Gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung!

Da hättet ihr gestern zur Demo gehen sollen! (17-19 Uhr)
Da Politiker immernoch Beratungsresistent sind, liegt die Hoffnung noch beim BVG.

Das Problem ist aber leider, dass dieser Mist nicht korrekt von den Medien rübergebracht wird.

Das Volk hat sich seit dem 3. Reich leider nicht weiterentwickelt.
Wenn Schäuble jetzt fragen würde, "wollt ihr die totale Überwachung", würde leider über die Hälfte JA schreien.

mfg
v6ph1

PS: Diskussion darf Godwin zum Trotz weitergeführt werden.
 
Da hättet ihr gestern zur Demo gehen sollen! (17-19 Uhr)
Da war ich wohl ...

Da Politiker immernoch Beratungsresistent sind, liegt die Hoffnung noch beim BVG.
Und um eine möglichst breite Unterstützug der von Rechtsanwalt Starostik bereits vorbereiteten Verfassungsbeschwerde (Entwurf: http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/Verfassungsbeschwerde_Vorratsdatenspeicherung.pdf) geht es hier.

Das Volk hat sich seit dem 3. Reich leider nicht weiterentwickelt.
Wenn Schäuble jetzt fragen würde, "wollt ihr die totale Überwachung", würde leider über die Hälfte JA schreien.
Der Vergleich tendiert eher hin zum Überwachungsstaat DDR. Es gibt zum Beispiel T-Shirts mit Schäubles Konterfei und der Unterschrift "STASI 2.0".
 
RIP Fernmeldegeheimnis

RIP
Fernmeldegeheimnis
09.11.2007
CDU, CSU und SPD
wolltet ihr das wirklich?
​

Die Bundesfaschisten haben für die Vorratsdatenspeicherung gestimmt, die einzigste Rettungsmöglichkeit liegt beim BVG.

in tiefer Trauer
v6ph1
 
Pressemitteilung vom 09.11.2007:

Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zur Verabschiedung des
Gesetzentwurfs

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung verurteilt die heutige
Entscheidung der Bundestagsmehrheit, eine verdachtslose
Vorratsprotokollierung des Telekommunikationsverhaltens in
Deutschland einzuführen, obwohl sie in nahezu allen Bereichen der
Gesellschaft abgelehnt wird und gegen die Verfassung verstößt.

SPD, CDU und CSU haben das Vorhaben gegen alle Warnungen und
Widerstände durchgepeitscht und nicht einmal die Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs abgewartet, die in wenigen Monaten
ansteht. Werner Hülsmann, für das FIfF e.V. im Arbeitskreis
Vorratsdatenspeichrung, erklärt hierzu: "Das Ergebnis der Abstimmung
zeigt, dass auch in den Regierungsfraktionen die Einführung der
Vorratsdatenspeicherung umstritten ist. Allerdings wird das Gesetz,
sofern es der Bundespräsident überhaupt unterzeichnet, vor dem
Verfassungsgericht und Europäischen Gerichtshof keinen Bestand
haben."

Das Gesetz erwartet nun die mit ca. 7.000 Teilnehmerinnen und
Teilnehmern größte Verfassungsbeschwerde, die dem
Bundesverfassungsgericht jemals vorgelegt worden ist. Die Beschwerde
wird eingereicht, wenn und sobald das Gesetz zur
Vorratsdatenspeicherung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wird.
Der Jurist Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung:
"Das Fernmeldegeheimnis wird von den Gerichten wieder hergestellt
werden. Dagegen ist die Wählbarkeit von SPD, CDU und CSU für die
Generation Internet endgültig verloren gegangen." padeluun vom
FoeBuD e.V.: "Wenn das Bundesverfassungsgericht das Gesetz kippt,
müssen sich dann alle Abgeordneten, die dafür gestimmt haben, in die
Ecke stellen und schämen?"

"Die Vorratsdatenspeicherung und andere Überwachungsprojekte stoßen
auf zunehmenden Widerstand in der Bevölkerung", bestätigt der
Politikwissenschaftler Ralf Bendrath vom Arbeitskreis. "Diesmal hat
die Koalition noch auf stur geschaltet, aber der Protest gegen die
Vorratsdatenspeicherung wird sich ausweiten zu einer
gesellschaftlichen Bewegung für mehr Freiheit und weniger Angst."

Zur weiteren Arbeit des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der
die Proteste der letzten Wochen und Monate koordiniert hat, erklärt
Ricardo Cristof Remmert-Fontes: "Der Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung wird weiter die Frage stellen, in welcher
Gesellschaft wir in Zukunft leben wollen und daran arbeiten, das
Bewusstsein für die Grundwerte unserer freien Gesellschaft zu
fördern. Wir sind erst am Anfang unserer gemeinsamen Arbeit." Gegen
die Vorratsdatenspeicherung wird der Arbeitskreis neben der
Verfassungsbeschwerde [1] auch auf das Angebot technischer
Instrumente und Dienste setzen, die eine weiterhin freie und
unbefangene Telekommunikation in Deutschland ermöglichen sollen.
Daneben wird der Arbeitskreis seine Aufklärungsarbeit fortsetzen. So
wird ein bundesweites Filmfestival der Aktion Mensch mit
Informations- und Diskussionsveranstaltungen begleitet [2]. Das
Netzwerk "Freiheitsredner" bietet ehrenamtliche Vorträge zum Thema
Privatsphäre an [3]. Auch die Veranstaltung weiterer Demonstrationen
und die Fortsetzung der lokalen Aktivitäten in den inzwischen über
50 Ortsgruppen des Arbeitskreises [4] ist geplant.

Fußnoten:
[1] Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung:
http://verfassungsbeschwerde.vorratsdatenspeicherung.de
[2] Filmfestival:
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Filmfestival
[3] Freiheitsredner:
http://www.freiheitsredner.de
[4] Ortsgruppen des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung:
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Ortsgruppen


Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist ein bundesweiter
Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und Internet-
Nutzern, der die Arbeit gegen die geplante Vollprotokollierung der
Telekommunikation koordiniert.
Homepage: http://www.vorratsdatenspeicherung.de
 
Update:
Ich habe soeben erfahren, daß Online-Registrierungen und Vollmachten zur Teilnahme an der Massen-Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung leider nur noch bis zum 19.11.2007 (Poststempel) angenommen werden sollen, da man mittlerweile wohl waschkörbeweise Post mit Vollmachten erhält und der Meinung ist, eine fünfstellige Zahl Beschwerdeführer (zur Zeit bereits über 10.000) würde ausreichen.
 

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