Europa nur knapp einer Atomkatastrophe entgangen

AlienRED

Supporter
Fünf von zehn schwedischen Atomreaktoren stehen still

Wie der Betreiber des AKW Oskarshamn mitteilte, wurden zwei der drei Blöcke vom Netz genommen, weil ihre Sicherheit nicht gewährleistet sei. Der Betreiber reagierte damit auf einen Stromausfall in dem AKW Forsmark, der sich bereits vergangene Woche ereignet hatte. Dort wurden nach dem Störfall zwei von drei Reaktoren heruntergefahren. ...weiter [Die Welt]



Umweltministerium prüft deutsche Atomkraftwerke

Nach dem Störfall in einem schwedischen Atomkraftwerk prüft das Bundesumweltministerium, ob ähnliche Probleme auch in deutschen Atomkraftwerken auftreten können. "Das Bundesumweltministerium ermittelt zurzeit den genauen Sachverhalt und wird so schnell wie möglich klären, ob die zugrunde liegenden sicherheitstechnischen Mängel auch in deutschen Atomkraftwerken vorliegen können", teilte das Ministerium am Donnerstagabend mit. Der Vorfall in Schweden werde als "sicherheitstechnisch ernstes Ereignis" eingestuft. ...weiter [Die Welt]
 
Die anderen 4 wurden ja soweit ich weiß nur aus Sicherheit abgeschaltet und ich habe gehört es soll auch eine Medienmache sein um mehr Aufsehen zu Erregen. Was natürlich allen Anti-Atom-Gegnern gefällt. Die Überschrift von dir finde ich auch ein wenig zu aufreiserisch. Es stand zwar eine Kernschmelze kurz bevor, aber das ist doch noch keine Atomkatastrophe in Europa. Würde dass in 50% mit allen in der Europäischen Union vorhandenen Atomkraftwerke passieren. Dann könnte man noch mal drüber reden, aber so ist die Überschrift etwas zu übertrieben, obwohl ich auch kein AKW Fan bin.
 
Ich denke die Ueberschrift ist keines Falls uebertrieben. So wie es aussieht war es wirklich ziemlich knapp, da die haelfte der notstromversorgung ausgefallen ist. Ein gau in diesem atomkraftwerk haette nicht nur schwere auswirkungen in skandinavien, sondern auch in deutschland usw. verursacht.
ich hoffe die Atomkraftfreunde werden etwas in ihrer Euphorie gebremst, wo doch viele sagen alles waere so sicher und man sollte die laufzeiten der kraftwerke verlaengern.


mfg
 
Habt wohl alle schon wieder Tschernobyl vergessen ?
Auszug aus wikipedia:

Die Katastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl nahe der Stadt Prypjat, Ukraine (damals Sowjetunion) als Folge einer Kernschmelze und Explosion im Kernreaktor Tschornobyl Block 4. Er gilt als die zweitschwerste nukleare Havarie nach der von Majak und war eine der größten Umweltkatastrophen überhaupt.

Die Auswirkungen spüren wir ja heute noch.Für mich ist die Überschrift keineswegs übertrieben !:frown:
 
fromas schrieb:
Ich hoffe die Atomkraftfreunde werden etwas in ihrer Euphorie gebremst, wo doch viele sagen alles waere so sicher und man sollte die laufzeiten der kraftwerke verlaengern.

Der Unsicherheitsfaktor dabei ist doch der Mensch! Nicht die Technik.

Ähnlich wie beim Autofahren im kleinen kommt es darauf an wer (in welchem Zustand) hinterm Steuer sitzt... oder wer daran herumschraubt... usw

Da gibts doch so nen Spruch, Atomkraftgegner überwintern ohne Licht mit kaltem Hintern :tongue:

Wer will schon ein Windrad im Garten
 
Ich denke, dass solche Situationen häufiger vorkommen als wir denken. Leider. Aber der Konsument bestimmt und wir konsumieren ganz schön viel. Wer von euch schaltet denn den Router und Rechner über Nacht aus? Wer alle Geräte vom Standby? Wir leben in einer Welt, die unsere Vorfahren erschaffen und die weiter prägen und häufig zum negativen verändern werden.
 
mqm schrieb:
Der Unsicherheitsfaktor dabei ist doch der Mensch! Nicht die Technik.

wenn bei irgendeinem einen externen kurzschluss zwei der vier notstromaggregate nicht automatisch anspringen liegt das am mensch ?
ich denke eher an der technik, auch wenn die durch den mensch bedient wird.
aber das was da nicht funktioniert hat war ja ein automatisierter prozess, strom weg -> notstrom an.
und da es nich geklappt hat ist die technik nicht sicher.

Klar kann das kraftwerk im grunde "nix dafuer", sondern es wurden vielleicht wartungsarbeiten nicht richtig durchgefuehrt oder was auch immer. der mensch ist schuld an dem risiko das die technik verursacht, da die technik ja aus der hand des menschen entstanden ist. sehr philosophisch ;)

und mqm du hast recht, der riesige energiebedarf kann (leider) nicht mit alternativen quellen gedeckt werden.


mfg
 
das problem is ja wenn wir die atomkraftwerke komplett abschaffen, dann können wir uns auf starke erhöhungen bei den stromkosten gefasst machen!

die unsicherheiten bei den atomkraftwerken bestehen meistens nur durch den menschen. das problem ist einfach der mensch gewöhn sich an gewisse risiken und wird dadurch unvorsichtig.
das ist wie wenn man das erstemal mit einem auto über 100km/h fährt und es einem als sehr schnell erscheind und später dann etwas ganz normales ist.
 
naja einige hierzulande sind doch so oder so schon verstrahlt, da kommts doch darauf nu auch nit mehr an, hihi
 
fromas schrieb:
wenn bei irgendeinem einen externen kurzschluss zwei der vier notstromaggregate nicht automatisch anspringen liegt das am mensch ?

Die Technik dazu ist von Menschen entwickelt worden, vielleicht sogar vom Mensch mangelhaft gewartet worden... Hätte man nicht damit rechnen müssen das sowas passieren kann?

Lässt sich doch alles auf den Menschen zurückführen, gerade bei so Sachen wie Atomkraftwerken :tongue: Technik kann nie Schuld sein, Technik wird vom Unsicherheitsfaktor Mensch bedient und angewendet... getrieben von Profitgier oder Dummheit bleibt halt mal was auf der Strecke
 
Übetriebene Panikmache. Aber so ist das eben manchmal mit der Presse.
Zum Glück lebe ich in Bayern. Im Ernstfall wäre ich hoffentlich weit genug weg. *g*
 
Fuba schrieb:
Die Überschrift von dir finde ich auch ein wenig zu aufreiserisch. Es stand zwar eine Kernschmelze kurz bevor, aber das ist doch noch keine Atomkatastrophe in Europa.

wie würdest du das denn sonst nennen? überlege doch mal wíe weit damals die giftwolke geflogen ist.

AlienRed schrieb:
Der Betreiber reagierte damit auf einen Stromausfall in dem AKW Forsmark, der sich bereits vergangene Woche ereignet hatte. Dort wurden nach dem Störfall zwei von drei Reaktoren heruntergefahren.

ein unding sowas :frown:
 
nunja meiner meinung nach ist in einem modernem atomkraftwerk eine kernschmelze theoretisch nicht ohne äußere einwirkungen machbar da über den reaktorstäben isolationsmaterial mittels elektromagneten gehalten wird das bei einem notfall bzw stromausfall zwischen die stäbe fällt und weitere kettenreaktionen unterbindet.
von daher evtl nich so dramatisch gewesen 8-)
 
Beängstigend ist auch, dass Temelin vor kurzem ihren 91. (!!!!!!!) Störfall hatten!
Bitte wann drehen die dieses Schrottkraftwerk zu? Die feiern ihren 100. Störfall wahrscheinlich in zwei Wochen mit einer riesen Torte in Form eine Atompilzes.

Das beunruhigende ist, dass Temelin um die Ecke liegt...:motz_6:

@Scout:
Teilweise hast ja recht....wenn du aufs Wort MODERN sehr viel Wert legst.
Denn viele Kraftwerke haben zwar den Mechanismus, dass bevor es zur Kernschmelze kommt, die Isolierstäbe automatisch (schon durch die Schwerkraft) herunterfahren, nur ist das leider nicht mehr möglich, wenn sich die Öffnungen für die Stäbe durch die Hitze schon so verformt haben, dass diese nicht mehr hineinpassen.
Somit ist eine Kernschmelze nicht mehr zu verhindern.
Genau das, was damals in Tschernobyl passiert ist.
 
der_Ronny schrieb:
Genau das, was damals in Tschernobyl passiert ist.
Hum kann ich dir widersprechen afaik war Tschernobyl das System so ausgelegt dass die Stäbe erst hochfahren mussten oder so was unpraktisches oder irr ich mich kann auch sein mir kamen die Pläne nur ma in Physik unter die Nase :biggrin:
 
diese ganze sache mit tschernobyl ist ja sowieso ziehmlich umstritten
es gibt da ja so gerüchte das das nich so ganz von alleine passiert is, sondern die sowjets es darauf angelegt haben um dem westen zu zeigen wie sicher ihre AKW sind

zu dem fall in schweden: ich denke auch das das übertriebene panikmache is
 
fromas schrieb:
und mqm du hast recht, der riesige energiebedarf kann (leider) nicht mit alternativen quellen gedeckt werden.
das ist so nicht richtig. aber solange wir es nicht ernsthaft versuchen wird es tatsächlich nicht möglich sein. Das Problem ist nicht die Energieerzeugung, die menge an benötigter Energie könnten wir aus alternativen Quellen locker erzeugen. Das Problem ist nur dass wir diese Energie derzeit noch nicht adäquat zwischenspeichern können um sie immer und in ausreichender Menge verfügbar zu haben. In den Spitzenlastzeiten tagsüber bekommen wir genug solarstrom, aber nachts halt nicht, da müssten dann Zwischenspeicher helfen.

HowHigh schrieb:
das problem is ja wenn wir die atomkraftwerke komplett abschaffen, dann können wir uns auf starke erhöhungen bei den stromkosten gefasst machen!
Absoluter Quatsch, zum einen rechnest du die Kosten, die nicht auf die Stromkosten umgelegt werden, nicht ein (z.b. staatliche subventionen beim bau von atomkraftwerken, Endlagerproblematik usw) zum anderen ist jetzt schon solarstrom zu spitzenlastzeiten günstiger als konventioneller strom. Wenn wir jetzt noch deutlich mehr Solar- bzw alternativen Strom erzeugen würden und somit die Produktionskosten weiter sinken wäre es absolut nicht teurer den Strom alternativ zu erzeugen.
Des weiteren ist Solarstrom gesamtwirtschaftlich von vorteil, da wesentlich mehr leute in der Solarsparte ihr Geld verdienen als bei der Atomkraft, d.h. diese Menschen haben Arbeit und belasten nicht die Sozialsysteme.
Solche Dinge sollte man ehrlichkeitshalber eben auch einbeziehen. Was bringt dir günstigerer strom den du über höhere Arbeitslosenversicherungen und Krankenversicherungen quersubventionierst?


Schon heute ist es oft wesentlich wirtschaftlicher Solarzellen anzubringen als Leitungen zu ziehen (Stromkosten nicht eingerechnet) und solange die herkömmlichen Zwischenspeichermöglichkeiten ausreichen ist das auch praktikabel und wird gemacht. Aber für größere, gerade Energieintensive Unternehmen sind mir noch keine Zwischenspeicher bekannt, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Abgesehen davon darf man im bereich der alternativen Energien Erdwärme & Biogas nicht vergessen. Mittels einer einzigen Biogasanlage lassen sich locker Dörfer mit Wärme und Strom versorgen. Die Biomasse stammt dabei von den örtlichen Landwirten.

Was wird dann erst in ein paar jahren möglich sein, wenn man endlich mal die Forschung ordentlich vorantreiben würde. Aber nach wie vor wird wesentlich mehr geld in die Erforschung der Kernenergie gesteckt als in die erforschung alternativer Energieerzeugung.

Nachtrag: Noch dazu geben wir jahr für jahr haufenweise geld für die schon lange nicht mehr rentable kohleförderung aus um energiepolitische Unabhängigkeit vom Ausland zu haben. HAHA. Mittels alternativer Energien könnte man genau diese und noch dazu wirtschaftlich erlangen.

edith meint:
hier gibts ne nette zusammenfassung zum thema atomkraft:
http://www.facts-on-nuclear-energy.info/1_dead_end.php?size=b&l=de&f=
facts-on-nuclear-energy schrieb:
Atomenergie ist kapitalintensiv – erneuerbare Energien sind arbeits(platz)intensiv. Das Beispiel Deutschland zeigt: In der Atomwirtschaft waren im Jahr 2002 etwa 30 000 Menschen beschäftigt. Allein in der deutschen Windenergiebranche arbeiteten hingegen schon mehr als 53 000 Menschen. Die gesamte Branche der erneuerbaren Energien sicherte bereits 120 000 Arbeitsplätze, trotz ihres noch geringen Anteils an der Energieversorgung. Bei einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien kommen täglich neue Arbeitsplätze hinzu. Weltweit könnten durch den Ausbau erneuerbarer Energien in wenigen Jahren viele Millionen neue Arbeitsplätze entstehen.
 
Ich persönlich halte von dem ganzen Umweltstrom überhaupt nichts! Die Energieherstellung egal auf welche Art und Weise wird niemals Umweltschonend sein, bei jeder Methode gibts nen dicken Bock der die Umwelt belastet.

Und was bringt alternativer Strom wenn unsere Nachbarländer lieber noch ein paar Atomkraftwerke anknipsen? Mit dem übertriebenen Umweltscheiß machen wir uns lächerlich in der Welt! Wer soll denn das bezahlen? Sind doch jetzt schon alle pleite.

Ich bevorzuge günstigen Strom, will auch keine geldvernichtenden Windräder oder Wasserkraftwerke bezahlen! Bis die mal Gewinn erwirtschaften (wenn überhaupt) bin ich längst verre......

Und: Wenn ein Atomkraftwerk mal ausgedient hat, kann man bestimmt coole Partys drin machen :tongue: :biggrin: :wink: Wer eins übrig hat, PN an mich... ich kaufs für nen Euro... :smile:
 
mqm schrieb:
Und was bringt alternativer Strom wenn unsere Nachbarländer lieber noch ein paar Atomkraftwerke anknipsen?
Uran reicht vielleicht noch 40-50 Jahre
Öl reicht maximal noch 50 Jahre
Gast reicht unwesentlich länger als 50 Jahre

je knapper diese Güter werden umso teurer werden sie. Auch dir sollte die ernorme steigerung des Rohölpreises nicht entgangen sein. Je mehr Atomkraftwerke laufen umso kürzer reicht das Uran, von daher ist auch hier in nächster Zeit eine wesentliche Verteuerung zu erwarten.

Was bringt uns alternativer Strom?
- Unabhängigkeit vom Ausland. Wir benötigen keine Rohstoffimporte oder zumindest weniger als bisher
- Preisstabilität bzw sogar -senkungen da nicht immer teurer werdende Rohstoffe importiert werden müssen.
- Zukunftssicherheit, da das KnowHow welches derzeit in Deutschland aufgebaut wird, mittelfristig weltweit nachgefragt wird.
- Dezentrale Energieversorgung, weniger ausfallrisiko weil strom nicht über weite strecken transportiert werden muß.

Mit dem übertriebenen Umweltscheiß machen wir uns lächerlich in der Welt! Wer soll denn das bezahlen? Sind doch jetzt schon alle pleite.
du gehst von der falschen Voraussetzung aus dass alternativer Strom automatisch teurer ist. Das ist derzeit aus verschiedenen Gründen so, die sich aber abstellen lassen.

Beispiel Solarzelle:
Solarzellen bestehen aus hochreinem Silizium, das nicht in unbegrenzter menge zur Verfügung steht. Allerdings scheint es eine erfolgreiche Forschungsgruppe aus Freiburg zu geben, die es schafft mit weniger reinem Silizium Solarzellen herzustellen. Was logischerweise zu einer wesentlich breiteren Rohstoffbasis und somit sinkenden Preisen führen wird.

Beispiel Biomassekraftwerk:
Sind heute schon rentabel, wenn man sowohl den erzeugten strom als auch die Abwärme zum Heitzen nutzt.

Beispiel Erdwärme:
du kannst heute schon ein vielfaches an energie aus einer Wärmepumpe rausholen als du reinstecken mußt. diese dinger sind per se rentabel. allerdings werden sie meines wissens nach z.Z. hauptsächlich zum beheizen von wohnhäusern genutzt. mittelfristig ist aber auch hier mit kraftwerken zu rechnen.

Windkrafträder:
sind je nach standort rentabel. keine frage wurden hier diverse fehlinvestitionen getätigt.
Ich bevorzuge günstigen Strom,
wer nicht, aber genau den wirst du mit der bisherigen Energieversorgung nicht mehr lange haben. abgesehen davon bezahlst du neben den stromkosten auch noch die Arbeitslosen die in der alternativen Energiebranche arbeit hätten, du bezahlst die Transportkosten von radioaktivem Abfall (insb den Schutz durch die Polizei) du zahlst die endlagerung usw, aber nicht auf dem Strompreis sondern von deinen steuern. Was bringt dir 1 ct den du beim strom sparst, den du aber vielfach über die steuern refinanzierst.
Und: Wenn ein Atomkraftwerk mal ausgedient hat, kann man bestimmt coole Partys drin machen :tongue: :biggrin: :wink: Wer eins übrig hat, PN an mich... ich kaufs für nen Euro... :smile:
dürfte ne trübe party werden, so in nem dunklen AKW, da ja kein strom mehr da ist, weil die rohstoffe zur Stromerzeugung fehlen.
 
Was bringen uns die sichersten Atomkraftwerke in D, wenn unsere Nachbarn weniger Wert auf Sicherheit legen? Solange unser Standard nicht EU-weit durchgesetzt wird, solange macht es wenig Sinn deutsche Atomkraftwerke zu schliessen.
 

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