Chinas Schattenseiten

Im Prinzip kann ich deinem gesamten Beitrag in vielen Punkten zustimmen.
Eine objektive Meinung hat wohl keiner von uns, was aber auch schwer ist, sich eine zu bilden.




G-Force schrieb:
Dann sind wir schon beim Thema Menschenrechte. Die Frage ist ob wir überhaupt das Recht haben anderen Nationen zu sagen was "Recht" ist! Da kann man geteilter Meinung sein, ich finde man sollte sich nicht überall einmischen, wenn es aber um die Umwelt geht, was uns ja alle was angeht, sollte man wenn es möglich ist, und es muss möglich werden, zusammenarbeiten!


Ich finde, dass beim Thema Menschenrecht alle mitreden können sollten.
Denn dieses Recht ist für alle Menschen auf der Welt gültig und dagegen darf und sollte nicht verstoßen werden.

Im Bezug auf "normales" Recht, sollten ebenfalls die Nationen ebenfalls mitreden können.
Außerdem ist meiner Meinung nach ein Eingreifen nötig, wenn der Staat es selbst nicht schafft, Rechte durchzusetzen.
Bei solch eine Unfähigkeit oder sogar Unwilligkeit müssten entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um die Rechte durchzusetzen.
 
...und wer soll, deiner Meinung nach, die "Rechte" durchsetzen? Sag jetzt bitte nicht "die USA"!
 
G-Force schrieb:
Dann sind wir schon beim Thema Menschenrechte. Die Frage ist ob wir überhaupt das Recht haben anderen Nationen zu sagen was "Recht" ist!
Ich habe mal eine GFS über die Begründung der Menschenrechte gemacht. Ergebnis: Eine wirkliche Begrüdnung dafür gibt es nicht. Das nur mal nebenbei (um zu zeigen wie gebildet ich bin)

Also ich war in China, und ich versteh ehrlich gesagt nicht dass alle hier der Meinung waren China wäre ein tolles Land? Ist es nicht allgemein bekannt dass China in bezug auf Menschenrechte das schlimmste bedeutende Land überhaupt ist? Sozialismus? Das ich nicht lache! Kapitalismus in Reinkultur und dazu ne saubere Diktatur! Mahlzeit!

Achja, und verwechselt bitte nicht China mit Taiwan oder Japan, da kommen nämlich die ganzen Innovationen und großen Unternehmen her!
 
G-Force schrieb:
...und wer soll, deiner Meinung nach, die "Rechte" durchsetzen? Sag jetzt bitte nicht "die USA"!

Nein, um Himmels Willen!!
Die USA sind, wie allgemein bekannt, eine "Weltmacht" in vielen Bereichen.
Aber ich finde, dass die Regierung absolut unfähig ist Konflikte ohne Gewalt bzw. Truppen zu lösen.
Soziale Probleme dürften ihnen da nocht mehr Schwierigkeiten bereiten.

Organisationen ála "Amnesty International" oder Ähnliche sollten dafür sorgen.
In jedem Falle sollte die Organisation aus Mitgliedern bestehen, die verschiedene Länder vertreten, denn nur so könnten Konflikte solcher Art möglichst gut gelöst werden.

Oder siehst du noch andere Alternativen dazu?
Eventuelle eine Kommission....
 
G-Force schrieb:
I..nur halbwegs mitreden zu können muss man schon mal dort gewesen sein. Da die meisten von uns, mich eingeschlossen, noch nie dort waren ist es schwer ein gerechtes "Urteil" zu bilden...

Das sehe ich nicht so. EIn Mitstudent hat mehr als 15 Bücher über China und ihrer Wirtschaft Zwecks Hausarbeit gelesen. Und der kann definitiv mitreden...

Die Frage ist ob wir überhaupt das Recht haben anderen Nationen zu sagen was "Recht" ist! ...

Da stimme ich dir zu. Wer gibt den USA das Recht jedem Land die Demokratie sowie die Marktwirtschaft aufzuzwingen.

MfG
 
ktm-world schrieb:
Da stimme ich dir zu. Wer gibt den USA das Recht jedem Land die Demokratie sowie die Marktwirtschaft aufzuzwingen.

MfG

Das ist eine Frage, die viele beschäftigt.
Und darum wird man sich immer streiten.

Eine Demokratie mag ja fair, gerecht und menschenfreundlich sein und auch den Menschenrechten in allen Punkten vollkommen entsprechern, aber ich glaube, dass es nicht richtig ist einem Land die Demokratie sowie die Marktwirtschaft aufzuzwingen.

Das Land sollte wählen können, ob es dies überhaupt will.
Wenn man mit Gewalt und Sturheit versucht eine Demokratie zu schaffen (zB. Irak), dann gelingt dies nur sehr selten, da die Grundsätze erst gar nicht vorhanden sind.

Wenn sich ein Volk mit allen Mitteln dagegen wehrt, dann tut die Demokratie genau das, was sie nicht tun sollte, nämlich Gewalt und Krieg zu schaffen.

Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
 
ja in der schule wird immer geprädigt, dass china ja so doll ist aber das stimmt ja garnicht.
die chinesen haben zwar einen guten platz auf dem weltmarkt aber mehr is da nicht!

die chinesen müssen doch sogut wie immer arbeiten.
tag ein tag aus und ihnen ist arbeit sogar manchmal wichtiger als familie!
 
@ Deco:
Ein bisschen mehr an Information und ein bisschen mehr den Thread lesen würde dir und deinen Beiträgen wirklich gut tun!!!! :rolleyes:

Ich kann es nur nochmals betonen:
Die Ausbeutung der Massen und die Arbeitsbedingungen sind in China enorm! Die Privatisierung öffnete zwar zum Teil die Wirtschaftsstrukturen, die persönliche Freiheit ist aber nach wie vor sehr eingeschränkt. Die privaten Firmen interessiert weder Umweltschutz noch Arbeitsbedingungen, die die Gesundheit der Arbeiter schützen. Beispiel Bergwerke: jedes Jahr sterben im Schnitt tausende 'Kumpel' unter Tage.

Die Textilindustrie deckt inzwischen auch Europa ein mit Billigstklamotten und -Schuhen. In den chinesischen Fabriken ist der Mensch dort billiger als jede automatisierte Produktionsanlage. Und der einzelne Mensch zählt gar nichts. Wer rebelliert, wird rausgeworfen oder, von Staats wegen, mundtot gemacht und ggf. eingesperrt. Freie Gewerkschaften oder andere Formen von unabhängigen Mitarbeitervertretungen (z.B. Betriebsräte) gibt es praktisch nicht und werden weder von den Staats- noch den Privatunternehmen zugelassen.

Wenn man diese Auswüchse betrachtet, sind die frühkapitalistischen Bedingungen in Europa oder Nordamerika früher kaum schlimmer gewesen!!
 
Klar, dass es in China keinen großen Schutz für den Arbeiter gibt, das würde ja nur wieder die Kosten in die Höhe treiben und der Standortfaktor China wäre nicht mehr von Vorteil :mad:
Die machen halt Profit auf kosten der Arbeiter.
Man muss aber bedenken, dass man so was indirekt unterstützt, wenn man immer nach der Parole "geiz ist geil" kauft und immer zu den allerbilligsten sachen greift und somit den PReisdruck soweit erhöht, dass die produktionen z.b. nach China ausgelagert werden und unter solch wiedrigen umständen stattfinden. :(
 
Zum Thema "Geiz ist geil" kann ich nur sagen "Wer billig kauft, kauft doppelt!" Ok, man kann nicht immer und überall das Beste kaufen aber wenn man immer und überall immer nur das allerbilligste kauft ist man unterm Strich mehr los als wenn man was ordentliches kauft. Schaut Euch n China T-Shirt für 5€ an und vergleicht es mal mit einem 20€ T-Shirt aus Deutschland. Das chinesische ist nach der ersten Wäsche nur noch Schrott das hiesige bekommt man nicht kaputt. So ist es mit allem... billig ist halt billig!
 
hihi

ja.. also bin jetzt auch nich unbednigt der der sagt
"alles was teuer ist ist auch gleichzeitig gut" aber in den meisten Fällen ist
das nun mal so. Das heisst natürlich nich das Noname Sachen gleich schlecht sind .. auf gar keinen Fall.. aber es kommt halt auf den Bereich an.
Kleidung is schon nen ganz gut vergleichbarer punkt.. so China "adidas" o "nike" Treter
haben z.B. 0 Fußbett ... bei Autos dagegen werden die Chinesen immer besser und
die Lücke zwischen Toyota und z.B. Bmw.. wird immer immer immer kleiner.
Denke das da noch ganz schön was auf und zu kommen wird.

Gruß
 
cccccccccc schrieb:
... bei Autos dagegen werden die Chinesen immer besser und
die Lücke zwischen Toyota und z.B. Bmw.. wird immer immer immer kleiner.


Zumal man hier noch erwähnen sollte das Toyota ein japanischer Hersteller ist und kein chinesischer! Toyota läßt zwar Motoren in China bauen aber das hat auf das Produkt Toyota eher weniger Relevanz da die Forschung/Entwicklung immer noch in Japan passiert!
Wenn man aber schon beim vergleichen sind kann ich nur sagen das ein Lexus (Edelfirma von Toyota) schon lange die Qualität eines BMW hat.
 
Ich verbringe momentan ein Austauschjahr in China und kann nur sagen, dass die soziale Situation der Arbeiten selbstverstaendlich nicht mit der in Deutschland zu vergleichen ist und besonders das Gefuege zwischen "Arm" und "Reich" so gross ist wie in keinem anderen land das ich kenne, da der Kapitalismus in diesem Land so rasant fortschreitet, ddass einige wenige Leute sehr reich werden und dafuer besonders die Leute die die billige Arbeit verrichten und China den wirtschaftlichen Aufschwung ermoeglichen, natuerlich auf der Strecke bleiben. Deshalb sind sie natuerlich sozial nicht sonderlich abgesichert, da man auch insgesamt sagen muss, dass in China ein Menschenleben fuer die Firmen und den Staat kaum von Bedeutung und wert ist, der Staat allerdings bemueht ist den armen Menschen zu helfen und auch ihren Lebensstandard zu verbessern.

Insgesamt ist dieses Phaenomen, also das Problem der Arbeiter in China, allerdings nicht spezifisch auf China und dessen Regierung zu schieben, sondern viel mehr auf die Globalisierung und den Kapitalismus und deren Folgen, da meiner Meinung nach in der heutigen Weltwirtschaft ein Staat kaum in der Lage ist wirtschaftlich zu wachsen und dabei die soziale Absicherung der Arbeiterschaft auf einem bestimmten Grad zu sichern oder sogar zu erhoehen
 
Das belegt das der Geburtenstopp , nur das schlimmste verhindert. Er hätte viel eher durchgezogen werden müssen...naja die werden nie n Industriestaat sondern bleiben immer nen Schwellenland ;)
 
Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum wurde doch schon früher auf den Schultern der Arbeiter erbaut (deutsches Wirtschaftswunder nach dem Krieg). Jemand muss immer die Arbeit erledigen, besonders schnelles Wachstum hat seinen Preis.
Und zahlen müssen es die " unwichtigen, ersetzbaren " Arbeiter. Oder die Natur (Drei-Schluchten-Staudamm führt zur Zerstörung der Umwelt im Yangtze-Tal). In Honkong wurde ein ganzer Stadtteil zwangsumgesiedelt damit dort in relativ kurzer Zeit neue moderen Bürobauten entstehen konnten. Im Westen undenkbar, oder würde zumindest Jahre dauern.

Aber lasst uns nicht undankbar sein wer von uns hat z.B. kein Elektronisches Gerät das er nur relativ günstig erwerben konnte da es in China Produziert wird, zumal wir alle ja an einem Computer sitzten.
Apples Ipod (und Macbooks etc.) werden in China gebaut. Das ist zwar nicht neu und es ist auch nicht die einzige Firma die das macht, denn wenn eine Firma heute auf dem Elektronikmarkt mithalten will müssen die Produkte auch entsprechend "zahlbar" sein. Apple ist Ende letzten Jahres wegen des Ipods in den Schlagzeilen gewesen. Eine Journalistin wollte aufgedeckt haben das die niedlichen Ipods in Arbeitslagern gefertigt werden. Ganz so Schlimm war es dann wohl doch nicht. aber in einem "eins zu eins" Vergleich mit einer amerikanischen oder sogar deutschen Firma würden die Produktionsstätten in punkto Arbeitsbedingungen schlecht abschneiden.
Auf der Seite Apples reagierte man ungewohnt schnell und versprach der Sache nachzugehen.
Dadurch dass China ganz andere Möglichkeiten hat wie der "verwöhnte" Westen, würde ich nicht darauf setzte das es ein Schwellenland bleibt. Zumal immer mehr Firmen auch den Chinesischen Markt entdecken und vermehrt mit " einhneimische " Herstellern zusammenarbeiten. Besonders in der Automobilbranch scheinen Join Venture (Kooperationen) im Moment sehr beliebt zu sein.

Eine gute Dokumentation zu dem Thema vom ZDF produziert:
" China Werkbank der Welt "
...hab den 1. Teil gesehen darin werden vier Menschen aus China (aus verschiedenen sozialen Schichten porträtiert, es wird von Ihrem Leben und Wünschen erzählt.
Z.B. zeigt es einen jungen Multimillionär, reich geworden mit Klimaanlagen der sich für Umweltschutz interresiert, eingesehen hat das Wirschaftswachstum nichts bringt wenn dadurch die Umwelt zerstört wird. Er baut in seiner Firma die Umweltfreundlichsten Klimaanlagen der Welt. In der Kantine wird nur Essen aus dem eigenen naturnahen Anbau angeboten. Auch das gibt es
 
klar gibt es das aber n großteil in china läuft halt immer noch alles andre als vorbildlich ab,n kollege von mir war jetzt auch n jahr in china und hat eigentlich genau das gleiche erzählt wie kazander. Außerdem isses in china so,dass das enorme wirtschaftswachstum von "nur" ca 35% der chinesen "ausgemacht" wird, dem rest gehts immer noch so mies wie vorher.
 
In China zählt das Leben der Arbeiter nichts. Die werden in marode Berkwerke geschickt. Teilweise werden in China immer noch Menschen verschleppt und müssen als Sklaven in Fabriken arbeiten, ohne Lohn nur Verplegung.
 
genauso isses,ein großteil der arbeiter die das gewaltige wirtschaftswachstum erst möglich gemacht haben,hausen udn arbeiten zu erbärmlichen bedingungen.
Das is aber genau das was china wirtschaftlich so stark macht,die haben einfach mal n paar hundert millionen arbeiter denen sie absolute hungerlöhne zahlen können.
 
Ich habe mal einen Beitrag gesehen. Da wurde das Gold aus Plantinen gewaschen. Und womit?

Mit flüssigen Quecksilber.

Ohne Schutz direkt mit den Händen. Danach werden Platinen hinter den Hügel auf einen Haufen geschmissen und der Regen führt alle krebserrenden Schadstoffe direkt ins Grundwasser.
 
Wenn man sowas sieht ist man natürlich erstmal schockiert aber je mehr man sich mit China auseinandersetzt desto weniger Lösungen fallen einem dazu ein. Ich meine wodurch kommt denn der Wirtschaftsaufschwung überhaupt zustande? Erst dadurch, dass sowas dort überhaupt möglich ist. Damit hat doch alles angefangen. Hätten die dort unser Arbeitsrecht, unseren Umweltschutz, unser Sozialsystem wär doch kein Unternehmen dorthin gegangen. Der gesamte wirtschaftliche Aufschwung basiert nur darauf, dass durch lasche Gesetze bzw. deren Umsetzung Geld in das Land geholt wurde/wird. Vor allem darf man nciht vergessen, dass da nicht eine Regierung sitzt und alles kleinklein ausheckt. Das Land ist so riesig, dass die Provinz und Lokalregierungen für alles verantwortlich sind.
 

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten