Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen?

also die überschrift finde ich etwas in die irre führend

was denkst du wie viel der staat durch die steuern einnimmt die solche riesen konzerne bezahlen??
würde große banken, autokonzerne und was weiß ich pleite machen hat der staat auch finanziell erhebliche nachteile, sonst hätten sie gar nicht diese ganzen pakete geschnürt

ohne riesen unternehmen und deren manager wären wir nichts, das sollte mal der allgemeinheit klar werden, anstatt manager zu diskriminieren wie die juden zur hitlerzeit ohne ne ahnung drüber zu haben
 
was denkst du wie viel der staat durch die steuern einnimmt die solche riesen konzerne bezahlen??

Dann belege das mal durch Zahlen.


Es sind die gleichen Manager, die sich noch vor 2 jahren jede Einmischung des Staates verbeten haben, die jetzt nach staatlicher Hilfe schreien.

Gerade jetzt wird doch wieder deutlich, wie skrupellos diese Leute sind.

Arbeitnehmer werden entlassen, Hilfen des Staates werden ausgenutzt und gleichzeitig riesen Gehälter an die Manager gezahlt und jetzt oftmals auch Dividenden an die Gesellschafter - und zwar von diesen Hilfen.
 
Aber nochmal: (und hier sei einmal die vielleicht weiseste aller Ferengi-Erwerbsregeln auf die Menschheit adaptiert): "Ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag". Zähneknirschen und Fäusteballen hin oder her.

Und? Dann sollte man es also in zukünftige Verträge nicht mehr hineinschreiben. Wie kann man einem Mann wie Stan O`Neal bitte 160M$ Abfindung zahlen? Da muss doch jemand schon bei der Vertragsgestaltung nicht alle Tassen im Schrank gehabt haben,,,

In Fall a): wenn sie sich des Risikos nicht bewusst sind (und manche Sachen kann man eben nicht vorhersehen) , wofür willst du sie dann an den Pranger stellen?

Dass sie zu dumm sind, das Risiko zu erkennen. Wenn jemand 2M€ als Bonus bekommt, dann muss ich ehrlich gesagt davon ausgehen können, dass er sein eingegangenes Risiko auch abschätzen kann. Kann er das nicht, ist er keinen Cent wert.

Und b) Selbst dann: ist das ein bewusstes "Das Geschäft kann eigentlich nur scheitern, aber egal: ich hab heute mal Lust, was gegen die Wand zu fahren, mir passiert ja eh nichts" oder vielleicht doch ein "Hey Leute (nochmal: Gremien!!), ich weiß, es ist echt riskant, aber wenn es klappt, hat die Firma für immer ausgesorgt"? Klar kann man sich über- und das Risiko unterschätzen, aber niemand geht sehenden Auges ins Verderben. Was wäre das Motiv?

Das irrst du leider gewaltig. Wie oben selber erwähnt hast: Es ist häufig reine Dummheit und Gier, die Menschen handeln lässt. Alleine ein Satz wie "Hey Leute (nochmal: Gremien!!), ich weiß, es ist echt riskant, aber wenn es klappt, hat die Firma für immer ausgesorgt" zeigt doch schon, dass das Risiko/Chance -Verhältnis vollkommen zur Risiko-Seite ausschlägt. Das ist ein "Alles-oder-Nichts" Ansatz. Da können wir gleich ins Casino gehen.

Großer Irrtum, das seh ich auch noch nach 100 Millionen so! Denn wo die herkommen, ist auch noch viel mehr! Das Vertrauen und die Bereitwilligkeit mir so viel Geld in den Rachen zu schmeißen, muss ich mir bei einem anderen Unternehmen erst wieder sauer verdienen. Wohlgemerkt: nachdem ich einen Mitbewerber in die Kacke geritten habe!!

Auch das siehst du falsch. Ich habe so viele schlechte Trader gesehen, die dennoch einen neuen Job gefunden haben, das kannst du dir nicht vorstellen. Lies dir ansonsten mal den Fall von Brian Hunter durch. John Meriwether ist genauso ein Fall.

Und noch eine falsche Grundannahme: wir reden hier nicht von Aufsichtsratmitgliedern in mehreren Großunternehmen (mal abgesehen davon, dass diese Leute bei diesen Großkonzernen vielfach aus der Politik kommen, die haben von Wirtschaft oft eh nicht den blassesten Dunst - kann man in schöner Regelmäßigkeit bei unserem politischen Kurs ablesen). Natürlich kennen die sich nicht mit irgendwelchen Einzelheiten aus. Müssen sie auch nicht, denn nicht der Ausfsichtsrat trifft die strategischen Entscheidungen im Unternehmen, sondern der Vorstand bzw. die von ihm beauftragten Manager. Der Aufsichtsrat darf lediglich hinterher abnicken oder den Vorstand feuern.

Äh, sorry, aber was suchen Leute, die keine Ahnung haben in einer Kontrollinstanz??? Was kontrollieren die denn dann bitte? Ob die Krawatte des CEO gut sitzt? Der Aufsichtsrat ist die wichtigste Kontrollinstanz und überprüft die strategischen Entscheidungen. Wie kann man etwas abnicken, von dem man keine Ahnung hat? Das ist so als wenn ich jemanden eine Herztransplantation durchführen lasse, obwohl ich nicht weiss, ob er überhaupt Arzt ist.

Mit firmeninternen Gremien meine ich vielmehr die Entscheidungsträger der jeweiligen Fachbereiche, die von ihrem Job wirklich was verstehen (z.B. beschäftigt jede mittlere Firma mehrere Leute für's Risikomanagement, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Projekte vom Standpunkt der Möglichkeit des Scheiterns zu durchleuchten) und die sich zusammensetzen und gemeinsam beraten, was passieren soll. Diesen Menschen legen die Manager ihre Planungen vor, erläutern ihre Zielsetzung und die damit verbundenen Modellvorstellungen. Und wenn der Herr Manager seine Entscheidung da nicht überzeugend wirtschaftlich untermauern und verplausibilisieren kann, hat sich seine Strategie erledigt, noch bevor sie überhaupt zu Ende gedacht ist. Kein Ackermann und wie sie alle heißen kann eigenmächtig irgendwas durchsetzen - zumindest nicht, ohne dafür gerade stehen zu müssen. Immerhin sind auch diese Leute, so schwer manch einem diese Erkenntnis fällt, immer noch Angestellte - sehr gut bezahlt und mit vielen Freiheiten ausgestattet, aber immerhin.

Hahaha, sorry, aber arbeitest du schon? Ich möchte den Risikomanager sehen, der a) wirklich etwas von der Materie versteht - genau das siehst du ja an der momentanen Krise, dass Risiken eingegangen wurden, die keiner verstanden hat ausser den Leuten, die die Produkte entwickelt haben und b) dann auch noch den Mute besitzt, sich gegen eine Entscheidung des Vorstands zu stellen. Du solltest bedenken, dass es genau dieser Vorstand ist, der deine Karriere ziemlich schnell beenden kann.

Um ein letztes Mal einen Namen ins Spiel zu bringen: Mitarbeiter wie Öffentlichkeit, die zur Zeit einen Herrn Ackermann oder Mehdorn gerne in die Wüste schicken würden, vergessen, dass diese Leute mit ihren Strategien dafür gesorgt haben, dass ihre Unternehmen im einen Fall jährlich mit zweistelligen Gewinnsteigerungen, im anderen Fall in der Top Ten der größten und erfolgreichsten Institute Europas dastehen.

Was bringt es, kurzzeitig in den Top 5 zu stehen, wenn man danach Pleite ist und von Staatsgeldern gestützt werden muss?
 
Also irgendwie drehen wir uns hier im Kreis und die Diskussion führt zu nichts.

Noch ein paar Kleinigkeiten in aller Kürze, dann klink ich mich aus:

Ist dir eigentlich klar, dass du dir selbst widersprichst und deine Argumente im nächsten Satz wieder aushebelst? Kleines Beispiel gefällig?

Äh, sorry, aber was suchen Leute, die keine Ahnung haben in einer Kontrollinstanz??? Was kontrollieren die denn dann bitte? Ob die Krawatte des CEO gut sitzt? Der Aufsichtsrat ist die wichtigste Kontrollinstanz und überprüft die strategischen Entscheidungen. Wie kann man etwas abnicken, von dem man keine Ahnung hat? Das ist so als wenn ich jemanden eine Herztransplantation durchführen lasse, obwohl ich nicht weiss, ob er überhaupt Arzt ist.

Das ist ziemlich naiv. Welches Aufsichtsratsmitglied - das neben dem Mandat bei der Deuba auch ein Mandat bei der Postbank, VW, Bayer und Infineon hat - befasst sich bitte mit der mittleren Tranche einer CDO oder dem Physical-Financial-Swap im Strombereich?

Ziemlich genau das Gegenteil einer Aussage? Aber es geht noch besser (kleiner Hinweis für den interessierten Leser: es ging u.a. um die Deutsche Bank):

Was bringt es, kurzzeitig in den Top 5 zu stehen, wenn man danach Pleite ist und von Staatsgeldern gestützt werden muss?

Ääähh, ja. Stimmt. Die Deutsche Bank ist der Emporkömmling unter den Finanzinstituten am Platz. Und ja: sie ist vollkommen pleite und hat mit vollen Armen Staatshilfen angenommen (im Übrigen genauso wie die Deutsche Bahn, die das zweite angesprochene Unternehmen war) - mal abgesehen davon, dass ich die Entscheidung Ackermann für ziemlich arrogant und bescheuert halte.

Und schließlich: ja, ich arbeite. Bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (und ja, ich weiß, wir sind an dem ganzen Scheiß überhaupt der Hauptschuldige). Von daher maße ich mir an, die Thematik einschließlich Firmenstrukturen einigermaßen zu durchblicken. Und stell dir vor: ja, es soll Risikomanager geben, die von einer Firma nicht nur bezahlt werden, um die von Mutti gekaufte neue Krawatte im Büro spazieren zu tragen.

Aber vielleicht würde es dir ganz gut tun, mal nicht alle Stammtischparolen und Horrormärchen aus spiegel.de zu glauben und abzupinnen (und dann auch noch falsch). Aber das scheint ja in diesem Thread sehr beliebt zu sein, wie der Herr Moderator weiter oben beweist.
 
Wo widerspreche ich mich bitte? Aufsichtsratsmitglieder sollten Ahnung haben. Haben sie aber nicht - vor allem, weil sie in er Vielzahl von Aufsichtsräten gleichzeitig sitzen. Wie sollen sie also etwas kontrollieren, von dem sie keine Ahnung haben?

Zur Deuba: Schau dir mal die League Tables an. Dort wirst du erkennen, wie doe Deuba gerade in den letzten Jahren sich extrem schnell und weit nach oben gearbeitet hat. Dies wurde vor allem durch London getragen. Anshu Jain konnte schalten und walten, wie er wollte und kein einziger Risikomanager hat den Zeigefinger gehoben. Getreu deinem Beispiel: Entweder mir machen nichts, oder aber wir gehen ein extrem risikoreiches Geschäft ein und wenn das funktioniert, dann kriegt ihr auch was ab.

Und wenn du hier schon einen Schwanzvergleich starten willst: Ich habe - wie du vllt inzwischen gemerkt hast - sogar in diesen Unternehmen gearbeitet. Zuletzt auch noch bei einen Hedgefonds. Insofern maße ich mir erst recht an, Ahnung von diesem Thema zu haben. Soviel dazu...
 
Alle wollen Ackermänner sein

jeder BWL Student strebt doch im tiesten Inneren an, auch mal Vorstand der Deutschen Bank zu sein?!;)

Wie kann es sein, dass deutsche Banken Ihre Gewinne nicht im eigenen Lande versteuern müssen, aber ihre Verluste hierzulande steuerlich geltend machen dürfen?
Warum geben Banken ihre Zinsvorteile analog zum Leitzins nicht 1:1 weiter?

Schön, dass z.B. die Deutsche Bank schon wieder Milliarden Gewinne verbuchen kann.

Das System hat sich eigenständig und unkontrolliert entwickelt!
Die öffentlich geäußerte Meinung eines pickelgesichtigen Börsenmaklers kann ganze Unternehmen in den Ruin stürzen.

Es ist gut, dass es den Einlagensicherungsfonds gibt. Ja, der wird aus Steuergeldern gespeist.

ich bin zwar seit 25 Jahren Kunde der Postbank. Muss mir aber mit dem neuen Eigentümer schon Gedanken machen, ob ich da bleibe.

Warum sind Volksbanken und Sparkassen trotz Krise so erfolgreich?!
Weil hier wohl die Banker die Bodenhaftung noch nicht völlig verloren haben.

Fazit: keine Steuermilliarden für die Banken. Keine Steuergeschenke für die Banken. Gewinne und Verluste bleiben im Heimatland.

Marktwirtschaft - die Bank mit dem besten Angebot überlebt.
Und wer zuviel Geld über hat und an der Börse hochriskant spekuliert, der trägt bitte auch selbst das Risiko.
Und da zählt für mich nicht, dass habe ich nicht gewußt, das wurde mir nicht gesagt.

Mein Aktiendepot hat sich seit Sep. 2008 halbiert. (Auf niedrigstem Niveau!!)
Wenn der Verlust wieder überschaubar wird, verkaufe ich.
Und dann nie wieder Aktien!!:ätsch:
 
Das darf man alles nicht so eng sehen die Verluste der Bevölkerung gehen doch an das Volk zurück! Die armen Manager zählen doch auch zur Bevölkerung!

HSH Nordbank zahlt Millionen Bonus

TOPMELDUNG 1 – HSH Nordbank zahlt Bonus an Vorstandschef: Die angeschlagene staatliche HSH Nordbank zahlt trotz Milliardenhilfen des Staates einen Bonus an ihren neuen Vorstandschef Jens Nonnenmacher. Aufsichtsratschef Hilmar Kopper betonte, dass man sich künftig an die mit der Staatshilfe verbundenen Grenzen für die Managerbezüge halten werde. Im Falle Nonnenmachers habe sich der bisherige Präsidialausschuss des Aufsichtsrates aber entschlossen, eine bereits im Vorjahr vereinbarte Ausgleichszahlung zu leisten. Die Bank zahlt demnach einmalig 1,4 Millionen Euro und eine Leistung zur Altersversorgung in nicht genannter Höhe.

Krisenticker, wichtige Wirtschaftsmeldungen: - Politik - Bild.de
Wie höre ich es immer? ...sonst ziehen die Firmen ins Ausland....ihre Manager verprassen ihr Geld sowieso auf den Malediven oder?

Die Links Partei wüßte was dagegen..

Carmen
 

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten