Hallo allesamt
und gleich mal sorry. Aber diese Bewerbung ... ich weiß nicht. Momentan steht nur drinnen, daß Du gerne Handwerker werden willst, und daß die Firma Dich (gefälligst) ausbilden soll

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Der Arbeitgeber steht zuerst mal da und denkt sich: "Schön", denn irgenwie, und dafür nochmal sorry, wirkt's etwas runtergeeiert. Also frei nach dem Motto: "Naja, ich will halt Handwerker werden und ich bin gerade im 3. Lehrjahr und brauche halt da einen Ausbildungsplatz, weil's vorgeschrieben ist und mir fällt halt nichts besseres ein, als zu Ihnen zu gehen, nicht aus Überzeugung, sondern weil ich's machen muß."
Schreib zuerstmal, wie Du auf den Arbeitgeber gekommen bist, also Anzeige in der Zeitung, im Internet, im weiß der Geier was. Dann beherzige das, was Antihopper und locke96 schon richtig schrieben: "Wieso bewirbst Du Dich bei der Firma?" Bist Du von der Firma überzeugt, oder ist es Dir egal wo Du arbeitest, solange pünktlich das Gehalt kommt? Schreib meinetwegen, daß Du die Firmenphilosophie toll findest, daß die Firma Marktführer in was weiß ich ist, daß Deine Qualifikationen genau auf diese Firma (und keine andere) passen würden.
Dann dreh bitte die Reihenfolge Deiner schulischen Ausbildung herum und schreib's mit etwas mehr Eleganz. Nachfolgendes bitte nur als Denkanstoß auffassen, nicht 1:1 übernehmen, denn ich habe keine Ahnung, wie Deine berufliche Ausbildung jetzt genau aussieht.
"Meinen Hauptschulabschluß habe ich an der XYZ Schule im Jahre XYZ erworben. Z.Z. besuche ich die Fachschule XYZ im 3. Lehrjahr zum Erwerb einer Zusatzqualifikation als Hochbaufacharbeiter. Da diese Ausbildungsrichtung ebenfalls ein praktisches Lehrjahr miteinschließt, würde ich mich freuen, dies bei Ihnen ableisten zu dürfen um wertvolle praktische Erfahrungen {beim Marktführer in Blahblahblah/in einen neuen, interessanten Arbeitsumfeld abseits des schulischen Alltags} zu sammeln."
Die Grund-Message ist: Schreib's positiv, zeig Dich engagiert. Sag, daß Du Dich weiterbildest, daß Du das praktische Lehrjahr als Chance ansiehst Erfahrungen vor Ort zu sammeln, daß Du Dich darauf freust, daß Du hinter der Firma stehst, etc. Nichts ist schlimmer für einen Arbeitgeber, als wenn der Auszubildende wie ein Schluck Wasser drinnenhängt und jeden Tag versucht die Zeit totzuschlagen.
Und gleich nochmal sorry, aber was willst Du? Einen Probearbeitstag? Wär's nicht mal angebracht zuerst
nur ein persönliches Vorstellungsgespräch zu erbitten? Wenn, dann stehst Du zunächst einmal
ausschließlich für ein Vorstellungsgespräch zur Verfügung und Du würdest Dich freuen die Gelegenheit dazu zu erhalten. Den Probearbeitstag bietet Dir der Arbeitgeber von sich aus an, wenn er überzeugt von Dir ist. So hätte ich es jetzt einfach mal gesagt.
@locke96: Es kann sein, daß dieses Angebot seitens des Bewerbers als positiv angesehen wird, weiß ich nicht. Persönlich halte ich es jetzt aber für etwas aufdringlich. Zumindestens sollte man aber die Reihenfolge umdrehen, also erst das Vorstellungsgespräch erbitten, dann das Angebot eines Probetages anbieten. Momentan steht's so drinnen: "Ich hätte gerne einen Probearbeitstag ... ach, und wenn ich mich bei Ihnen zuvor noch vorstellen soll, das mache ich natürlich auch".
HTH,
Linda