Glatteisregen - Wie verhalte ich mich richtig?

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FLutz

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Guten Abend,

mittlerweile bin ich auch schon seit einigen Jahren auf Deutschlands Straßen unterwegs, hab' auch bis jetzt die letzten Jahre jeden Winter mitgemacht!

Dieser Winter ist/war auch mit Abstand der Härteste, hat auch ein Auto gekostet, gerade Straße, Geschwindigkeit ca. bei 80, "Nässe"
-> akustes Heckausbrechen -> Schleudern -> Leitplanke
Straße war anscheinend etwas zu glatt...

Seitdem ist mir auch etwas mumlig beim Fahren, Schnee macht mir jetzt weniger, lässt sich relativ gut abschätzen & beherrschen, jedoch nasse Fahrbahnen, Glatteisregenwarnungen und sowas macht mir doch Kopfzerbrechen!

Da bei uns für morgen früh wieder mal eventueller Regen mit Gefriergefahr gemeldet worden ist, wollte ich mich mal erkundigen wie man sich bei solchen Straßenverhältnissen am besten verhält?

Allzu oft habe ich diese Situationen noch nicht gehabt, versuche es auch weitestgehend zu vermeiden da es so ziemlich zu den gefährlichsten Straßenlagen führt die möglich sind!


Wie fährt man nun sicher durch so ein Wetter? Wie merke ich es wenn der Regen anzieht, es glatt wird?

Meineserachtens hilft da nur von vornerein ein langsamer Fahrstil, so an die 50-60 km/h auf den Schnell-/Bundesstraßen, jedoch zieht man sich da auch oft schnell eine aufdringliche Kolone nach sich!
Aber plötzlich auftretendes Glatteis ist bei dem Wetter nicht zu verhindern, aber das weiß/merkt man vorher nicht, die Straße wirkt "lediglich" nass!


So, erfahrene Winterspezialisten im FSB? Bin ganz offen für eure geteilten Erfahrungen, Tipps, Tricks etc. =)

Zu meinen Fahrzeugdaten: BMW 1er, Heckantrieb, ESP & ASB onBoard
wobei letzteres in diesen Situationen nicht viel helfen wird ;)


Grüße
 
Und das wichtigste, die Angabe der Befreifung vergessen ^^ Fährste auf Ganzjahr oder Winter?

Das einzige was man dir da raten kann, ist austesten. Angst davor haben, und sämtliche Wege vermeiden und dergleichen sind da falsch. Jeder Wagen verhält sich anders, und du musst dich daran gewöhnen, wie sich dein Wagen verhält.

Ich fahr nen Omega B Caravan, also n Kombi, das Teil ist für jeden guten Drift zu haben ^^ Die ersten male waren nicht so witzig, hat aber nix gemacht, da ich aufm Parkplatz war :D
Sobald man das aber drin hat läuft das. Der Schlüssel liegt in der Ruhe. Wenn du die Situation nicht kennst auf glatter Fahrbahn, verfällst du in Panik verreißt und dergleichen, das wird dir nicht passieren wenn du das schon durchgemacht hast ;)

Also ganz wichtig: nicht verstecken und an den eigenen Fähigkeiten zweifeln, sondern gerade dann wenn die Situationen es erlauben einfach mal (im sicheren Gefilde) probieren ;)
Aber immer im Rahmen deiner eigenen Fähigkeiten, sobald du merkst du wirst unsicher, runter vom gas und chilln, nicht überschätzen ;)
 
Wie merke ich es wenn der Regen anzieht, es glatt wird?

Gar nicht. Sonst wärs ja nich so gefährlich.
bzw. erst wenns zu spät ist.

Aber wenn die Temps an 0 Grad heran kommen und die Straße feucht ist oder es regnet und nicht schneit, dann muss man damit rechnen.

Im Zweifel immer mal ne Bremsprobe machen, wenn niemand hinter einem is auf der Geraden.

Am besten bei solchen Bedingungen gar nicht fahren, wenn es echt schlimm ist, dann das Auto stehen lassen.
Ansonsten eben sau vorsichtig in Kurven fahren und riesigen Sicherheitsabstand halten.

Das Prob is aber selbst wenn man das macht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass andere Idioten in einem reinkrachen.
Weil die meisten einfach kA haben wie viel Sicherheitsabstand man wirklich bei spiegelglatter Fahrbahn brauch.
Die meisten sind ja schon bei trockener Fahrbahn zu blöd dafür
 
Hallo Flutz,
Bei so einem Wetter, wie es heute war, also Eisregen, am besten gar nicht fahren.
Doch ich weiß, man muss ja zur Arbeit.
Erst mal solltest Du eher aufstehen und den Wetterbericht hören
und dann zeitig los fahren, damit Du nicht in Zeitdruck gerätst.
Wie schon erwähnt einen Bremstest machen,
aber nur, wenn Du dabei keinen anderen gefärdest.
Meineserachtens hilft da nur von vornerein ein langsamer Fahrstil, so an die 50-60 km/h auf den Schnell-/Bundesstraßen, jedoch zieht man sich da auch oft schnell eine aufdringliche Kolone nach sich!
Eine Geschwindigkeitsregel kann man nicht aufstellen,
denn es kommt wirklich auf die Strassenverhältnisse an und manchmal sind sogar 30km/h zu viel.
Ist die Fahrbahn nur nass, kannst Du bei 50-60 km/h ein Verkehrshindernis sein.
Dann solltest Du doch mal an geeigneter Stelle die anderen vorbei lassen.
Besser dann hinterher fahren, dann fühlst Du Dich auch sicherer, aber den Abstand nicht vergessen.
Du bist erst 21 und hast gerade bei Winterwetter noch nicht viel Fahrpraxis.
Ich rate Dir, mal ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren,
dadurch bekommst Du mehr Sicherheit und lernst,
wie Dein Fahrzeug in Extremsituationen reagiert und wie Du am besten damit umgehst.

Gruß und gute Fahrt
Buswusel
​
 
Erkennen kann man das leider ganz schlecht, wo der Unterschied liegt zwischen nass und glatt.
Ich kann nur auch den Tip geben wie Atomius, einfach mal auf einem leeren Parkplatz testen was das Auto so macht wenn es glatt ist, wenn es ausbricht oder sich dreht. Dann weißt du auch wie du reagieren musst, statt mit einer Vollbremsung von der Straße zu fliegen. Ein Sicherheitstraining wäre natürlich noch empfehlenswerter.
 
Manchmal merkt man es, manchmal nicht.

Letzten Winter war die A4 mal ab einer Stelle mal so richtig glatt. Vorher ganz normales Fahren und auf einmal hatte ich am Lenkrad das Gefühl, auf Eiern zu fahren. Da war fast kein Widerstand mehr. Ich habe dann vorsichtig gebremst und gemerkt, dass es spiegelglatt war. Die anderen Autofahrer zum Glück auch und wir sind mit 30 - 50 über die Autobahn gekrochen. Zum Glück war kein Idiot dabei, der trotzdem Gas gegeben hat.

Diesen Winter habe ich einmal Glück gehabt, das vor mir schon ein paar Leutz die Autobahn getestet haben und im Graben lagen. Ich bin über 20 km auf der Autobahn gefahren und die Bedingungen waren völlig okay. Dann war plötzlich ein Abschnitt (obwohl dieser Abschnitt tiefer liegt) spiegelglatt. Weil überall die Warnblinkanlagen liefen, haben wir alle unsere Autos mehr oder weniger ausrollen lassen und sind den Rest der Strecke gekrochen.

Soll heißen: Manchmal ist es sehr schwer, die Straßenbedingungen einzuschätzen. Im Zweifelsfall lieber mal etwas langsamer fahren. Bremsproben wenn, dann nur ganz vorsichtig und wenn niemand in der Nähe ist. Ich mache bei solchen Bedingungen jedes Jahr ein paar Bremsproben und meinen Kinder auch. Dann reagiert man im Ernstfall wesentlich vernünftiger.

Dieses Jahr waren die Straßenverhältnisse in unserer Gegend so unberechenbar wie kaum jemals zuvor (Mein Empfinden).

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach bei solchen Bedingungen ein vorausschauendes Fahren, damit schnelle Lenkbewegungen, hartes Bremsen und je nachdem auch zu heftiges Beschleunigen vermieden werden. Letzthin konnte ich beim Autobahnwechsel in aller Ruhe beobachten wir vor mir ein BMW beim Rausbeschleunigen aus der Kurve der Auffahrt auf den abgetrennten Beschleunigungsstreifen der anderen Autobahn zuerst links in die abtrennende Leitplanke und dann rechts in die Leitplanke der Überführung geknallt ist. Keine hohe Geschwindigkeit aber beide Seiten haben ordentlich was abbekommen. Ich hatte ausreichend Abstand und keine Probleme.

Meineserachtens hilft da nur von vornerein ein langsamer Fahrstil, so an die 50-60 km/h auf den Schnell-/Bundesstraßen, jedoch zieht man sich da auch oft schnell eine aufdringliche Kolone nach sich!

Im Zweifelsfall lieber das als ein Unfall.
 
Ich kann Dir nur raten, mit Deinem Wagen an einem Sicherheitstraining des ADAC teilzunehmen. Bin jetzt einige Jahrzehnte auf D's Staßen mit zwei und vier und mehr Rädern unterwegs, aber das Schleudertraining dabei - ich hab' vor 3 Jahren so ein Training mit menem führerscheinneuen Sohn mitgemacht - hat mir trotzdem noch echt viel gebracht. Das Üben von Extremsituationen und das Wissen, wann bricht mein Auto aus ist sehr hilfreich, gerade bei den von Dir beschriebenen und heute morgen bei uns wieder gegebenen Witterungslagen.

Oppler1
 
hallo FLutz

Hier mal nen Typ von jemanden der weit über 1million Kilometer auf dem Bus unfallfrei hinter sich hat. Den unterschied ob die Straße noch naß ist oder sich Eis bildet merkst du während der Fahrt recht gut, wenn du dein Fahrerfenster ein Spalt öffnest und lauschst. Solange du noch das schmatzende Reifengeräusch von deinem Auto hörst ist es ok wenn der Kram anzieht und Eis draus wird verschwindet das Reifengeräusch fast völlig dann ist höchste Vorsicht geboten. Aber nicht vergessen behandel die straße im zweifelsfall so als währe sie glatt dann bist auf der sicheren Seite.

gruß farmer

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Also ihr mit euren ADAC Trainings.
Klar is das nie schlecht, aber in der genannten Situation hilft das eigtl. auch nichts mehr, wenn man beim ADAC mal auf der Rutschfläche war.

Das zeigt nur mal wieder wie wenig Ahnung die Leute echt über Blitzeis haben.
Da kann man nicht mehr Gegenlenken oder sowas, wie man viell. beim ADAC ausprobieren kann.
Wenn man schneller als 20 is und nich weit genug rutschen kann ohne jmd. zu treffen, dann kann man es vergessen!
Es geht nich um Schnee oder ein bischen Glätte, sondern um ebenes glattes Eis auf der Straße. Dagegen is so ne relativ glatte ADAC Rutschfläche ein Gummifußboden dagegen.

@McKillroy:
Jedes Jahr ein paar Bremsproben???
Also ich mach das bei glatten Bedingungen eigtl. ständig, wenn ich nich ganz sicher bin und geradeaus Fahre und niemand hinter mir ist.
Wenn man nich weiß, auf was man fährt, dann auf der Geraden in Rückspiegel schauen und wenn frei, dann voll reinhauen.
Da kann nichts passieren, außer das man danach weiß, welchen Reibwert der Boden hat.

Natürlich nicht in Kurven machen oder dabei lenken oder wenn jmd dahinter ist
Das ist immer ein riesiger Sicherheitsbonus, den viele aber unverständlicherweise nicht nutzen.
 
@McKillroy:
Jedes Jahr ein paar Bremsproben???
Also ich mach das bei glatten Bedingungen eigtl. ständig, wenn ich nich ganz sicher bin und geradeaus Fahre und niemand hinter mir ist.

Naja, so oft ist es bei uns halt nicht glatt. Dieses Jahr hatten wir ordentlich Schneetage und ein paar Mal Glatteis. Normalerweise ist das nicht so oft.

Und da ich schon ein paar Jahre den Führerschein habe, ist die Übung da und ich frische es nur immer wieder auf und checke halt, wie der Untergrund so ist und wie der Wagen reagiert.

Aber ich sehe das auch so wie du: Übung und auch so ein Training sind ganz gut, aber wenn man von richtiger Glätte überrascht wird, dann ist man fast nur noch Beifahrer.
 
Meineserachtens hilft da nur von vornerein ein langsamer Fahrstil, so an die 50-60 km/h auf den Schnell-/Bundesstraßen, jedoch zieht man sich da auch oft schnell eine aufdringliche Kolone nach sich!

Mal ganz ehrlich wenn es um meine Sicherheit und mein Auto geht ist mir doch die Kolonne hinter mir sch**egal!
Die können doch überholen wenn sie schneller fahren wollen!
Es gibt kein Allheilmittel auf der glatten Straße nur sichere Fahrweise. Und dazu gabs hier einige Tips im Thread.
 
Wie fährt man nun sicher durch so ein Wetter? Wie merke ich es wenn der Regen anzieht, es glatt wird?


immermal Bremsproben machen,
viel Abstand zum Vordermann einhalten,
etwas ausserhald der Fahrspur fahren

merken tut man das am ehesten beim bremsen, wenn das Auto wie auf Eiern fährt ist es wirklich schon sehr glatt

Fahrsicherheitstraining ist wirklich zu empfehlen; du wirst hinterher nicht besser fahren können, aber vorsichtiger sein. Trainieren kann man solche heiklen Situationen im Winter auf nem Parkplatz.
 
"Da bei uns für morgen früh wieder mal eventueller Regen mit Gefriergefahr gemeldet worden ist, wollte ich mich mal erkundigen wie man sich bei solchen Straßenverhältnissen am besten verhält?"


Schienengebundenene öffentliche Transportmittel bevorzugen.;)
 
Ich achte ebenfalls wie farmer auf Geräusche. Radio aus und hören ob das Fahrzeug stiller wird. Wenn das Lenkrad immer leichtgängiger wird... wird es gefährlich. Bei Glatteis gibt es KEIN Mittel um durch zu kommen! Da hilft nur Fahrt beenden oder beten.

Bei Glatteis ist Schrittempo zu schnell, das Fahrzeug kann selbst aus dem stehen ins rutschen kommen.
Wenn es rutschig ist, dann kann man sich mit gleichmäßigem Fahren, kein "Testbremsen" (tschüß Auto) .. keine Lenkbewegungen die die Haftung der Reifen überfordert, kein Einkuppeln, kein Beschleunigen usw... auf der Strasse von matter Stelle ( glänzende, schillernde, funkelnde Stellen meiden) zu matter Stelle lenken, Stellen mit Schnee oder weißes Eis bevorzugen. Bergab geht es nur indem man mit dem rechten Vorderrad sehr nah am Randstein (sofern vorhanden) bleibt um das Fahrzeug beim losgleiten an diesen zu lenken und wieder abzubremsen ( AUA ).

Bei Glatteis fährt man nicht mehr Auto.
 
Das möchte ich mal sehen Carmen, wie du nen Wagen (1t.) bergab bei Glatteis am Randstein zum stehen bringst.
 
Naja, das kommt wohl immer auf den Berg an und darauf, wie glatt das Glatteis dann wirklich ist. :)
 
Glatt ist glatt und Berg ist berg.

Keiner redet hier von ein bisschen Berg oder ein bisschen Glatt.
 
Hallo Mr.Slate
so wie von mir beschrieben, hat es sogar schon beim 7,5 to (mit Hänger zusammen mit fast 11 to beladen) funktioniert.
Mit dem rechten Vorderrad ( Lauffläche des Reifens) an den Randstein rutschen. Das hat nicht nur einmal geklappt. Am Randstein ist es zudem oft griffiger weil dort allerlei Zeug vom räumen rumliegt.
 
Hallo FLutz,

ich fahre seit über 25 Jahren Europaweit einen Sattelzug. 25 jahre macht mindestens 25 Winter, und bisher hatte ich nur einen Unfall, den ich nichtmal verschuldet habe.

Es gibt für Fahrten auf glatten Strassen eigentlich nur einen guten Tipp:

Angepasstes fahren!

Eisregen ist mit das tückischste im Winter. Sofort gefrierender Regen weil die Strasse Tage vorher durchgefrostet wurde. Selbst wenn das Thermometer +3°C anzeigt, kann die Strasse spiegelglatt werden.

Pfeiffe auf die Kolonne hinter dir. Du fährst angepasst, lenkst nicht mit hastigen Bewegungen, hälst ordentlich Abstand zum Vordermann, bremst so als hättest du ein rohes Ei unter dem Pedal...das wichtigste aber ist:

RECHNE IMMER MIT DER DUMMHEIT DER ANDEREN

Dann kommst du gut durch den Winter.

Greetz

lolman63

PS: Kantstein und Co:
Klar kann man damit ein Fahrzeug zum stehen bringen, da hat Carmen völlig recht. Auf der Autobahn biete sich auch die Leitplanke an. Lieber das Fahrzeug schrotten als die eigenen Knochen, oder noch schlimmer, die Knochen anderer
 
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