Geistiges Eigentum klauen?
Da haben die großen doch auch sonst keine Probleme mit! Was hat Microsoft nicht alles geklaut; vom ersten BASIC für die 8008er Prozessoren (damals ein OpenSourceProjekt! :00000020: ) bis zur Maus (Erfindung von Apple), grafische Textbearbeitung (geklaut vom Macintosh; MS-DOS Anwender mussten den Text ausdrucken um zu sehen wie er aussieht!). 1986 verklagt Apple Microsoft, weil das WINDOWS 2.0 seltsamerweise der GUI des Apple ein wenig zu ähnlich sieht: Microsoft programmiert zu dieser Zeit für Apple und IBM gleichzeitig und kannte daher Programmteile des MACs und das GUI-Konzept. Wer da nicht zulangt ist selber schuld!?!? Jedenfalls verliert Apple den Prozess: in dem Vertrag von 1984 ist es Microsoft zwar untersagt, Knowledge vom MAC für das eigene WINDOWS 1.0 abzukupfern. Leider steht nicht explizit im Vertrag, dass geitiges Trittbrettfahren auch bei den nachfolgenden WINDOWS-Versionen Ideenklau verboten bleiben soll. Unglaublich und beschämend, aber wahr: Microsoft gewinnt den Prozess und würgt der innovativen Firma Appel weiter die Luft ab.
Trotzdem ist Microsoft nicht glücklich: die ermogelte Software läuft auf den technisch gegenüber dem MAC rückständigen PCs nicht. Die Prozessoren entwickeln sich weiter, und mit dem Pentium von Intel wird's auch Zeit für ein neues Betriebssystem. Microsoft schaut mal wieder tüchtig über den Teller, und heraus kommt WindowsNT mit der Oberfläche von WIN3.1 und Teilen von OS/2 und VMS. Natürlich ohne IBM um Erlaubnis zu fragen. IBM klagt, verliert aber den Prozess, während MS erstmal die Umsatzmilliarde per anno knackt.
1995 erscheint Win95, das nun optisch ein völliger MAC-Klon ist. Warum selber denken, wenn auch andere gute Ideen haben?!
Nicht so toll findet MS die Idee von Intel zum USB: das eigene Win95 ist ja schon (fast) fertig; User müssen sich bis Win98 gedulden, aber auch hier pastzt die Premiere: Gates selbst präsentiert das "tolle WIn98" mit USB-Funktionalität live in einer vollbesuchten Halle und vor laufenden Kameras, aber der Rechner stürzt (sehr zum Gelächter der Anwesenden und Apple) promt mit Bluescreen ab!. Derweil rüstet sich MAC zum Firewire-Anschluss, um auch hier wieder Kopiervorlagen für Microsoft zu schaffen.
Natürlich hat es in den 80ern nicht nur Clones der IBM-Hardware gegeben, sonder auch von Betirebsystemen. So zum Beisplie DR-DOS, bzw. IBMs PC-DOS. Hat man jedoch darauf Windows3.0 installiert, so meldete sich das Fenster-System beim Start mit einer Fehlermeldung, dass dies kein MS-DOS sei und ein stabiler Betrieb von Windows nicht gewährt sei. Tatsächlich war das gelogen! Per einstweiliger Verfügung wurde Microsoft zwar gezwungen die Meldung zu entfernen, doch das Vertrauen in DR-DOS war erschüttert, der Konkurrent weg.
Selbiges passierte Jahre später mit Netscape Navigator unter WindowsNT4 mit Servicepack3 bzw, Windows95 OSR1 (der Standardbrowser zu dieser Zeit, weil MS den Internet-Boom verpennt hatte). Hier stürzte Netscape nach einer gewissen Betriebszeit ab. Nachdem die Entwickler von Netscape nach einer Ursache und einem Workaround gesucht habe, stellte sich heraus, dass das Betriebsystem diesen Fehler auslösste - Ursache unbekannt. Es gab wieder Klagen und Microsoft patchte den Fehler weg. Doch auch dies bewirkte, dass viele User dem Internet-Explorer zusprechen. Es bewirkte (für mich unverständlich) aber nicht, dass man MicroSoft zu misstrauen begann!
Beobachter von Microsoft haben bereits eine klare Vorgehensstruktur erkannt. Wird eine Innovation am Markt entedeckt, dann folgt erst das ignorieren dieser, hoffentlich siehts keiner.
Hat diese Innovation bereits ein breites Publikum angesprochen, tritt Microsoft mit dem Entwickler in Kontakt und versucht ein Abkommen zu schliessen. Egal ob das Abkommen zu Stande kommt oder nicht, entwickelt der Konzern nun eine eigene Variante, welche nicht ganz kompatibel ist. Dies muss nicht stabil sein, oder hervorstechend gut, sie muss nur genau das tun, was die Konkurrenz tut. Im nächsten Schritt wird diese Technologie ausgehängt und vermarktet, bevorzugt im Bundle mit einem anderen Microsoft Produkt.
Natürlich wird der Entwickler auf seine Patente pochen und vor Gericht gehen, dort jedoch wird er in einen Behördenmarathon mit x Microsoft-Anwälten gedrängt, bis ihm die finanzielle Luft ausgeht.
Liegt nun der Entwickler dieser Technologie am Boden, ist aber nicht tot zu kriegen, dann wird er aufgekauft, ansonsten kauft man die sterblichen Überreste. Überlebt trotz all dieser Bemühungen der Gegner, ist bereits so viel Zeit verstrichen, dass Microsoft eine ausgereifte Variante präsentieren kann. Diese wird dann besonders günstig und gross vermarktet.
Obwohl man das heutige WindowsXP als durchaus ausgereift anerkennen kann, ist nichts daran innovativ. Alles was man in Windows findet hat es vorher schon gegeben. Vieles bei Apple!
Da fragt man sich doch, ob die wirklichen Verbrecher nicht ganz woanders sitzen...