Datenschützer befürchten digitalen Überwachungsstaat

  • Ersteller Ersteller netzwelt
  • Erstellt am Erstellt am
N

netzwelt

Datenschützer befürchten digitalen Überwachungsstaat

Nachdem sich die Justizminister der Europäischen Union (EU) am Freitag, dem 2. Dezember 2005, auf einen "Kompromissvorschlag" bei der Speicherung von Telekommunikationsverbindungsdaten geeinigt haben, kommt nun harte Kritik von Seiten der Datenschützer. Nach dem Kompromiss müssten in allen EU-Staaten bei sämtlichen Formen der Telekommunikation die so genannten Verkehrsdaten mindestens sechs Monate lang gespeichert werden, kritisiert das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein.

...Weiterlesen im original Artikel
 
Ich fürchte, der digitale Überwachungsstaat existiert bereits. Das betrifft ja nicht nur das Internet. Der neue Reisepass wird in absehbarer Zeit Fingerabdrücke enthalten (die auch elektronisch gespeichert werden) und auf der Chip-Karte der Krankenkassen werden irgendwann die Krankenakten gespeichert. Das hat nicht nur Nachteile, wenn man mit einem Arzt nicht zufrieden ist und eine zweite Meinung einholen möchte.
Auf kurz oder lang wird es zu Benachteiligungen für den Einzelnen kommen, weil überall alles elektronisch erfasst und überwacht wird.

Schöne neue Welt.
 
Wofür man Terror nicht alles gebrauchen kann !

Dann sind die ursprünglich geplanten 24 Monate zur Speicherung aller Internet und Handy Verbindungsdaten vom Tisch?, der Generalverdacht, dass wir alle Terroristen sind bleibt und wir klatschen Beifall. "Da haben unsere Politiker aber doch was erreicht" :icon_angry[1]: :frech01:

Naja manche ISPs speichern ja eh schon für 3 Monate, wegen angeblicher Rechnungssicherheit für ne flatrat :auslach_2:

Big Brother existiert bereits und nicht nur der in der Glotze. Aber macht ja nix, wir haben ja nix zu verbergen und zur Zeit lässt sich ja alles durchbringen wenns um die Inner Sicherheit geht. Schäuble lässt ebenfalls grüssen.

Schöne neue Welt und uns auf 00de kriegen sie auch noch dran :tongue: wegen :confused: hmm.. na irgendwas wird man sich da schon für einfallen lassen. :wink:
 
Ich habe schon ne neue Krankenkassenkarte und da sind schon alle meine Daten drauf gespeichert, weis nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll.
Der vorteil ist natürlich das die Ärzte ihre Medikamente drauf abstimmen können, aber irgendwie ist es komisch wenn der Arzt immer deine Krankengeschichte weiss und auch bei welchem Arzt du so warst....

mfg

HeXa
 
naja alles hat zwei seiten
es währe ja ziehmlich unvorteilhaft wenn ein neuer arzt nicht deine krankengeschichte kennt
tip: suche einen arst den du vertrauen kannst...
 
aaaaab schrieb:
naja alles hat zwei seiten
es währe ja ziehmlich unvorteilhaft wenn ein neuer arzt nicht deine krankengeschichte kennt

Das muss ich leider auch sagen. Wenn man einen zweiten Arzt zu Rate zieht, möchte man ja, dass er unvoreingenommen ist. Möglicherweise machen alle Ärzte dann den gleichen Fehler.

Das ist aber wohl nur ein Problem von vielen. Auf die Dauer werden wir auch medizinisch immer schlimmere finanzielle Einbußen haben, weil erfasst wird, ob man raucht etc.

Dieses "soll man uns doch überwachen; wir haben ja nichts zu verbergen" macht leichtsinnig. Erlaubt man erstmal einen Eingriff in die Privatsphäre, kommt schon wieder der nächste Gesetzesentwurf. Ich bin eigentlich kein paranoider Mensch. Die meisten Leute haben wohl eher keine Paranoia. Möglicherweise ist das aber ein Fehler. Dadurch nehmen wir diese ganzen Datenspeicherungen etc. zu locker und verkennen die Gefahr, dass der Mensch wirklich immer gläserner wird.
Wenn ich mir die wilden 68er und die Studentendemos anschaue, habe ich den Eindruck, ich werfe einen Blick auf ein paralleles Universum. Ob die vielen Ideale der damaligen Zeit nun gut oder schlecht waren, ob die Hippie-Generation etwas bewirkt hat oder nicht, ob diese Demo-Zeit lächerlich wirkt, oder nicht - heute habe ich in Deutschland den Eindruck, dass sich die Menschen überhaupt alles gefallen lassen. Vom einen Extrem ins andere.
Glauben die Leute, sie können eh nichts bewirken oder sind die Leute nur gleichgültiger? Jeder fährt heute seine Individualismus-Schiene. Das ist teilweise ja auch ganz schön aber manchmal sind die Menschen heute echt ein bißchen zu unpolitisch. Egal, welche Daten wo überall gespeichert werden - protestieren tut immer nur eine popelige Minderheit. Hoffentlich ändert sich das mal ein wenig.

Gruß Krabat
 
Krabat schrieb:
Jeder fährt heute seine Individualismus-Schiene. Das ist teilweise ja auch ganz schön aber manchmal sind die Menschen heute echt ein bißchen zu unpolitisch. Egal, welche Daten wo überall gespeichert werden - protestieren tut immer nur eine popelige Minderheit. Hoffentlich ändert sich das mal ein wenig.
Jetzt wird´s zwar ein bisschen OT, aber ich muss mal :biggrin: : Mir ist mittlerweile auch alles scheißegal, weil es in diesem Staat eh nix bringt, Ideale zu vertreten. Schaut Euch doch Herrn Hartz an: "Heute ist ein guter Tag für alle Arbeitslosen" als Hartz IV verabschiedet wurde - gleichzeitig hat er die Puffbesuche der AR-Mitglieder von VW genehmigt! Oder Herr Schröder: ´ne schlappe Million für nen AR-Vorsitz einer Pipelinegesellschaft. Ich hab mich immer gefragt, warum er Neuwahlen angekündigt hat, jetzt wo die Wirtschaft wieder ein bisschen in Schwung kommt. Was ich sagen will: Warum sollte man "sozial" sein. Wer ist "sozial" zu mir? Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit Zwangsenteignung? Toll! Da nehm ich ehrlich gesagt alles mit, was ich bekommen kann. Noch hab ich einen tollen und gutbezahlten Job, aber wer weiss wie lange noch?
 
Es wird immer mehr zum gläsernen Menschen hingearbeitet und dagegen kann man auch nichts machen.
 
Wenn das so weitergeht gibts bald auch bei uns solche Aktionen wie in Frankreich und das nicht nur von der Unterschicht. Wenn dauernt Irgendjemand angepisst wird wegen dem kleinsten Scheiß bildet sich solcher Hass von ganz alleine. Nur leider kriegen die Verursacher dadurch keinen rein.
 
ich dachte den haben wir schon!und wenn nicht?dann kommt er bestimmt!
 
Klingt ja fast so wie im Film "Der Staatsfeind Nr.1". Beängstigend.
 
Ich hab nix dagegen, dass die technischen Massnahmen da sind oder entwickelt werden. Ich hab nur grundsätzlich was dagegen unter Generalverdacht gestellt zu werden, oder dass diese technischen Massnahmen OHNE richterlichen Beschluss und NICHT NUR in Einzelfällen eingesetz werden.

Ich hoffe, dass das Bundesverfassungsgericht diesen und jeden weiteren Versuch kassiert. Ich habe zwar das Vertrauen in die Politik und Parteien in DE verloren, aber bisher noch nicht in unser Rechtssystem. Die Richter in Karlsruhe werden es hoffentlich den Politikern schon zeigen, dass sie nicht mitmachen, wenn unsere Polinasen das Grundgesetzt mit Füssen treten wollen.

Und falls doch, ich bin in einer Demokratie, in der Jeder erstmal unschuldig ist, bis seine Schuld bewiesen wird, gross geworden, und ich werde sicher nicht Tatenlos zusehen wie dieser Grundsatz verwässert und dann ganz verloren geht.

Das gilt insbesondere auch für die Pfeiffen aus der Musik- und Filmindustrie.
So manche CD von SONY BMG habe ich früher gekauft, aber seit dem Skandal mit dem rootkit kaufe ich grundsätzlich keine mehr von diesen Vollde**en.
@Sony BMG Ihr könnt mich mal am :Wackelarsch: lecken !!! :2458: :frech01:
 

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten