Auch vor der
Hinrichtung eigener Leute schreckte die Bande nicht zurück. Im Juni 2004 erschossen sie im Leningrader Gebiet zwei „abtrünnige“ Mitglieder. Der eine war als Jude „untauglich“ geworden, der andere hatte Schwächen gezeigt. Man verscharrte sie in zuvor ausgehobenen Gruben, die nun ausfindig gemacht werden konnten.
... „in die Höhle des Löwen“ ....
Insider, die sich aus verschiedenen Gründen von der Gruppe distanziert haben, waren selbst auf die Journalisten zugekommen. Gegen Garantie für ihre Sicherheit brachten sie die Untersuchung schließlich auf das richtige Gleis.
Möglicherweise peinliche Details für die Arbeit der Miliz
Sofort nach ihrer Verhaftung fingen die Neonazis an auszupacken. Auffällig ist, dass sie sich die Beteiligung an so gut wie jedem rassisch motivierten Mord der letzten Zeit zusprechen. So behaupten einige der Inhaftierten, sie hätten im Februar 2004 den Mord an dem tadschikischen Mädchen Churscheda Sultonowa verübt, der damals in der Stadt blankes Entsetzen auslöste.
Dabei waren gerade in diesem Fall unlängst Urteile ergangen. Obwohl das Gericht keinen Mörder überführen konnte, bekamen mehrere Jugendliche Strafen wegen
„Rowdytums“. Sollte die Miliz die Falschen dingfest gemacht haben, würfe das ein sehr schiefes Licht auf die Qualität ihrer Arbeit.