Nee gibt genug Leute die nicht mehr viel Wert auf richtige Liebe und Beziehungen geben. Da muss ich nicht gleich mit dem Strom schwimmen...
Naja ich würde Begriffe wie "Richtigkeit" oder "Wahrhaftigkeit" von Liebe (Stichwort "wahre Liebe") nicht davon trennen wie
stark die emotionale Bindung von zwei Menschen aneinander ist. Umso stärker die Liebe von zwei Menschen zueinander ist, um so eher wären sie auch theoretisch in der Lage mit Problemen wie Eifersucht und Verlustängsten umzugehen, oder diese sogar völlig zu überwinden.
Um so tragischer ist es, wenn die Beziehung von zwei oder mehr Menschen die sich sehr lieben, sich selbst vernichtet, nur weil sie der gesamtgesellschaftlichen Norm der Monogamie anhaften.
Es ist doch häufig genug nicht mangelnde Liebe oder mangelndes Interesse aneinander, das Menschen getrennte Wege gehen lässt, sondern der gesellschaftliche, dass heißt auch der eigene Zwang zur Monogamie.
Besonders deutlich und für jeden erkennbar wird dieser Zwang, wenn hetero Frauen als Schlampen bezeichnet werden, oder auf andere Art und Weise irgentwie abgewertet werden, weil sie mit verschiedenen Männern schlafen, oder, wenn sie selbst monogam leben, reicht es schon wenn ihr männlicher Partner es nicht tut um im Ansehen der Allgemeinheit zu sinken.
Diese Dinge sind wichtige Kernbestandteile sexistischen Denken Handelns in unserer jetzigen Gesellschaft. Und diesen sollte man entschieden entgegen treten.
Dazu muss ich mich nicht und auch sonst niemand sich als HeldIn der Aufklährung und Befreiung begreifen und der Meinung sein man hätte sich von diesen Zwängen im Kopf und im eigenen Handeln vollständig befreit.
Das kann niemand alleine oder zu zweit schaffen. Aber jede/r kann die jetzgen Gesellschaftlichen Verhältnisse in Frage stellen und sich was besseres ausdenken und soweit man sich dazu in der Lage fühlt, versuchen es selbst auszuprobieren.
Beispiel: Ich persönlich werde niemanden mehr Schlampe nennen und es auch nicht tollerieren, wenn jemand anderes das tut. Das versetzt mich zwar noch nicht gleich in vollem Umfang in die Lage, meine Eifersucht komplett zu besiegen, wenn meine Freundin öfters mal mit anderen ins Nest steigt, aber immerhin hab ich schon das Bewusstsein, dass, wenn es ein Problem darstellt, dass dieses Problem dann von mir ausgeht und nicht von ihr.
Das ist ein Fortschritt und ich fühl mich besser damit, weils mich freier macht als andere das sind. Kapiert?:biggrin: