In dem, was Du herauszulesen glaubst, liegst Du falsch. Leider ist das meiste wohl wahr. Leider auch ist z. B. das staatlich sanktionierte Morden (Todes„strafe“) weltweit noch zu wenig geächtet, um Länder mit Entwicklungen und Traditionen, wie z. B. China, zu beeindrucken (Geschäftsbeziehungen haben Vorrang).... ich höre da heraus, dass du den Vorwürfen nicht so recht glauben schenkst, oder liege ich da falsch?. …
Nebenbei bemerkt: Nach ihren geschichtlichen Erfahrungen mit den Botschaftern westlicher Kultur (Priester & Militär) fällt es Chinesen sehr schwer, „westliche Moralvorstellungen“ als allein beglückend zu akzeptieren.
Aus der Hunnenrede eines deutschen Kulturträgers (der „Feind“ ist China):
Kommt Ihr vor den Feind, so wird er geschlagen, Pardon wird nicht gegeben; Gefangene nicht gemacht. Wer euch in die Hände fällt, sei in Eurer Hand. Wie vor tausend Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in der Überlieferung gewaltig erscheinen läßt, so möge der Name Deutschland in China in einer solchen Weise bestätigt werden, daß niemals wieder ein Chinese es wagt, etwa einen Deutschen auch nur scheel anzusehen.
Dieses kleine Beispiel – das barbarische Verhalten moralisch überlegener Westkulturen in China füllt Bände – soll keine chinesische Barbarei entschuldigen, wohl aber sollte es dazu führen, dass man gelegentlich die Vergangenheit (nicht zu vergessen die Gegenwart) des eigenen Kulturbereiches überdenkt.
Es ist – leider immer noch – so, wie es einst Johannes Bargeld in seinem bekannten Lied (A Boy Named Sue) aussprach: „Son, this world is rough“