Bilderhöhlen im Ural - Europa in der Urzeit
077 - Bilderhöhlen im Ural - Europa in der Urzeit

Ein Archäologenteam aus St. Petersburg und Ufa ist auf dem Weg ins Uralgebirge in der russischen Republik Baschkortostan. Ihr Ziel: die Kapowa-Höhle, die bedeutendste Bilderhöhle Osteuropas. Hier finden sich zahlreiche Zeugnisse einer gemeinsamen europäischen Urgeschichte.
Die Vorfahren der heutigen Baschkiren kamen vor rund tausend Jahren als Nomaden aus dem Altaigebirge und Zentralasien. Aber die mit Ocker gemalten Mammuts, Pferde, Wollnashörner und geheimnisvollen Symbole erzählen aus einer Zeit vor 16.000 bis 19.000 Jahren, als auch in Frankreich und Spanien die weltberühmten Bilderhöhlen entstanden. In der Kapowa-Höhle, wie auch in der 300 Kilometer entfernten Igantiewka-Höhle, der zwei bedeutendsten Bilderhöhlen des Urals, finden die Archäologen kaum Reste von Alltagsgegenständen. Das heißt, die Höhlen dienten nicht als Wohnort.
Sie waren vermutlich geheime Orte schamanischer Rituale. Die Behausungen der eiszeitlichen Jäger sind längst vergangen. In Kostenki am Don sind Spuren davon erhalten geblieben. Kostenki, der Name bedeutet "Knochendorf", ist einer der weltweit seltenen Fundplätze solcher Siedlungsspuren. Mit den riesigen Knochen hatten die Jäger der ausgehenden Altsteinzeit ihre winterfesten Hütten gebaut und aus den Stoßzähnen der Mammuts Werkzeuge, Schmuck und rätselhafte Frauenstatuetten hergestellt. Diese Venusfiguren als Symbol der Fruchtbarkeit ähneln bis ins Detail denen, die man in Westeuropa fand.
Die Venusfiguren sind Ausdruck einer gemeinsamen hoch entwickelten Kultur am Ende der Altsteinzeit vom Atlantik bis in den Ural. Und auch die Ähnlichkeit der Bilderhöhlen des Urals mit denen Westeuropas zeigt, dass es schon einmal ein Europa ohne Grenzen gab. Aber die russischen und baschkirischen Wissenschaftler sind beunruhigt. In den Bilderhöhlen des Urals verblassen die geheimnisvollen Zeichen und Gemälde aus der letzten Eiszeit und drohen für immer zu verschwinden. Zwei französische Spezialisten für die Erhaltung der Höhlenmalerei, Jacques Brunet vom renommierten Laboratoire de Recherche de Monuments Historiques (LRMH) bei Paris, und Philippe Malaurent von der Universität Bordeaux kamen im Sommer 2004 ihren Kollegen im Ural zur Hilfe, um gemeinsam die einzigartigen Zeugnisse europäischer Urgeschichte zu retten.
Länge: 00:43:58
Format: avi
Größe: 478 MB
1. Anfragen darf jeder
2. Nette
mit "077" / "Nickname"
3. Threadlink muss mit in die PN sonst gibt es nichts
4. Link und PW darf nicht weitergegeben werden
5. Als letzten Satz schreiben: Rulez gelesen und akzeptiert.
Gruß
oggy37

Ein Archäologenteam aus St. Petersburg und Ufa ist auf dem Weg ins Uralgebirge in der russischen Republik Baschkortostan. Ihr Ziel: die Kapowa-Höhle, die bedeutendste Bilderhöhle Osteuropas. Hier finden sich zahlreiche Zeugnisse einer gemeinsamen europäischen Urgeschichte.
Die Vorfahren der heutigen Baschkiren kamen vor rund tausend Jahren als Nomaden aus dem Altaigebirge und Zentralasien. Aber die mit Ocker gemalten Mammuts, Pferde, Wollnashörner und geheimnisvollen Symbole erzählen aus einer Zeit vor 16.000 bis 19.000 Jahren, als auch in Frankreich und Spanien die weltberühmten Bilderhöhlen entstanden. In der Kapowa-Höhle, wie auch in der 300 Kilometer entfernten Igantiewka-Höhle, der zwei bedeutendsten Bilderhöhlen des Urals, finden die Archäologen kaum Reste von Alltagsgegenständen. Das heißt, die Höhlen dienten nicht als Wohnort.
Sie waren vermutlich geheime Orte schamanischer Rituale. Die Behausungen der eiszeitlichen Jäger sind längst vergangen. In Kostenki am Don sind Spuren davon erhalten geblieben. Kostenki, der Name bedeutet "Knochendorf", ist einer der weltweit seltenen Fundplätze solcher Siedlungsspuren. Mit den riesigen Knochen hatten die Jäger der ausgehenden Altsteinzeit ihre winterfesten Hütten gebaut und aus den Stoßzähnen der Mammuts Werkzeuge, Schmuck und rätselhafte Frauenstatuetten hergestellt. Diese Venusfiguren als Symbol der Fruchtbarkeit ähneln bis ins Detail denen, die man in Westeuropa fand.
Die Venusfiguren sind Ausdruck einer gemeinsamen hoch entwickelten Kultur am Ende der Altsteinzeit vom Atlantik bis in den Ural. Und auch die Ähnlichkeit der Bilderhöhlen des Urals mit denen Westeuropas zeigt, dass es schon einmal ein Europa ohne Grenzen gab. Aber die russischen und baschkirischen Wissenschaftler sind beunruhigt. In den Bilderhöhlen des Urals verblassen die geheimnisvollen Zeichen und Gemälde aus der letzten Eiszeit und drohen für immer zu verschwinden. Zwei französische Spezialisten für die Erhaltung der Höhlenmalerei, Jacques Brunet vom renommierten Laboratoire de Recherche de Monuments Historiques (LRMH) bei Paris, und Philippe Malaurent von der Universität Bordeaux kamen im Sommer 2004 ihren Kollegen im Ural zur Hilfe, um gemeinsam die einzigartigen Zeugnisse europäischer Urgeschichte zu retten.
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