Effektiv aufs Abi lernen? Wie lernt ihr?

aerox11

Well-known member
Hallo ich wollt euch fragen wie man am besten und effektivsten aufs Abi lernt.

Es ist eine riesige Menge Stoff und ich weiss gar net wo ich anfangen soll.
Ich schreibe in 6 Woche Abi in Deutsch Mathe und Englisch.

Ich gehe auf ein Abendgymnasium und kann daher nur eingeschränkt lernen.

So sieht mein aktueller Tagesablauf aus:

Mo-Do steh ich um 6 Uhr auf und lern dann ca 1,5-2 Std geh dann arbeiten und von 17-22 Uhr in die Schule. Danach will ich dann noch weiter lernen bin aber meistens platt…

Fr Sa So hab ich mehr Zeit und lern dann schon so 5-6 Std täglich.
3 Woche vor den Prüfungen hab ich dann Urlaub und kann richtig vollgas mit lernen geben.
1 Woche davon geh ich mit 3 Klassenkameraden auf eine Hütte um zu lernen.

Würdet ihr ein Lernplan machen (Wie geht der genau?
Wie würdet ihr auf die verschiednen Fächer lernen?
Ich habe das Gefühl das ich total uneffektiv lerne!

Wie lerne ich effektiv und erziele Verbesserungen in Deutsche Mathe und Englisch?

Hab mir jetzt auch so Ginko Kapseln bestellt das die Konzentration fördert.

Bitte um Ratschläge ich will mein Abi unbedingt bestehen hab im letzten Halbjahr keinen so toller Schnitt gehabt (6-7 Pkt) Sad
Hab Angst das ich das Abi nicht schaffen wird Sad Vor allem Mathe ist sehr schwierig.

Bitte um Hilfe & Ratschläge
 
Die wichtigsten zwei Aspekte beim Lernen sind für mich immer die Planung und Wiederholung/Übung.

Teile den zu lernenden Stoff in jedem Fach erst mal in fünf gleich große Teile auf und verteile die auf die nächsten fünf Wochen. Die letzte Woche würde ich mir für Wiederholung aufheben.
Vor jeder Woche überlege dir wann du welches Fach bearbeiten willst, welche Themen dass genau sein werden, wie genau du denn Stoff können musst und wo sich eventuell Inhalte kürzen lassen. Lege dir dann für jeden Tag ein realistisches Pensum vor, dass du erreichen möchtest. Wenn du mit dem Stoff inkommst dann leg nen Ruhetag ein, du glaubst gar nicht wie viel besser du dann an den anderen Tagen lernen kannst.
Das Planen hört sich nach einiger Arbeit an, dadurch lernst du jedoch viel effektiver, kommst mit der Zeit gut hin und speicherst die Informationen in deinem Kopf strukturierter ab. Wenn du noch Zeit dazu findest kann ich dir nur das relativ dünne Buch von Christian Grüning "Garantiert erfolgreich lernen" empfehlen, der Name hört sich zwar ein bisschen übertrieben an, es schildert aber relativ gut und kompakt verschiedene Aspekte des Lernens, u.a. auch der Planung. Miss Chi bietet auf dem FSB auch einige nette eBooks zum Thema lernen, Aufbereitung(durch MindMaps) und Prüfungsvorbereitung an.
Ich lerne nicht sonderlich effektiv wenn ich unterschiedliche Themengebiete gleichzeitig aufarbeite, du solltest also wenigstens innerhalb einer Einheit, z.B. wenn du am Morgen 2h lernst, das selbe Fach bearbeiten.
Vor allem in Mathe würde ich üben. Einmal die Theorie anschauen und verstehen, dann üben üben üben.
Was auch empfehlenswert ist, den Stoff den du Lernen möchtest noch mal gekürzt herauszuschreiben. Dadurch verarbeitest du den Stoff nicht nur viel tiefer, du hast auch gleichzeitig ne kompakte Möglichkeit zur Wiederholung und die Möglichkeit schnell mal einen Punkt nachzuschauen den du vergessen hast. Ich verwende zur Aufbereitung des Sotffs seit kurzer Zeit MindMaps, klasse Teile ;), nur vielleicht ein bisschen zu knapp um den Umgang mit ihnen zu lernen :)

Wiederholung:
Um die "Vergessenskurven" auszugleichen wird die 1. Wdh. nach 10 min empfohlen, 2. nach einem tag, 3. nach einer Woche 4. nach einem Monat 5. nach nem halben Jahr. Besonders die Wdh. am nächsten Tag würde ich nicht auslassen und in der letzten Woche den gesamten Stoff nochmal mit Hilfe deiner Notizen Wiederholen.

Viel Erfolg,
Nerandor
 
nimm dir urlaub. mit morgens von 6-8 lernen wird das garnichts.
und abend nach 22uhr lernen kannste auch knicken.
am besten lernst du von 8-15uhr.
ich habe demnächst ferien und werde wohl am tag 5-7 stunden lernen müssen über ~21tage.
um 8 anfangen, alle 2stunden 30minuten pause und kleine pausen zwischendrin.
blockweise lernen, z.b. erst mathe dann english usw.
sport treiben, mal nen tag in der woche frei nehmen zum relaxen ist auch wichtig.
die bude mit mindmaps vollkleistern (kühlschrank, im bad, am schreibtisch, wo auch immer du platz hast)
der stoff sollte ordentlich vorbereitet werden, also mappen sortieren, mit mitschülern abgleichen und bei fragen an den lehrer wenden.

wie Nerandor schon sagte ist ein guter Plan und vorallem Zeit das a und o.
setz dich ruhig hin und plan die nächsten wochen penibel durch. und lass auf jeden fall platz um etwas aufzuholen, wenn du mal keinen bock oder keine zeit hattest!

viel erfolg!
 
  • Durchsehen und Überblick verschaffen
    Bevor du kleinere Einheiten lernst, solltest du das Buch, oder ein Kapitel durchblättern und dir das Inhaltsverzeichnis, die Kapitelüberschriften oder Zusammenfassungen über einzelne Abschnitte ansehen, da man sich besser an Fakten erinnert, wenn man das allgemeine Thema kennt.
  • Stoff verteilen
    Der Stoff sollte in kleine Einheiten unterteilt werden und diese gesondert gelernt werden (z.B. nach logischer Zusammengehörigkeit). Du solltest dir im Vorhinein schon überlegen, wie viel Lernzeit du pro Abschnitt investieren willst.
  • Fragen zum Material stellen
    Man sollte sich immer überlegen, was die wesentlichen Punkte im jeweiligen Abschnitt oder Kapitel sind und sich Fragen dazu ausdenken. Dadurch kannst du dich besser darauf einstellen.
  • Lesen des Stoffes
    Du solltest deine Aufmerksamkeit nicht zu sehr auf Einzelheiten lenken, sondern den Gesamtzusammenhang erfassen. Konzentriere dich auf das Wesentliche und sorge für eine ungestörte Atmosphäre (kein Radio, Fernseher,...).
  • Aktives Rezitieren
    Aktive Aufmerksamkeit statt passivem Erleben! Während des Lernens solltest du den Stoff laut lesen oder aufschreiben, damit du den Sinn besser erfasst und der Gefahr entgehst, etwas mechanisch herunterzuleiern.
  • Wiederholen
    Die erste Wiederholung wirkt am stärksten. Deshalb solltest du sie möglichst bald nach dem ersten Lernen ansetzen. In den ersten 10 Tagen vergisst du mehr als in den darauf folgenden 5-6 Wochen!
    Die Wiederholungen sollten aber auch gut aufgeteilt sein. 10 Wiederholungen an einem Tag bringen weniger als jeweils eine Wiederholung im Laufe von 10 Tagen.
    Den Stoff, den du vor längerer Zeit gelernt hast, solltest du dir vor der Prüfung noch einmal ansehen (aber nicht zu kurz davor!).
  • Mitarbeit im Unterricht, Mitdenken und richtiges Mitschreiben
    Durch Mitarbeit erleichterst du dir das Lernen enorm, da du später nicht entziffern musst, was deine Notizen bedeuten. Du solltest ausserdem so mitschreiben, dass du deine Mitschrift auch nach mehreren Wochen noch verstehst.

Quelle: Psychologie (Edith Konecny, Maria-Luise Leitner)

Ich hoffe, dass dir das ein wenig hilft.

Viel Erfolg beim Lernen! :)
 
Drei Wochen vorher denken, dass man eigentlich anfangen müsste zu lernen.
Das ganze bis zum Wochenende vor dem Abi hinauszögern, dann lernen und gut ist.
Und Ginko Kapseln, bloß wegen ein Abi, sind glaube ich echt übertrieben, damit machst du dir nur überflüssig Stress.
 
hab mir jetzt mal nen lernplan mit lernzeiten gemacht
7-8 aufstehen und 30 min fahrrad fahren das ich fit bin und Sauerstoff bekomm

Block 1 von 9-12 Uhr ( nach jeden 45 min 15 min Pause)
block 2 von 14-16 Uhr
block 3 von 18-20 Uhr
Block 4 Wiederholung 22-00 Uhr

Was sagt ihr zu dem Plan von den Zeiten her? Ist der zu ambitioniert?
Ich hab "nur" 3 Fächer zu lernen da ich auf nem Abendgymnasium bin
Also Mathe Deutsch Englisch

Wiederholen werd ich dann meistens Mathe und Englisch
Deutsch nur alle zwei Tage, da ich net wirklich weiss was ich da lernen soll?
Auch in Englisch weiss ich net wie ich mein Stil usw arg verbessern kann hab da so ne Liste mit guten Verknüpfungswörtern aber was kann ich sonst tun?

Noch ne Frage zum Lernplan:
Schreibt ihr da ganz genau was ihr macht?
Zb Deutsch Buch Kohlhaas lesen und Zusammenfassung
Oder Mathe Abiaufgabe S 17?

Würd mich sehr interessieren wie ihr des so macht?
 
Wie du schon sagst ein sehr ambitionierter Plan ;) Wenn du das durchhältst und zwischendrin nichts zu tun hast, dich also entspannen kannst, klasse. Wenn du merkst dass es zuviel wird dann Streich eine Einheit weg. Auch achten könntest du auf deine Leistungskurve, die sich allerdings von Mensch zu Mensch ein wenig unterscheidet. Wenn du sie dir mal anschaust wirst du auch feststellen dass dein 14 Uhr Termin in einem Tief liegt, für da also nicht die schwierigsten Aufgaben ansetzen.
Morgen-Einheit länger gestalten finde ich klasse und die Wiederholung vorm Schlafen auch, solange es nicht zuviel wird.

Ich habe für sowas immer unteschiedliche Pläne. Also erst mal ne Übersicht in der ich grob alle Stoffgebiete habe. Die verteile ich dann über die Wochen:
Woche 1: Mathe: Stochastik Englisch: Wortschatz Wiederholen Deutsch: Autoren und Werke der Romantik
Am Anfang jeder Woche wird das ganze dann genauer, wobei du dir wie von maatn schon mal erwähnt noch Zeit lassen solltest falls mal was nicht so klappt.
Heißt also im gröbsten Fall ich schreibe mir hin Mathe: Urnenmodell, wenn ich lustig genug bin dann Suche ich mir schon bei der Planung die Materialien und Übungen zusammen. Spart dann bei der tatsächlichen Bearbeitungen ne Menge Zeit und macht das ganze wieder wesentlich effektiver.

Deutsch und Englisch würde ich mich vor allem an den Abiturmusteraufgaben orientieren und das dann üben. Such dir also irgendwelche englischen Texte und schreibe dazu dann Kommentare, fasse sie zusammen etc.
Oder nehm dir Deutsche Gedichte, such Stilmittel ....

Viel Spaß und Erfolg,
Nerandor
 
Wow...diese Tipps die da kommen...echt krass. Zieht ihr das wirklich so durch?
Bis ich sowas geplant hätte, wäre die Hälfte meiner Zeit wohl vorbei. Und da ich eher unordentlich bin würde ich von der übriggebliebenen Hälfte wohl nochmals die Hälfte verlieren, bis ich mein Zeugs wieder habe...naja. Muss jeder selber wissen.
Ich persönlich konnte mit solchen "neuartigen" Lernmethoden, die von Pädagogen angepriesen werden (wie eben Lernpläne, Mindmaps etc.) nie viel anfangen. Bei mir läuft das so ab:
Am Tag x findet Prüfung 1 statt, am Tag x+1 Prüfung 2, Tag x+3 Prüfung 3 etc. Also beginne ich am Morgen von Tag x-3 mit der Vorbereitung auf Prüfung 1, am Tag x-2 für Prüfung 2, Tag x-1 für Prüfung 3. Am Abend vor dem Schlafen wird wiederholt, und dann 1 Stunde vor der Prüfung nochmals.
Vorbereitung heisst, ich nehme den Stoff, lese den Stoff durch, Streiche wichtiges an. Wenn ich wirklich genug Zeit habe oder wenn ich viel auswendig lernen muss, wird noch eine kleine Zusammenfassung gemacht.

Ja, so mach ich das immer. Ist aber wohl nur geeignet, wenn man auf sein Kurzzeitgedächnis vertrauen kann. Es soll Leute geben, die können das nicht. Ich vertraue dafür weniger dem Langzeitgedächnis ;-)

gruss

P.S.: Wenn du genug Wille und Selbstkontrolle hast, solltest du auf jeden Fall versuchen, deinen Plan einzuhalten. Bei mir würde sowas NIE funktionieren (ich würde wohl nach dem 1. Block aufhören...).
 
Nein natürlich halte ich den Plan nicht immer ein. Vor allem wenn gerade keine Prüfungen anstehen oder nur Prüfungen die mir ziemlich egal sind dann lerne ich ins Kurzzeitgedächtnis, ich will mir's dann ja auch gar nicht merken.
Dinge die mich aber interessieren nach den oben genannten Tipps und noch vielen weiteren zu lernen ist aber genial. Mit so erworbenen Wissen kannst du wenigstens was anfangen. Du kannst es als Anknüpfungspunkt für weitere Informationen benutzen, Transferaufgaben mit Leichtigkeit bewerkstelligen und man erinnerert sich auch nach längerer Zeit noch. Und selbstverständlich ist man so in der Regel auch besser für Prüfungen vorbereitet. Die Punkte rechtfertigen für mich den größeren Zeitaufwand, vor allem bei inhalten die mich interessieren; zum Glück ist das "fast" alles :D
Vielleicht stehe ich den "neuen" Lernmethoden auch so positiv gegenüber weil ichs mir selber erarbeitet habe und mir kein Lehrer gesagt hat ich soll das so und so machen.
Das mit der Selbstdisziplin ist schon nicht ganz so einfach, aber wenn man auf ein Ziel hinarbeitet oder genug Motivation mitbringt und sich selber immermal wieder belohnt haut das hin.

Grüße,
Nerandor
 
Nachdem hier ja schon komplette Walkthroughs zu "1,x" Abi veröffentlich worden sind, möchte ich noch kurz in meine bescheidene Erfahrungskiste greifen und ein paar Tipps rauskramen:
Damals auf der Baumschule, habe ich Fächer gehabt die mochte ich und mit anderen konnte ich garnix anfangen. Aber wir wurden trotzdem in allen geprüft...
So gab es Fächer wie "Setztechniken" die waren für mich kein Problem und ich musste so gut wie nix für die Prüfung machen.
Aber Bäume am Blattwerk zu erkennen war echt schwer, für mich. Dauernd alles verwechselt...da musste ich richtig büffeln und war immer wieder frustiert, weil ich kaum Fortschritte gemacht habe.
Hat sich auf meine Gesamtlernsituation natürlich negativ ausgewirkt (Habe deshalb die Belohnungen erhöht :)). Wenn man zusätzlich soviele Prüfungen hat wie wir, manchmal sogar 5 Stück und sogar 2 in einer Woche, dann hatte ich für die letzten (4) tendenziell keine Motivation mehr (Kurve wie der Stengel einer Tulpe mit zuwenig Wasser ;)).
Bedenke das bei Deiner ambitionierten Planung.

Was nützen Lerntechniken, Mindmapping und der ganze Käse, wenn man nicht der Typ dafür ist? Ich kann auch 1h lang ein Buch lesen und nix behalten! Ach so: Lerne ohne Uhr! Wenns grad läuft dann läufts und sollte nicht durch "aber ich mach schon 2h was" unterbrochen werden. Allerdings alle 15min 30min Pause ist auch nicht gerade effektiv.

Ich denke, dass Deutsch/Englisch ziemlich identisch sind (klingen nur bissl anders) aber Mathe fällt da aus der Reihe. Reihe :) Reihe-n nach Fourier (lol wasn Witz... ok Insider ... brauch man für die optimale Saatverteilung pro Reihe beim Setzen von Feldfrüchten auf limitieren Anbauflächen (Gewächshaus);)).
Früher hieß es bei uns "Lagerwarenberechnung" und heute "Bestandscontrolling", da mussten wir viele komische z.T. mir unverständliche Rechnungen lösen. Die nehmen teilweise viel Zeit in Anspruch und sind nicht eben einfach in Zeitfenstern abarbeitbar. Bedenke das für Dein Mathefach.
Verstehen ist gut, aber anwenden können ist besser. Also für Mathe und sein PrüfungsZEITdruck kann ich nur sagen: üben, üben, üben (und zwar selbstständig ohne vorher den Lösungsweg angeschaut zu haben). Achso Altklausuren mit fieser Prüfungsuhr daneben, waren die beste unmittelbare Prüfungsvorbereitung/wdh für mich!

So das wars :) ich hoffe ich konnte Dir, wenn auch bissl speziell (musst halt abstahieren) weitere Denkanstöße für Deine Planung geben.

Viel Erfolg und BLEIB FLEIßIG
 

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