GPS-Ausfälle werden 2010 wahrscheinlicher
Quelle: onlinekosten.de
Die weltweit genutzte Navigation per Global Positioning System (GPS) erlaubt eine komfortable, genaue Routenführung bis zum gewünschten Ziel. Ein GPS-Empfänger findet sich inzwischen in vielen Geräten, so etwa auch in Handys. Kaum ein Nutzer macht sich aber wohl Gedanken über den Zustand der Satelliten, die das GPS-System erst ermöglichen. Etliche GPS-Satelliten erreichen 2010 das Ende ihrer Lebensdauer und müssen ausgetauscht werden, um die vollständige Funktionsfähigkeit von GPS zu gewährleisten.
Satellitenersatz verzögert sich
Der US-Rechnungshof warnt allerdings in einem 61-seitigen Bericht davor, dass gerade der rechtzeitige Ersatz mit neuen Satelliten in Gefahr sein könnte. Zwar würden im November - mit einer Verzögerung von drei Jahren - erste Satelliten vom Typ IIF ins All geschickt.
Sollte es der Air Force aber nicht gelingen, die erforderliche Anzahl von Satelliten frühzeitig zu erneuern, so könnte dies sowohl militärische als auch private Nutzer betreffen.
Budget bereits um 870 Millionen US-Dollar überschritten
Der Rechnungshof bemängelt, dass die Air Force schon in den letzten Jahren Probleme hatte den Zeitplan und das Budget einzuhalten. Bereits jetzt wurde der eingeplante finanzielle Rahmen um 870 Millionen Dollar überschritten. Die Air Force ist nun bemüht die Herstellung der dritten GPS-Satellitengeneration IIIA voranzutreiben, da Typ IIF technische Mängel aufweist. Der Rechnungshof bezweifelt jedoch einen rechtzeitigen Erfolg, da es keine zentrale Koordinierungsstelle für GPS-Belange gebe. Die US-Regierung plant Investitionen von 5,8 Milliarden US-Dollar in das GPS-System für die Jahre von 2009 bis 2013.
Zeitdruck erhalten die Amerikaner auch aus Europa. Ab 2013 nehmen die Europäer voraussichtlich die GPS-Konkurrenz Galileo in Betrieb, doch auch die Zukunft von Galileo ist ungewiss. Schließlich arbeitet auch China an einem eigenen GPS-Projekt.
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