Emotionen, Realität und Sinn

Jetzt komm uns nicht mit Relativität

Zeit ist auch Relativ!

aber was du sagen willst ist glaub ich, dass jeder die Welt anders wahrnimmt. Da stimme ich dir zu, aber das mit dem Gut oder Böse kann ich nicht so sehen.
Man kann sehr wohl objektiv einschätzen ob etwas gut oder Böse ist, nur manchmal ist sowas eben einfach sehr schwierig. Viele verlassen sich bei sowas auf Glaube und Religion und das eben weil es so schwierig ist. Andere beschäftigen sich damit nicht.

Das Problem dabei ist, dass man sich das nicht permanent fragen kann, also folgt so ziemlich jeder den alles einfacher machenden Regeln.

Deswegen ist das mit der Wahrheit über Gott auch sone Sache, oft geht es nicht darum, dass es Gott wirklich gibt, sondern einfach darum was man draus macht.

Was mit der Lebenseinstellung der hier mitdiskutierenden ist kann man so nicht einfach beurteilen, aber ich denke schon, dass man hier und da sagen könnte falsch oder richtig, nur werde ich das so direkt sicher nicht tun und wills auch garnicht.

Gruß

Martin
 
Gut und Böse ist auch relativ ^^

Nochmal zu dem Beispiel:

Ein Mann vergewaltigt ein kleines Kind und der Vater des Kindes tötet ihn dann eine Woche später.

Jetzt sagt einer der Vater war total im Recht, denn Mann 1 war böse, also ist er der gute.

Die Mutter des Mannes 1 würde aber vielleicht sagen, dass - egal was er getan hat - er nicht hätte getötet werden dürfen, also ist der Vater böse. Außerdem war das ja nur wegen seiner Krankheit, etc ...

Man kann auch sagen beide sind böse Menschen, obwohl der Vater sonst ein netter und freundlicher Mitbürger war hat ihn diese Tat genauso böse gemacht wie den anderen Mann. Ob sein Kind getötet wurde oder nicht wird dabei nicht berücksichtigt.

Aber wer hat dann Recht ? Es gibt für alle 3 Meinungen (und mehr) Leute, die sie vertreten würden. Deshalb kann man kein allgemeingültiges Urteil darüber abgeben, oder wär der Mann eindeutig böse weil "nur" 40% der Menschheit für gut gestimmt haben ?

Genauso der Irakkrieg: Wenn man wirklich so denkt wie Bush argumentiert hält man ihn wahrscheinlich für gut, wenn nicht für schlecht. Was richtig ist kann keiner entscheiden, unter anderem z.B. weil ja keiner wissen kann ob Gott es nicht vielleicht doch gewollt hat ^^

Deshalb nimmt jeder, wie du gesagt hast, die Welt anders wahr, aber du als Person kannst doch nicht wissen was die objektive Wahrheit ist wenn du alles nur aus deinen Augen sehen kannst.

Was mit der Lebenseinstellung der hier mitdiskutierenden ist kann man so nicht einfach beurteilen, aber ich denke schon, dass man hier und da sagen könnte falsch oder richtig, nur werde ich das so direkt sicher nicht tun und wills auch garnicht.

Wer macht die Richtlinien, an denen man sieht ob die Einstellung gut oder schlecht ist ? Die ethischen Regeln wären da vielleicht noch, wobei die, da sie keine Umstände berücksichtigen, nicht 1 zu 1 angewendet werden können (Bsp: Notwehr müsste dann als Mord gezählt werden, und Mord ist schlecht).

mfg
Dreamcatcher
 
Mr schrieb:
Eine Gemeinschaft könnte aber sehr viel besser funktionieren, wenn jeder das tut, was immer für das Wohl der Gemeinschaft am besten ist, wäre das der Fall können wir eine sehr viel bessere und effektivere Gesellschaft bilden.

Was meinst du mit effektivere Gesellschaft? Soll es da jedem besser gehen?
Das wären ja aber auch nur deiner Meinung nach ein eingebildete Gefühle oder meinst du, dass zB alle etwas zu Essen hätte?
Aber welchen Wert hat das Leben den ohne Gefühle (auch wenn ich genug zu Essen hab ;))? Für mich keinen. Das wäre ein Existieren aber kein Leben.
Du magst vielleicht Recht haben, dass alles eine Einbildung ist oder vom Körper zur Selbsterhaltung ausgelöst wird, aber das Unterdrücken der Gefühle auf diese Weise würde, wie ich oben schon geschrieben hab, dazu führen dass wir nur noch existieren, aber nicht leben. Es ist zwar eine sehr einfache Methode mit schlechte Gefühlen fertig zu werden, aber das wäre mir zu feige sich so aus der Affäre zu ziehen. Ich bin in der Beziehung eher ne Kämpfernatur(ich weiss klingt doof) und versuch wieder aufzustehen.
Fazit:
Ich steh auf diese ganze Scheis*e :D :D :D
 
Emotionen

Ohen Emotionen, Liebe und Hass wäre der Mensch nicht so perfekt.

Liebe steht für das leben. das Nebenprodukt ist das Verständnis, Aufrichtigkeit,
Hilfsbereitschaft und vieles mehr.
Hass steht für Unerschiede erkennen, Schutz der Eigenen Person und Vorsicht.

Beides gibt uns das Verständnis für erkennen und zu unterscheiden.

Diese Eigenschaften prägen uns für unsere Umwelt.

Wer das Leben nur aus der Chemischen Perspektive sieht verschwendet seine
Existens und belügt sich selbst.

Diese Eigenschafen unterscheiden uns von den Tieren aber bergen in sich auch Nachteile.

Würden wir diese Eugenschaft nicht beitzen und nur nach Instinkt gehen, wären wir Tiere.

Wenn sich der Mensch manchmal auch wie ein Tier verhält dann hat er sich nur nach den Instinkten gerichtet.

Zusammenhalt bei Tieren richtet sich nach ihrem Instinkt.

Zusammenhalt bei Menschen beinhaltet wesentlich mehr.
Liebe, Zuneigung, Vertrauen, Gewisssen, Hochmut, Respekt und vieles mehr
ist unsere Gabe der Verständigung.

Wir gelange dadurch zu einer Gesellschaft "der Mensch" mit all seinen Fehlern.

Seid beginn der Menscheit hat sich der Mensch weiterentwickelt und diese Fähigkeiten verbessert.

Er hat erkannt das alle Gefühlsformen gleichermassen wichtig sind.

Ich sehe Liebe nicht als eine Chemische Formel an.


"Deiner Meinung nach gibt es weder Liebe noch Hass, Schönes noch Hässliches"

Es gibt sie ... Liebe und Hass, Kalt und Warm, Weis und schwarz.

du meinst "Nehmen wir zum Beispiel mal den Fortpflanzungstrieb. Der Körper ist bereit sich fortzupflanzen"

Wir haben keinen Fortpflanzungstrieb. unser Trieb ist Spass am Sex deswegen üben wir ihn aus.

Fortplanzungstrieb beinhalten die Fortpflanzung mit einem Ergebnis und das muss nicht zutreffen um Sex zu haben oder Kinder zu Zeugen.


Deine Einstellung ist nicht meine Einstellung und ich muss mich wundern, wenn du wirklich so denkst.

Der Mensch hat auch die Eigenschaft nur so weit zu denken (um sich nicht selbst zu schaden) wie er möchte. Du gehst darüber hinaus.

Es könnte ja auch sein das dein Bewusstsein diese Einstellung als Angriff auf dein Bewusstsein sieht und sich dagegen wert.

Wirst du dann verückt oder langweilig oder noch schlimmer vereinsamst du dadurch vieleicht sogar.
 
@ martin123456
Man kann sehr wohl objektiv einschätzen ob etwas gut oder Böse ist, nur manchmal ist sowas eben einfach sehr schwierig.
Nein, das wirst du niemals können. Du meinst es nur, das wurde dir aber alles von kleinauf eingebläut durch die Meinung deiner Mitmenschen, Eltern, durch die Kultur, gesellschaftliche Normen, weltliche und geistige Vorstellungen.
Es gibt mehr als genug Beispiele in denen du nicht sagen kannst, was gut und was böse ist, ein Beispiel wäre das von Dreamcatcher.

Aber nehmen wir noch ein Beispiel. Du sagst sicherlich, das Leute böse sind die Frauen unterdrücken und Leute, die Frauen als gleichberechtigt ansehen sind (in dieser Beziehung) gut. Frägst du hingegen die meisten Araber wirst du feststellen das er genau andersrum denkt. Und beide behauptet ihr, das ihr in der Lage seit (im Gegensatz zum anderem) über Gut und Böse zu entscheiden.

Weiten wir das Beispiel noch aus. Hättest du vor 500 Jahren gelebt, wäre es ziemlich sicher gewesen, das du die Frau ebenfalls als nicht gleichberechtigt angesehen hättest.

Würdest du hingegen in 500 Jahren leben, hättest du vielleicht über die heutigen Menschen (und damit auch über dich und deine jetzige Meinung) gesagt, wie können die nur so böse sein, all diese Tiere zu misshandeln.


@HansWurstRulez
Was meinst du mit effektivere Gesellschaft? Soll es da jedem besser gehen?
wikipedia.de schrieb:
Tönnies stellt dem Begriff Gemeinschaft, welche sich durch gegenseitiges Vertrauen, emotionale Anbindung und Homogenität auszeichnet, den Begriff Gesellschaft gegenüber, derer sich die Akteure mit jeweils individuellen Zielen bedienen. Dies führt zu einer nur losen Verknüpfung der Individuen in der Gesellschaft.
Die Verbesserung der Gesellschaft führt also meiner Meinung nach zu einer Gemeinschaft, sprich wir helfen uns zu einem gegenteiligem Vorteil.

Aber welchen Wert hat das Leben den ohne Gefühle (auch wenn ich genug zu Essen hab )?
Darauf will ich hinaus. Das Leben hat keinen Wert (auch mit Gefühlen nicht), wir geben ihm bloß einen.
Nur schaffen es die meisten nicht es zu akzeptieren.

Es ist zwar eine sehr einfache Methode mit schlechte Gefühlen fertig zu werden, aber das wäre mir zu feige sich so aus der Affäre zu ziehen.
Deiner Meinung nach hat das Leben sicherlich mehr "schöne" Gefühle als "schlechte", sonst würdest du kaum noch leben.
Insofern kannst du auch nicht davon reden sich diesen zu entziehen, wäre ja schwachsinnig.
Desweiteren, wie schon oben beschrieben, möchte ich nicht, das wir alle aufhören zu fühlen, sondern das wir legidlich den Verstand über die Gefühle stellen und bereit sind über uns nachzudenken (und dieses auch anzuwenden) (Gedanke der Aufklärung - Mut zum Denken)

@ Viper47

Ohen Emotionen, Liebe und Hass wäre der Mensch nicht so perfekt.
Du meinst ernsthaft, das Menschen perfekt sind ?

Beides gibt uns das Verständnis für erkennen und zu unterscheiden.
Allzuweit kann das Verständnis doch noch nicht sein, immerhin weißen wir als Menschheit eine negative Lebensbilanz auf, sprich wir vernichten mehr Leben als wir erschaffen, ob nun uns selbst oder fremdes.

Diese Eigenschafen unterscheiden uns von den Tieren aber bergen in sich auch Nachteile.
Falsch. Das ist gerade unsere Gemeinsamkeit mit Tieren. Der Verstand, das bewusste Denken unterscheidet uns von Tieren.
Tiere haben auch die Gefühle, sie können ebenfalls Trauer,...zeigen.

Wenn sich der Mensch manchmal auch wie ein Tier verhält dann hat er sich nur nach den Instinkten gerichtet.
Stimmt. Und Instinkt = Handeln nach Gefühlen.

Zusammenhalt bei Tieren richtet sich nach ihrem Instinkt.
Zusammenhalt bei Menschen beinhaltet wesentlich mehr.
Liebe, Zuneigung, Vertrauen, Gewisssen, Hochmut, Respekt und vieles mehr
ist unsere Gabe der Verständigung.
Beides hat den gleichen Ursprung, all die Hormone, diese führen zu den Instinkt/Gefühlen.

Wir gelange dadurch zu einer Gesellschaft "der Mensch" mit all seinen Fehlern.
Auch sehr viele Tierarten weißen eine äußerst komplexe Gesellschaft auf.

Es gibt sie ... Liebe und Hass, Kalt und Warm, Weis und schwarz.
Dann zeig mir doch mal was davon - wo soll es existieren. Wieso kann es keiner beweisen das es sie gibt ? Der einzig logische Grund ist, das es sie nicht gibt.

Wir haben keinen Fortpflanzungstrieb. unser Trieb ist Spass am Sex deswegen üben wir ihn aus.
Und warum haben wir Spaß daran ? - Genau, weil unser Körper will das wir uns fortpflanzen. Deswegen lässt er uns den Spaß fühlen wenn wir uns nach ihm richten.

das muss nicht zutreffen um Sex zu haben oder Kinder zu Zeugen.
Falsch. Wir manipulieren legidlich die Natur, indem wir zum Beispiel den Prozess durch chemische Prozesse wie die Pille unterbrechen.

Der Mensch hat auch die Eigenschaft nur so weit zu denken (um sich nicht selbst zu schaden) wie er möchte.
Dieser sollte er sich losreißen, denn das ganze ist nur eine Illusion so lange man nicht dahinter schaut. Mag sein, dass das Leben in Wirklichkeit schlechter ist, als wir es alle sehen wollen. Nur, davon das wir es nicht als schlechter anerkennen, wird es auch nicht besser.

Es könnte ja auch sein das dein Bewusstsein diese Einstellung als Angriff auf dein Bewusstsein sieht und sich dagegen wert.
Ich hoffe (und glaube) das ich das inzwischen überwunden habe, währendhingegen ich auch meine, das dein Bewusstsein es noch recht erfolgreich abblockt. ;)

Wirst du dann verückt oder langweilig oder noch schlimmer vereinsamst du dadurch vieleicht sogar.
Nochmals, ich möchte nicht das wir aufhören zu fühlen, wir sollen uns legidlich dieser Gefühle bewusst werden und uns darüber im Klaren sein woher sie stammen und zu welchem Zweck sie vorhanden sind, danach sollten wir uns auch richten.

mfg
neo
 
Hi Neo,

nun ja, wie versprochen,
werde ich mich jetzt mal - zugegeben etwas verkürzt - zu Deinen Theorien äußern ;)
und beziehe mich...sorry...erstmal auf Deinen Anfangsbeitrag.

Ad 1
Selbst wenn "das Leben" nur aus biochemischen und physikalischen Prozeßen besteht, stelle ich zusätzlich die empirisch belegte Grundthese auf, dass dieses Leben immer nach Erhaltung - sprich Reproduktion - strebt.
Allein daraus leitet sich dann auch für mich der grundlegende Sinn des Lebens ab
-> Reproduktion -> Optimierung der Lebens- bzw. der Reproduktionsprozeße
Da hierzu bei komplexeren biologischen Organismen zumeist - auch zur Vermeidung von inzestiösen Prozeßen - sprich Stagnation der Entwicklung - zwei verschiedene Komponenten sich als erfolgreich erwiesen haben, haben wir es jetzt schon mit 2 Individuen zur erfolgreichen Vermehrung zu tun.

Ad 2
Um dieser - im Laufe der Vermehrung/Entwicklung - größer werdenden Gruppe
sinnvolle Reproduktionbedingungen zu schaffen, haben sich im Laufe der Evolution bestimmte Botenstoffe wie auch andere biochemikalische Reaktionen als erfolgreich erwiesen.
Da zudem erfolgreiche Vermehrung sowie verbesserte Reproduktion in dem rel. schnellen Erkennen des jeweils erfolgversprechensten Partners lag
und zudem nach erfolgreicher Reproduktion der Erhalt der jeweiligen Nachkommen Priorität besass, schuffen diese Botenstoffe die Grundlage des Wiedererkennens zur Sicherrung der eigenen Gene.

Ad 3
soweit haben wir es also mit ähnlichen bzw. gleichen Vermehrungsprozessen bei Tieren und Menschen zu tun.
Da auf Grund diverser Weiterentwicklungen des menschlichen Gehirns gewisse optimal optimierte (instinktive) tierische Prozesse (z.B. der Geruchsinn) zu Gunsten anderer neuronaler Prozeße im menschlichen Gehirn reduziert wurden,
bildete sich daraus - sehr verkürzt dargestellt - quasi ein Grundwissen zum Erkennen der jeweiligen Bezugsperson.
Gerade beim Menschen, der ja zudem den entgültigen Reifeprozeß ausserhalb des Mutterleibs 'erlebt', sind diese Erkennungsmuster lebensnotwendig.

Nun kann man diese Muster rein wissenschaftlich z.B. auf biochemische Prozeße reduzieren...oder sie, gewissermassen vereinfacht, auch mit dem - eigentlich recht komplexe Prozeße beinhaltenden - Begriff Mutter-, Vater-, od. Kinderliebe oder schlicht mit "Emotionen" gleichsetzen.

Ad 4
Letztendlich führt allein schon die Existenz verschiedenster Lebewesen und deren "erfolgreiche Vermehrung" Deine These von der Nichtexistenz eines Sinn des Lebens also ad absurdum.

Ad 5
Inwieweit die o.g. biochemischen Prozeße, lass sie uns im Folgenden auch 'Emotionen' nennen, nun mit anderen, differenzierteren Begriffen und Bedeutungen belegt werden, ist wohl der Folge der menschlichen Entwicklung und unseres vergrößerten Gehirns zuzuordnen.

Das hierbei - je nach genetischer Vorcodierung - bestimmte Prozeße bei manchen Menschen früher oder später, zum Teil garnicht bzw. sehr verstärkt auftreten, ist wiederum den genetisch sehr verschiedenartigen Entwicklungen des Menschen geschuldet.

Hieraus zu schließen, das diese Prozeße/Emotionen nicht existieren, halte ich für sehr verkürzt.

Vielmehr scheint mir hierbei die Interpretation dieser verschiedensten Begriffe und Inhalte und deren Bedeutungen zu ungenau definiert und infolgedessen auch zu Missverständnissen führend zu sein.

Insofern wird in diesem thread auch schon bei den Bedeutungen der verschiedensten Begriffe zu wenig Wert darauf gelegt, deren jeweils sehr individuell gefüllten Inhalte vorab zuklären.
Folge:
Es wird schon bei den Begriffen Liebe, Hass etc. aneinander vorbeigeredet.
Die jeweils alters- und erlebnisbedingten Erfahrungen fliessen ausserdem auch kaum ausreichend ein.

Dies kann nun hier, wie u.a. auch bei erfolglosen Reproduktionsbemühungen ;), letztendlich nur zu Frustrationen - sprich vergeblichen Bemühungen - um das eigene Verstehen führen.

Ich unterstelle Dir, dass Dir, obwohl durchaus bis dato weitgehend alles durchaus logisch durchdenkend, bestimmte Erfahrungsprozeße fehlen.
Mag sein, Du wirst sie in bestimmten Bereichen nie machen....
dies beweist aber auch nicht die Inexistenz dieser Prozeße, sonder lediglich das Fehlen bei Deiner Person.

Grundlegende oben aufgeführte 'Emotionen' müssen aber auch Dir bekannt sein....es sei denn...Du würdest in Vitro geboren und hattest nie lebensnotwendige Bezugspunkte bei deiner Entwicklung.
Welchen Stellenwert - Du oder wir alle - diesen 'Erfahrungen' jeweils zubilligen, hängt natürlich weitgehend von Deinen (Un-)Abhängkeiten zu Deinen frühkindlichen Bezugspersonen ab.

Ad 6
Um aber auf den o.g. "Sinn des Lebens" zurückzukommen.
Vorausgesetzt wir akzeptieren die o.g. Thesen, müssten sich hieraus optimalerweise neben der erfolgreichen Reproduzierung auch Verbesserungen des Organismusses und seiner Lebensbedingungen ableiten.

Da unsere bisher nachvollziehbare Evolution bisher empirisch belegt, dass nicht zwangsläufig das Recht des Stärkeren die beste Überlebensstrategie war, sondern vielmehr die Anpassungsfähigkeit an sich veränderte Gegebenheiten,
folgt daraus doch zwangsläufig, dass intellektuell weiterentwickelte, sozial agierende Lebenssysteme, welche auf Kooperation und Arbeitsteilung und nicht auf der Vernichtung von etwaigen Konkurrenten beruhen, der o.g. Grundthese am weitestgehenden entsprechen.

Insofern sind bestimmte evolutionäre Prozeße bzw. Emotionen (zu Hass, Zerstörung etc. führend) durchaus kontraproduktiv zum eigentlichen Sinn des Lebens......
und hier...
schließe ich mich durchaus Neo's Meinung aus seinem Beitrag #19 wieder an :D
 
stelle ich zusätzlich die empirisch belegte Grundthese auf, dass dieses Leben immer nach Erhaltung - sprich Reproduktion - strebt.
Allein daraus leitet sich dann auch für mich der grundlegende Sinn des Lebens ab
Meiner Meinung nach kann sich daraus noch keinen Sinn daraus ableiten, denn in der Spielerei der Natur entstanden viele Wesen, von denen ein paar fortpflanzungsfähig waren und ein paar nicht.
Da allerdings die nicht-fortpflanzungsfähigen natürlich ausgestorben sind, bleiben nur noch die fortpflanzungsfähigen übrig.
Das dürfte aber vielmehr Zufall sein, als das ein Sinn dahintersteckt.

haben sich im Laufe der Evolution bestimmte Botenstoffe wie auch andere biochemikalische Reaktionen als erfolgreich erwiesen.
da stimme ich dir zu, diese Botenstoffe/Emotionen waren eine neue Stufe der Evolution (genauso wie etwas später das Bewusstsein).

Letztendlich führt allein schon die Existenz verschiedenster Lebewesen und deren "erfolgreiche Vermehrung" Deine These von der Nichtexistenz eines Sinn des Lebens also ad absurdum.
Ich vermute vielmehr, das alles durch Zufall entstand, zum Beispiel das Leben, vermutlich entwickelte es sich dadurch, das an einem Ort bestimmte chemische Prozesse abliefen, die sich gegenseitig unterstützt haben und sich so zu einer "Lebensgemeinschaft der chemischen Prozesse" entwickelt haben.

Hieraus zu schließen, das diese Prozeße/Emotionen nicht existieren, halte ich für sehr verkürzt.
Die Prozesse, die zur Bildung der Emotionen führen, existieren durchaus, nur eben die Emotionen selbst nicht, das was wir reininterpretieren.
Nehmen wir als Beispiel das Auge, es werden wie bei den Emotionen Nervenzellen (in diesem Fall durch elektromagnetische Strahlung) gereizt, die diese Reize an unser Gehirn weitergeben.
Wir entwickeln daraus dann ein Bild.
Dieses Bild spiegelt durchaus die Umgebung wieder, es ist sozusagen ein Abbild, es selbst existiert jedoch nicht.
Genauso verhält es sich mit den Emotionen, diese sind für uns ein Abbild der Bedürfnisse unseres Körper, ohne das sie selbst existieren.

Es wird schon bei den Begriffen Liebe, Hass etc. aneinander vorbeigerede
Da magst du Recht haben, mit Liebe und Hass und den anderen Sachen meinte ich die Vorstellung, das man jemanden liebt,... , die Gefühle die wir spüren.

Ich unterstelle Dir, dass Dir, obwohl durchaus bis dato weitgehend alles durchaus logisch durchdenkend, bestimmte Erfahrungsprozeße fehlen.
Das mag sein, nur leider kann man das schlecht einfach ausprobieren, wie zum Beispiel das Autofahren. :P

Grundlegende oben aufgeführte 'Emotionen' müssen aber auch Dir bekannt sein..
Bekannt sind sie mir durchaus, vermutlich wäre ich auch sonst nicht hier, da sie uns mehr leiten als wir jemals kontrollieren könnten, legidlich im Umgang mit diesen unterscheide ich mich von den meisten.

hängt natürlich weitgehend von Deinen (Un-)Abhängkeiten zu Deinen frühkindlichen Bezugspersonen ab.
da hast du natürlich Recht, all mein Handeln und Denken baut vielmehr mehr auf meiner Erfahrungen und Erlebnissen auf, als wir uns wahrscheinlich jemals vorstellen könnten.


Wir gehen auf jeden Fall beide bei unseren Thesen von den gleichen reellen Dingen aus, der einzige Unterschied liegt nun in dem Abstrakten (alles mit dem Geist gebildete, nicht existente), dazu haben wir beide unterschiedliche Theorien, was dahintersteht.
Dieses Abstrakte erkennen (und bilden) wir auf jeden Fall erst durch unser Bewusstsein mit unserem Gedanken aus.
Die Frage ist nun nur, ob das abstrakte auch wirklich existiert (sprich hinter den Dingen steht, unabhängig davon ob wir es erst mit unseren Gedanken "erschaffen", sprich ob es sozusagen schon von jemand anderem "erschaffen" wurde (wie zum Beispiel der Sinn) oder ob wir nicht nur versuchen allen Prozessen noch etwas abstraktes hinzuzufügen, um diesen Prozess (der uns bis dahin unvollständig vorkommt) zu vervollständigen.

mfg
neo
 
jep...:D
Ob Leben (auch wieder ein nicht näher definierter Begriff ^^) nun 'zufällig' oder einer bis dato weder 'wisssenschaftlich' noch 'glaubenstechnisch' objektiv belegten Ursache unterliegt....
lasse ich erstmal dahingestellt....
wissenschaftliche Dogmen sowie Glaubensfragen....in dieser Diskussionsphase..~~~ ;)...aber...wie auch immer

Meine bisherige, verkürzte Ableitung gründet sich erstmal auf der Annahme, das Leben überhaupt erstmal als existent angesehen wird ;)
Daraus folgte für mich quasi der 'Überlebenswille', welcher zur Reproduktion zwingt...
ob nun jeweils erfolgreich oder auch nicht...
Die daraus durch Selektion entstandenen Prozesse mit allen dazugehörigen Nebeneffekten, hatten in diesem Gedankengang nur ihren Sinn, die Reproduktion erfolgreich zu gestalten.
Ob dabei diesen 'Nebeneffekten' (Emotionen/Gefühlen etc.) von biochemikalischen Prozessen jeweils auch tatsächlich jeweils objektive Fakten zugrundelagen oder auch nicht ;)...
spielte ja letztlich keine grundsätzliche Rolle...solange... die erfolgreiche Fortpflanzung eben gesichert wurde.
Inwieweit dabei Emotionen wie Liebe, Hass, Eifersucht, Neid etc. bei der daraus jeweils folgenden Selektion eine ebenso herausragende Rolle wie z.B. notwendige Signale wie Hunger, Durst etc. gespielt haben...wäre noch gesondert zu betrachten.
Ob derartige o.g. "nebensächlichen" 'Effekte' sich in einem späteren, noch folgendem Evolutionsabschnitt evtl. eher als hinderlich zum Überleben einer Spezie auswirken....sei auch dahingestellt.

Allerdings bin ich der Meinung (siehe vorherigen thread), dass bestimmte genannte emotionale Effekte, sich in einem erfolgreichen Sozialgefüge als letztlich überflüssig bzw. tw. auch als sehr destruktiv herausstellen könnten.

Ob hier die Evolution bzgl. des Menschen in einer Sackgasse (sprich Selbstvernichtung) endet, wird diese Frage letztendlich eh beantworten ;)

Vllt. sollten wir in dieser "Sinn"Richtung mal verstärkt weiterdiskutieren ;)
 
Bis jetzt zeigen die Emotionen wohl eher negative Aspekte, zumindest nachdem sie durch den mächtigen Menschen als solches so wichtig wurden.
Hoffen wir mal das der Verstand irgendwann stärker ausgebildet wird. ;)

Nun, zu dem Sinn.
Zum einen gehe ich mal davon aus das es keinen gibt, vielmehr ist er eine "Spielerei" unseres Verstandes, damit dieser mit der Welt klar kommt.
Immerhin denken wir alle nach dem Ursache und Wirkung Prinzip, er sucht also jedesmal nach einem Grund, warum etwas so sein oder geschehen soll, einem Sinn.
Das funktioniert natürlich gut bei den alltäglichen Dingen des Lebens, wie z.b. Essensvorräte für den Winter anlegen.

Bei den abstrakteren Dingen wie dem Leben versuchen wir dann auch einen Grund, warum wir leben, einen Sinn zu finden, zum einen weil es ungewohnt für uns wäre, wenn es keinen gäbe, zum anderen weil wir es für unmöglich bis, sagen wir, "unangenehm" halten würden, wenn wir herausfinden würden, das wir grundlos leben und das unser Leben keinen Sinn hat.

Die andere, logische und abstaktere These, warum es keinen Sinn geben kann, man kann bei jedem "Sinn" nach dem Sinn fragen, es ergibt sich also eine endlose Schleife, da jeder Sinn wieder einen Grund haben müsste.


mfg
neo
 

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