkarte ist besonders interessant für diejenigen, die sich den PC zum Spielen zusammen bauen. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Der Gelegenheitsspieler wird wohl mit einer etwas älteren Generation oder einer so genannten Low-Budget-Karte glücklicher als mit der neuesten High-End-Karte, da diese zwar ein Maximum an Leistung jedoch den Geldbeutel ebenfalls maximal auslasten.
Für diejenigen wiederum, die sich einen PC fürs Wohnzimmer basteln wäre es zum Beispiel von Vorteil, wenn die Grafikkarte über einen TV-Ausgang verfügt. So lässt sich schnell der Fernseher an den PC anschließen und schon kann man Urlaubsfotos oder Videos vom PC auf dem Fernseher wiedergeben lassen.
Die Soundkarte
Das Herzstück eines PCs ist für den Musik-Liebhaber die Soundkarte. Hier scheiden sich die Geister. Die einen behaupten, dass Onboard-Soundkarten zu nichts zu gebrauchen sind und nur echte Steckkarten qualitativ hochwertigen Sound liefern. Das jedoch ist definitiv nicht der Fall. Wer nicht gerade professionelle Audiobe-/ und Verarbeitung betreiben will, wird auch mit Onboard-Sound glücklich werden. Die Unterschiede zwischen den meisten Onboard-Produkten und Steckkarten liegen nicht mehr im hörbaren Bereich und können nur noch gemessen werden.
Die Netzwerkkarte(n)
Im Zeitalter von DSL ist die Netzwerkkarte zu einem Hauptbestandteil vieler HeimPCs geworden. Viele DSL-Provider liefern nämlich nur Modems aus, welche über eine Netzwerkkarte an den PC angeschlossen werden. Darüber hinaus steht vielleicht irgendwo im Haushalt noch ein oder mehrere PCs herum, die ebenfalls vom DSL-Anschluss profitieren wollen.
Meist ist Netzwerkkarte schon auf dem Board mit implementiert also beim Kauf darauf achten was man an Austattung des Board´s braucht!
Zusätzliche Steckkarten
Zusätzliche Steckkarten, auf die wir hier aber nicht weiter eingehen wollen, wären zum Beispiel:
Video-Schnittkarten
TV-Karten
DVB-Karten
SCSI-Controller
uvm.
Vor dem Kauf der Komponenten steht wie oben bereits erwähnt eine gute Planung, was man denn haben möchte. Ist man dann zu einem Entschluss gekommen, kann man sich auf den Weg zu einem Hardware-Händler machen und dort seine Komponenten kaufen. Etwaige Kompatibilitätsfragen sollten ebenfalls mit dem Händler abgeklärt werden. So sollte man den Händler darauf hinweisen, dass die Komponenten letzten Endes alle zusammen in einem PC funktionieren sollen, damit er die Komponenten evtl. gegenchecken kann.
Ganz mutige können sich ihre Komponenten natürlich auch im nächsten Online-Shop bestellen, wobei hier aber auf die Beratung verzichtet werden muss.
Der HomePC im Eigenbau
Der Zusammenbau
Hat man sich alle Komponenten besorgt, kommt der spannende Teil des Vorhabens: Der Zusammenbau. Hier sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich teils um sehr empfindliche Bauteile handelt, die man nicht allzu roh behandeln sollte. Daher gilt: Wenn beim ersten Mal irgend etwas nicht passt lieber noch einmal gucken ob das Teil auch richtig herum in der Hand gehalten wird.
Als erstes sollte man sich sein Werkzeug zurecht legen. In den meisten Fällen reicht eine Schere (zum öffnen von Verpackungen) und ein Kreuz-Schraubendreher.
Danach sollte man sich vorsorglich “erden” damit man nicht schon bei der ersten Berührung der Hardware diese zerstört. Dazu fasst man am besten an einen Heizkörper.
Als erster handwerklicher Schritt steht das öffnen des Gehäuses an. Dabei entfernt man die beiden Seitenteile des Towers und legt ihn so vor sich hin, dass man in sein Inneres blicken kann. (Vorsicht: Die Tower sind teilweise sehr empfindlich was Kratzer angeht. Daher unsere Empfehlung: Eine weiche Decke unterlegen).
Nun folgt das Einbauen der Komponenten. Als erstes wird das Mainboard montiert, da man dafür den meisten Platz im Gehäuse braucht um es an die richtige Position zu bugsieren. Oft ist dies später auch (je nach Gehäuse) gar nicht mehr Möglich, da z.B. das Netzteil o.ä. den Weg versperren könnte.
Beim Einbau ist darauf zu achten, dass das alle Montage-Punkte des Mainboards mit entsprechenden Gegenstücken im Gehäuse versehen werden. Andersherum darf jedoch im Gehäuse auch kein Montage-Punkt zu viel mit Gegenstücken versehen werden, da diese aus Metall bestehen und somit zu Kurzschlüssen an der Unterseite des Mainboards führen könnten.
Ist das Mainboard dann fest an seinem Platz angebracht, kann es eigentlich in beliebiger Reihenfolge weitergehen. Nur den Anschluss der Kabel sollte man sich für den Schluss aufsparen, da man sonst leicht mit den Kabel ins Gehege kommt.
Nun folgt die Montage der CPU. Besonders hierbei muss man auf die richtige Positionierung im so genannten Sockel achten, da sonst schnell Pins verbogen oder sogar abgebrochen sind. Steckt die CPU erst einmal im Sockel, so muss nur noch der Kühler korrekt montiert werden und der Lüfter am entsprechenden Anschluss am Mainboard angeschlossen werden. Zwischen Kühler und Prozessor kommt einwenig Wärmeleitpaste, oder man verwendet das bereits am Kühler angebrachte Wärmeleitpad.
Auf das Pad sollte man aber verzichten und lieber hauchdünn auf die Cpu mit Hilfe eines Schraubendrehers die Wärmeleitpaste auftragen, da sie viel besser/effizenter Wärme ableitet!
Weiter geht es mit der Montage der Steckkarten. Im Prinzip lassen sich alle Steckkarten nach der gleichen Vorgehensweise montieren. Man sucht sich einen passenden Slot für die Karte und entfernt die Slotblende am Gehäuse. Danach setzt man die Karte vorsichtig in den Slot ein und fixiert sie entweder mit einer Schraube oder einer dafür vorgesehenen Vorrichtung am Gehäuse.
Nun knöpfen wir uns den Arbeitsspeicher vor. Hierbei gibt es bei einigen Mainboards Einschränkungen, wie dieser zu montieren ist. Zum einen wären da die Mainboards mit Dual-Channel-Support, der nur aktiviert wird, wenn die RAMs in bestimmten Paarungen montiert werden. Auf der anderen Seite gibt es Mainboards, die nur speziell aufgebaute RAMs in der letzten RAM-Bank akzeptieren. Hier lohnt es sich ausnahmsweise mal einen Blick ins Mainboard-Handbuch zu werfen.
Als nächstes folgt nun der Einbau der Laufwerke wie CD-ROM / DVD & Co. Hierbei gibt es von Gehäuse zu Gehäuse unterschiedliche Möglichkeiten. Bei einigen Gehäusen wird auf ein Schienen-System gesetzt. Dabei wird am Laufwerk eine Schiene angebracht. Dann wird das Laufwerk von vorne in den Tower eingeschoben bis es einrasten. Die andere Möglichkeit ist die konservative Befestigung mit 4 Schrauben. Dabei wird das Laufwerk in den Tower eingeschoben und dann auf beiden Seiten mit je 2 Schrauben fixiert.
Die Montage der Festplatte

vollzieht man analog zur Montage der Laufwerke. Auch hier gibt es mittlerweile Hersteller von Gehäusen, die diese mit einem Schienensystem ausstatten.
Sollen zwei Geräte an einem Standard-IDE-Anschluss verwendet werden, so muss auf die korrekte Jumperung der Geräte geachtet werden. Ein Gerät übernimmt die Rolle des Master- und eines die des Slave-Gerätes. Dabei ist wiederum zu beachten, dass man die Festplatte, die später das Betriebssystem beinhalten soll als Master an den ersten IDE-Port hängt. Bei Festplatten mit einem Serial ATA Anschluss muss auf diesen Punkt nicht geachtet werden.
CD oder DVD-Brenner sollten falls vorhanden ebenfalls als Master-Gerät angeschlossen werden. Diesmal allerdings an einen beliebigen Port.
Nachdem nun alle Komponenten verbaut sind, kann man sich an die Verkabelung machen. Am besten arbeitet man sich hierbei von unten nach oben durch das Gehäuse, damit nichts vergessen wird. Nicht nur die Laufwerke müssen mit den entsprechenden Kabeln mit dem Mainboard verbunden werden, sondern auch USB-Anschlüsse und Power-/Resetswitch sowie die Status-LEDs und der PC-Speaker wollen versorgt werden. Die Belegung der entsprechenden Anschlüsse sind im Handbuch des Mainboards zu finden.
Wenn dann alle Teile so weit eingebaut sind, folgt die Montage des Netzteils. Dieses wird meistens hinten oben im Gehäuse montiert und kann nur in einer Stellung festgeschraubt werden. Ist das Netzteil befestigt werden die Komponenten des PCs mit Stromleitungen versehen. Jedes Laufwerk wird mit einem so genannten 4-Pol-Molex-Stecker angeschlossen. Diese Stecker lassen sich nur in einer Position montieren und schließen somit falsche Polung aus.
Unbedingt beachten dass der Prozessorkühler über den 3Pin Molex Stromanschluss auf dem Mainboard angeschlossen wird, da sonst der Prozessor durch Überhitzung beschädigt werden kann.
Das Mainboard wird über einen oder sogar über zwei Stecker mit Strom versorgt. Die Anschlüsse für diese Stecker liegen meist in der Nähe des CPU-Sockels und lassen ebenfalls nur die Montage in einer Richtung zu
Als nächstes folgt nun der Test ob alles funktioniert: Monitor, Tastatur und Maus anschließen und dann Strom auf den PC. Wenn alles richtig angeschlossen worden ist, sollte der PC jetzt booten, alle Laufwerke erkennen und dann irgendwann stehen bleiben und sich beschweren, dass kein Betriebssystem gefunden wurde. Falls irgend etwas beim Anschließen schief gelaufen ist oder etwas vergessen worden ist, läuft der PC entweder gar nicht an oder er fängt an über den PC-Speaker oder evtl. vorhandene Diagnose-LEDs oder Displays auf dem Mainboard Fehlercodes auszuspucken anhand derer man relativ schnell den Fehler identifizieren und anschließend beheben kann
BIOS Guide
1.) Grundlegende Erklärungen
Das „Bios“ (Kurzform für BasicInputOutputSystem) ist eines der wichtigsten Teile eines PCs. Es ist die Schnittstelle zwischen der Software (z.B. Windows) und der Hardware! Es ist z.B. für den Selbsttest des PCs während des Starts zuständig. Außerdem informiert es durch verschiedene Piepcodes den Benutzer über einen Defekt an seiner Hardware. Da das Bios so programmiert ist, das es fehlerfrei mit der Hardware zusammenarbeitet ist ein Austausch meistens unmöglich! Es gibt drei verschiedene Hersteller, die Bios Chips herstellen bzw. Programmieren! Award, AMI und Phoenix. In diesem Artikel werden allerdings nur Award und AMI behandelt, da es erstens kaum noch PCs mit Phoenix BIOS gibt und ich zweitens keinen solchen zur Verfügung habe!
2.) Erklärung der Einstellungen eines AWARD Bios
Das Award Bios ist das am weitesten verbreitete. Die Revisionsnummer hängt jeweils von dem Hersteller des Mainboards ab, so dass man nicht sagen kann welche Version im Moment aktuell ist. Nun aber zu den Einstellungen.
Menü: Intergreated Peripherals: Hier kann man die Hardware auf dem Mainboard selber, also beispielsweise den Onboard Soundchip oder den IDE Port an und aus schalten. Dieses Menü ist wichtig wenn man eine PCI Soundkarte einbaut oder bei Problemen mit IDE Geräten hat. Hier können sie dann z.B. für ZIP Laufwerke den benötigten PIO-Mode manuell einstellen.
Des weiteren sollte man den Punkt Init Display First jew. nach der Grafikkarte anpassen. Wenn man eine AGP Grafikkarte verwendet sollte man die Einstellung AGP verwenden.
Menü: Bios Features Setup: Hier lassen sich zum einen grundlegende Einstellungen machen, wie z.B. das Ein/Ausschalten des First oder Second Level Caches, aber auch die Bootreihenfolge ist hier zu finden. Wichtig: Bei normalen Windows Betrieb sollte die Bootreihenfolge folgendermaßen aussehen: HDD-CD-ROM-FLOPPY
Menü

ower Management Setup: Hier lassen sich wie schon der Name vermuten lässt alles rund um die Stromsparfunktion Ihres PCs einstellen. Also z.B. die Standbyzeit des Monitors oder die Zeit nach der die Festplatten abgeschaltet werden sollen!
Menü: PNP and PCI Setup: Hier finden sie viele Einstellungen für Ihre Plug and Play Geräte. So lassen sich hier die DMA und IRQs einstellen. Bei Problemen mit IRQs findet sich die Lösung meistens in diesem Menü. So kann man manuell IRQs verteilen und somit so manches Problem lösen. Achtung nur für erfahrende User zu empfehlen!
Menü: Standard CMOS Setup: In diesem Menü sind die grundsätzlichen Einstellungen des Bios, wie die Systemzeit und das Datum. Wichtig ist hier die Festplattenerkennung. Man kann hier ablesen ob die neu eingebaute Festplatte ordnungsgemäß erkannt wurde. Um den Boot-Vorgang zu beschleunigen stellen sie einfach die nicht belegten Ports aus None um. Sollten sie evtl. auch kein Diskettenlaufwerk mehr verwenden, können sie das ebenfalls mit None deaktivieren.
Menü: CPU Soft Menu: Hier finden Sie alle Einstellungen die sie zum übertakten Ihres PCs benötigen. So z.B. die Core Spannung, den Multiplikator oder den FrontSideBus. Eine genau Anleitung, wie sie im Bios ihren Prozessor übertakten können, finden sie hier. Vorsicht, mit diesen Einstellungen können Sie bei unzureichender Kühlung Ihren PC beschädigen! Außerdem erlischt die Garantie des Prozessors/des RAMs bei Übertaktungsversuchen.
Menü: Chipset Features Setup: Hier befinden Sie sich in den genauen Einstellungen des Chipsatzes. Mit fundierten Kenntnissen lässt sich hier eine Menge einstellen. Sie benötigen allerdings die genauen Spezifizierungen Ihrer Hardware.
Des weiteren gibt es Einstellungen für den Arbeitsspeicher. Diesen können sie tunen indem sie den Latency Timer von 3 auf 2 stellen. Achtung das System kann dadurch unstabil werden.
Auch können sie die Geschwindigkeit des AGP Ports manuell bestimmen.
Menü: PC Health Status: Ein sehr praktisches Menü. Hier lassen sich die Temperatur Ihres Prozessors, die Gehäusetemperatur, die Drehzahlen von Prozessor/Gehäuselüfter und die Core-Spannungen überwachen. Um einen größeren Schutz vor Überhitzung zu gewährleisten, lässt sich ggf. auch eine Alarmfunktion aktivieren, welche sich dann ab einer bestimmten Prozessortemperatur einschaltet.
BIOS geändert - PC Unstabil - was nun?
Sollten sie im BIOS Einstellungen vorgenommen haben, welche den PC unstabil arbeiten lassen, wissen aber nicht mehr, was sie geändert haben, gibt es im BIOS den Menü-Punkt Load Bios Defaults. Danach müssen sie beim verlassen des BIOS die Einstellungen speichern und den PC neu starten.
Es gibt eine zweite Möglichkeit, die BIOS Defaults zu laden, indem sie dies auf dem Mainboard per Jumper manuell ausführen. Der Jumper befindet sich in den meisten Fällen in der Nähe der BIOS Batterie (genauere Angaben in Ihrer Mainboardanleitung). Stecken sie diesen dazu einen Platz weiter und belassen sie diese Einstellung für ca. 3Sekunden. Danach setzen sie den Jumper auf die den Ursprungsplatz zurück. Nur dann ausführen, wenn der PC ausgeschaltet ist!
(Manche Mainboards haben solche Jumper nicht, bei diesen Mainboards müssen Sie einfach die Batterie für 20 Min. rausnehmen, somit kann das Bios auch zurückgesetz werden!)
Windows XP installieren + Tipps
Wer kennt es nicht, das frisch gekaufte Betriebssystem lässt sich nicht installieren und man selbst weiß nicht, woran das liegt.
Mindestanforderungen:
P II-CPU mit 233MHz
2GB Festplattenspeicherplatz
64MB RAM Arbeitsspeicher
3Dfähige Grafikkarte
CDRom-Laufwerk mind. 8-fach
Installationsdauer: ca. 1.20h Empfehlung von Microsoft:
Mind. P III mit 500MHz
Mind. 10GB Festplatte
Mind. 128 MB Arbeitsspeicher
Eine 3D-fähige Grafikkarte
Mind. ein 40-fach CDRom-Laufwerk
Installationsdauer: ca. 45 Min
Am Anfang einer jeden Installation sollten Sie sich vergewissern, dass sie sowohl über die Installation CD als auch über das Handbuch sowie den CD-Key verfügen. Ist dies geschehen, starten Sie ihren Rechner und legen Sie die Installations CD in das entsprechende DVD/CD Laufwerk. Startet die CD während des Hochfahrens nicht selbst und beginnt mit dem Installationsverfahren, dann befolgen Sie bitte die im nächsten Abschnitt beschriebenen Schritte über Einstellungen in ihrem BIOS. Startet die CD selbstständig, dann können Sie diesen Abschnitt übergehen.
Einstellungen im BIOS:
Die Einstellungen, die im BIOS vorgenommen werden müssen sind recht einfach und beschränken sich auf eine einzige Einstellung. Anfängern sei jedoch geraten, keine weiteren Einstellungen als die hier beschriebenen vorzunehmen, da sonst ein instabiles System die Folge sein kann.
Um ins Basic Input and Output System kurz BIOS zu gelangen, müssen Sie während des Bootvorgangs ihres PCs (meist kurz nach der Auszählung ihres RAM Speichers also kurz nach Beginn des Startvorgangs) eine Tastenkombination auf Ihrer Tastatur drücken. Diese unterscheidet sich jedoch von PC zu PC, weshalb Sie auf Angaben während des Startvorgangs achten sollten, die benötigte Taste bzw. Tastenkombination wird für gewöhnlich angezeigt. Möglich sind hier zum Beispiel „Entf“ oder auch „F1“.
Unter der Option „Advanced BIOS Feautures“ oder „Advanced BIOS Settings” (je nach BIOS, ähnlich klingende Namen treffen ebenso zu) sollten Sie die Einstellungen zu den BOOT Laufwerken suchen. Diese Einstellungen definieren, welche Laufwerke beim Startvorgang des PCs nach einem Betriebssystem durchsucht werden sollen. Unter den Optionen „First Boot Device“, „Second Boot Device“ und „Third Boot Device“ können Sie nun die zu durchsuchenden Laufwerke einstellen. Hier stellen Sie nun ihr CD-Rom Laufwerk als „First Boot Device“ ein, damit wird nun als erstes das CD-Rom Laufwerk nach einem Betriebssystem durchsucht. Verlassen Sie das Menü wieder und kehren Sie zum Hauptbildschirm zurück, Verlassen Sie das BIOS über die Option „Save & Exit Setup“, damit speichern Sie alle vorgenommenen Einstellungen. Wenn Sie jetzt den PC neu starten, sollte die CD erkannt und gestartet werden.
Nun kann Windows installiert werden! :wink:
Danke an boriswelt! :wink:
Klar dürfte sein das ich für die Anleitung keine Haftung übernehme, nur die Ausführende Person übernimmt die Haftung!
Ich und jeder andere der nicht vor dem zu bauenden Pc sitz, ist so fein raus! :biggrin: